11/06/2026
Es gibt nichts, was im Leben wichtig ist ...
Und es gibt "Jugendbücher" in unseren Regalen, die sich mit den tiefen, existenziellen Fragen beschäftigen.
Eines davon ist die Parabel "Nichts" von Janne Teller, unser heutiger , nicht nur für junge Heranwachsende.
Die Schüler einer Abschlussklasse der Schule in Tæring begehren auf, als ein Mitschüler ihnen weismachen will, dass alles im Leben umsonst ist, weil wir am Ende doch nur alle sterben.
Sie wollen ihm das Gegenteil beweisen!
Und sie wollen sich den Sinn des Lebens nicht wegnehmen lassen.
Weil der Mitschüler all ihre Argumente abschmettert, häufen sie alles an, was ihnen im Leben etwas bedeutet. Soll er doch sehen, wie falsch er liegt!
Zuerst nur kleine Dinge - dann fordert die Klassengemeinschaft immer mehr Opfer ...
Der Berg der Bedeutung wächst.
Bald gibt es nichts mehr, das heilig ist.
Skrupellos nötigen die Klassenkameraden einander zu immer gewichtigeren Beweisen.
Um Recht zu behalten - und weil sie selbst schließlich auch hergeben mussten, was ihnen am Wichtigsten war.
Die Parabel zeigt im Kleinen wie totalitäre und fundamentale Ideologien funktionieren und regt zum Nachdenken an:
Was bist du bereit zu geben, um deinem Leben Bedeutung zu verleihen?
Was bist du bereit zu nehmen?
Wenn eine Ideologie alle Grenzen auflöst, welchen Stellenwert haben dann Moral und Mitgefühl noch?
Wie weit gehst du, weil andere es fordern?