Zeitschätze KiT

Zeitschätze KiT Wir sind das Chronikarchiv Kirchberg in Tirol und lassen euch hier mit interessanten Beiträgen an unseren "Zeitschätzen" teilhaben.

📜🌊 60 Jahre Badesee KirchbergHeuer feiert der Kirchberger Badesee sein 60-jähriges Bestehen. Was viele heute nicht mehr ...
15/06/2026

📜🌊 60 Jahre Badesee Kirchberg

Heuer feiert der Kirchberger Badesee sein 60-jähriges Bestehen.
Was viele heute nicht mehr wissen: Bevor der Badesee an seinem heutigen Standort errichtet wurde, standen noch andere Standorte zur Diskussion. Auf Grund der geologischen Gegebenheiten entschied man sich letztlich jedoch für die "Krumer Ötz".
Mit dem Spatenstich im Jahr 1964 begann schließlich die Umsetzung eines Projekts, das damals weit über die Gemeindegrenzen hinaus Beachtung fand. Als der Badesee am 19. Juni 1966 eröffnet wurde, war er nämlich der erste künstlich angelegte Badesee Tirols.

In der aktuellen Ausgabe der Kirchberger Zeitung haben wir die Entstehungsgeschichte des Badesees ausführlich aufgearbeitet – von den ersten Überlegungen über die Bauarbeiten bis hin zu den zahlreichen Erweiterungen der vergangenen Jahrzehnte.

📖 Wer also mehr über dieses außergewöhnliche Projekt erfahren möchte, findet den gesamten Beitrag in der aktuellen Kirchberger Zeitung.

🎁 Und habt ihr schon unser Jubiläums-Gewinnspiel entdeckt? Passend zum 60-jährigen Bestehen verlosen wir 6 Tageseintritte für den Badesee Kirchberg. Alle Details gibt es ebenfalls in der aktuellen Ausgabe der Kirchberger Zeitung.

©Fotos: Fotosammlung Christian Horngacher/ Fremdenverkehrsverband Kirchberg

Salzburger Volksblatt, 23. Juni 1882 über den Antlassritt:"Ein historisches Sprichwort Die meist scherzweise gebrauchte ...
03/06/2026

Salzburger Volksblatt, 23. Juni 1882 über den Antlassritt:

"Ein historisches Sprichwort
Die meist scherzweise gebrauchte Redensart: „Bis hieher und nicht weiter kamen die schwedischen Reiter", ist namentlich in Deutsch- Österreich allerwärts im Schwunge; wie sich aus dem Inhalt von selbst er­gibt, stammt der Spruch aus dem dreißigjährigen Kriege, aber den wenigsten Lesern dürfte es bekannt sein, daß dies geflügelte Wort nicht blos im Volks­munde sich fortgeerbt, sondern eine monumentale Existenz in einer historischen Inschrift hat. Diese In­schrift befindet sich, wie wir dem „Tiroler Boten" entnehmen, an der sogenannten Schwedenkapelle in dem Dorfe Klausen bei Kitzbühel und die Erinne­rung an die damalige glückliche Befreiung von den feindlichen Schaaren wird noch jetzt von den Nachbargemeinden Brixen im T., Westendorf und Kirchberg alljährlich am Frohnleichnamstage durch eine Procession, den sogenannten Antlaß- oder Schweden- Ritt, gefeiert. Auch heuer fand der Antlaß-Ritt statt, an dem 131 junge Männer, auf buntgeschmückten Pferden reitend, theilnahmen, indem sie trotz der Un­gunst der Witterung barhaupt, mit der Linken die Zügel lenkten, in der Rechten aber den Rosenkranz hielten und laut beteten."

©Fotos: Fotosammlung Christian Horngacher

Vom 30. auf den 31. Mai 1886 wütete in Kirchberg ein verheerender Großbrand, der zahlreiche Gebäude im Dorfkern zerstört...
29/05/2026

Vom 30. auf den 31. Mai 1886 wütete in Kirchberg ein verheerender Großbrand, der zahlreiche Gebäude im Dorfkern zerstörte. Infolge dieses Ereignisses schlossen sich knapp einen Monat später 30 Männer zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchberg zusammen.

Ein zeitgenössischer Zeitungsbericht vom 06. Juni 1886 berichtete wie folgt über den Brand:

„In der Nacht vom 30. Mai wütete ein großer Brand in dem 1 Stunde von Kitzbühel entfernten Dorfe Kirchberg. Die am Himmel aufsteigende gewaltige Röthe beleuchtete ganz Kitzbühel und dessen Umgebung. Auch in Kufstein wurde trotz der großen Entfernung die Brandröthe beobachtet. Abgebrannt sind folgende Gebäude: 1. Das Pechlwirthshaus sammt Futterstall. 2. Die Behausung beim Pechlschmied sammt Schmiede. 3. Die Behausung beim Huetzen. 4. Die Behausung beim Printner. 5. Die Behausung beim Christedl. Von den Fahrnissen konnte verhältnißmäßig wenig gerettet werden. Vom Vieh des Pechlwirtes verbrannten drei Kühe und sämmtliche Schweine. Das Feuer brach um halb 11 Uhr nachts im Pechlwirthshause aus und griff bei der seit längerer Zeit herrschenden Trockenheit mit rapider Geschwindigkeit um sich, so daß in kürzester Zeit auch die Nachbarhäuser in hellen Flammen standen. Die brave freiwillige Kitzbühler Feuerwehr eilte nach eingelaufener telegraphischer Meldung schnellstens und bereitwilligst der Unglücksstätte zu, konnte sich aber größtentheils nur auf die möglichste Localisierung des Brandes und Rettung von Fahrnissen beschränken. Sie arbeitete mit aufopfernder Anstrengung und vieler Präcision und Energie bis 6 Uhr früh, um welche Zeit sie von der St. Johanner freiwilligen Feuerwehr abgelöst wurde. Es ist vorzugsweise das Verdienst der ersteren, daß nicht noch mehrere Gebäude ein Raub der Flammen geworden sind. Die Entstehungsursache ist noch nicht bekannt. Wie man sagen hört, soll das Feuer in der Binderstube des Pechlwirthshauses zum Ausbruche gekommen sein.“

