08/08/2026
Kinderbetreuung ist keine Arbeit? Dieser Satz von Bundeskanzler Stocker ist schon für sich eine Frechheit. Wirklich deutlich wird der Kern dieser Aussage aber erst, wenn man ihn in eine Reihe mit anderen ÖVP-Aussagen stellt: Verunglimpfung von Teilzeitbeschäftigten, immer neue Anläufe für ein höheres Pensionsantrittsalter und jetzt die Geringschätzung von Eltern, die in schwierigen Zeiten ihre Familien durchbringen.
Der schwarze Faden dahinter ist klar: fehlende Empathie und Geringschätzung gegenüber jenen Menschen, die unser Land jeden Tag am Laufen halten – den wahren Leistungsträgern unserer Gesellschaft.
Mütter und Väter, die Kinder betreuen, arbeiten. Menschen, die Angehörige pflegen, arbeiten. Wer Familie organisiert, Haushalt führt und daneben oft auch noch berufstätig ist, leistet enorm viel.
👉 Diese Menschen brauchen keine Belehrungen von oben. Sie brauchen Respekt und konkrete Entlastung.
Im Burgenland sind wir ein Gegenpol zu dieser Art von Politik: mit gratis Kindergartenplätzen, dem Ausbau der Kinderbetreuung, ganztägigen und leistbaren Betreuungsangeboten, Feriencamps und Ferienbetreuung, Ganztagsschulen, Unterstützung beim Mittagessen sowie gezielten Familien- und Wohnbauförderungen.
Und wir gehen noch einen Schritt weiter: Mit unserem Modell der betreuenden Angehörigen werden Menschen, die zu Hause Pflege leisten, vom Land angestellt und sozial abgesichert. Das gilt auch für Mütter, die Kinder mit Beeinträchtigung betreuen.
Ja, all das kostet Geld. Aber es sind Investitionen, die es wert sind – weil sie Familien entlasten, Leistung anerkennen und zeigen, dass Politik auf der Seite jener stehen muss, die unser Land tragen.