15/06/2026
Im Hollabrunner Verkehrsausschuss haben ÖVP und SPÖ einen Antrag der Grünen zur Verkehrsberuhigung der Gschmeidlerstraße abgelehnt. Dabei gehört die Straße zu den wenigen Gemeindestraßen Hollabrunns, in der bislang keinerlei verkehrsberuhigende Maßnahmen umgesetzt wurden – obwohl Anrainer:innen seit Jahren über zu hohe Geschwindigkeiten, Lärm und fehlende Querungsmöglichkeiten klagen.
Besonders brisant: Der offizielle Radweg führt beim sogenannten „Beserl-Park“ direkt über die Gschmeidlerstraße — ohne jede gesicherte Überquerung für Radfahrer:innen und Fußgänger:innen.
„Es ist unverständlich, dass ÖVP und SPÖ nicht einmal eine Prüfung von Maßnahmen zulassen wollen“, so die stellvertretende Ausschuss-Vorsitzende STRin Sabine Fasching: „Niemand verlangt sofort ein fertiges Konzept, aber dass man sich das Problem nicht einmal anschauen will, das zeigt, wie wenig ernst man die Anliegen der Anrainer:innen nimmt – und sieht tatenlos zu, dass Radfahrer:innen und Kinder die Straße weiterhin ungesichert queren müssen."
Der Antrag hatte konkrete Maßnahmen zur Prüfung vorgeschlagen: eine Tempo-30-Zone, Radarboxen, regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen durch die Exekutive sowie zumindest eine gesicherte Querungsstelle am Radweg beim „Beserl-Park“.
„Wer einen offiziellen Radweg ausweist, aber die Querungsstelle ungesichert lässt, der betreibt Radverkehrspolitik nur auf dem Papier. Die dringend nötigen Verbesserungen werden wir weiter einfordern", kündigt Fasching an.