10/06/2026
Handeln statt wegschauen.
Die Situation in der Innsbrucker Notschlafstelle am Schusterbergweg ist kein „Betriebsproblem“. Sie ist das Ergebnis jahrelanger politischer Untätigkeit.
Wenn Mitarbeiter:innen einer sozialen Einrichtung selbst Alarm schlagen müssen, weil Personalmangel, Überlastung und Gewaltvorfälle den Alltag bestimmen, dann läuft etwas grundlegend falsch. Eine Notschlafstelle muss Schutz bieten – für Menschen in akuten Krisen genauso wie für jene, die dort täglich unverzichtbare Arbeit leisten.
Für uns ist klar: An der Sicherheit von Klient:innen und Belegschaft darf nicht gespart werden. Es braucht jetzt Akutmaßnahmen unter Einbindung der Mitarbeiter:innen: mehr Fachpersonal, mehr Sozialarbeiter:innen besonders in den Abendstunden, geschultes deeskalierendes Sicherheitspersonal und ein Sicherheitskonzept, das der Realität vor Ort gerecht wird.
Die Notschlafstelle ist ein unersetzbarer Anker für Menschen in Notsituationen. Wer hier weiter vertröstet, nimmt die Eskalation bewusst in Kauf.
Land und TSD müssen endlich vom Schönreden ins Handeln kommen. Innsbruck braucht keine Ausflüchte. Innsbruck braucht soziale Verantwortung, Schutz und konkrete Maßnahmen.
Handeln statt wegschauen. Jetzt.