©Fotos: Fotosammlung Christian Horngacher

Ein Blick in die Tourismuswelt vor rund 100 Jahren 🏨📜Dieses alte Prospekt des „Hotel Daxer“ in Kirchberg zeigt, wie dama...
15/05/2026

Ein Blick in die Tourismuswelt vor rund 100 Jahren 🏨📜

Dieses alte Prospekt des „Hotel Daxer“ in Kirchberg zeigt, wie damals um Gäste geworben wurde – lange bevor es Internet, Buchungsplattformen oder Social Media gab. Solche gedruckten Flyer waren oft die wichtigste Werbung eines Hotels und sollten mit schönen Bildern, guter Ausstattung und detaillierten Beschreibungen überzeugen.

Besonders spannend sind die vielen kleinen Details: Zentralheizung, Telefon, Badezimmer, Radio oder sogar ein „Frühstückszimmer“ wurden damals als Besonderheiten hervorgehoben. Auch die Nähe zur Bahnstation und die Aussicht spielten eine große Rolle.

Und natürlich fallen sofort die Preise ins Auge:
Zimmer ab 2–3 Schilling, volle Pension in der Sommersaison um 8–9 Schilling pro Nacht. Für uns klingt das heute unglaublich günstig – aber Kaufkraft, Inflation und vor allem die damaligen Löhne waren ganz andere als heute.

Gerade in der Saison musste man auch damals schon ordentlich Geld für Urlaub und Unterkunft einplanen. Ein Aufenthalt in den Tiroler Bergen war für viele etwas Besonderes und keineswegs selbstverständlich.

©Dokumentensammlung Michael Lackner

In den 1940er bis 1950er-Jahren wurde in Kirchberg ein besonderes Pilotprojekt erprobt: Je nach Bedarf tauschten Bauern ...
01/04/2026

In den 1940er bis 1950er-Jahren wurde in Kirchberg ein besonderes Pilotprojekt erprobt: Je nach Bedarf tauschten Bauern ihre Kühe untereinander – eine praktische Lösung, um Arbeit und Ertrag besser zu verteilen. 🐄🐂

Gerade im Winter stellte sich dabei jedoch ein Problem: Das Treiben der Tiere durch den Schnee war mühsam und zeitaufwendig. Also griff man zu einer ungewöhnlichen Idee – die Kühe wurden kurzerhand in Transportkisten auf Skiern gesetzt und so von Hof zu Hof gebracht. Eine damals überraschend schnelle und effiziente Lösung.⛷

Am 1. April eines jeden Jahres ließ man es jedoch wieder gut sein – denn dann war klar: Es handelt sich dabei nur um einen Aprilscherz 😄

©Foto: Chronikarchiv Kirchberg/Fotosammlung Schiessl, Original oder Repro

Während wir heute jederzeit hunderte Fotos mit dem Handy machen können, war das vor über 120 Jahren noch ganz anders. Fo...
13/03/2026

Während wir heute jederzeit hunderte Fotos mit dem Handy machen können, war das vor über 120 Jahren noch ganz anders. Fotografie steckte damals noch in den Anfängen, war etwas Besonderes – und vor allem teuer. Gerade auf dem Land konnten sich nur wenige Menschen ein Foto leisten.

In Kirchberg hatten wir jedoch Glück: Mit Michael Lackner lebte ein weitum bekannter Fotograf im Ort. Er hielt nicht nur Menschen vor der Kamera fest, sondern auch Gebäude, Landschaften und Szenen des täglichen Lebens.

Betrachtet man seine Aufnahmen heute, fühlt es sich an wie eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit. Dabei richtete Lackner seinen Blick nicht nur auf Kirchberg selbst, sondern fotografierte auch immer wieder die umliegenden Ortschaften. Seine Bilder geben uns heute einen einzigartigen Einblick in eine längst vergangene Zeit.⏳

©Fotos: Fotosammlung Michael Lackner

Das Baderhaus gehört sicherlich zu den Gebäuden im Ort, die eine Menge zu erzählen hätten, wenn sie sprechen könnten. Se...
27/02/2026

Das Baderhaus gehört sicherlich zu den Gebäuden im Ort, die eine Menge zu erzählen hätten, wenn sie sprechen könnten. Seine Geschichte reicht immerhin weit zurück - die Besitzreihe konnte bis ins Jahr 1557 zurückverfolgt werden. 📜

Seinen Namen verdankt das Haus seiner ursprünglichen Funktion als „Gmainbad“ . Hier befand sich einst ein öffentliches Bad für die Bevölkerung. Das Gebäude war sogar unterkellert und neben dem Baderecht dürfte dort auch das Schankrecht ausgeübt worden sein. 🍺

Im Jahr 1950 plante der Tiroler Kriegsopferverband, im Baderhaus ein Lichtspieltheater zu errichten, ehe das Haus 1978 nach rund 400 Jahren – und nach dem Überstehen des Dorfbrandes von 1886 in unmittelbarer Nähe – abgebrochen wurde. Daraufhin entstand ein neues, deutlich größeres Gebäude, wie wir es heute kennen.

Das Wappen an der Hauswand erinnert noch heute an die lange Geschichte des Hauses auf diesem Grund.

©Fotos: Fotosammlung Christian Horngacher/Chronikarchiv Kirchberg

Zwei Bilder, fast ein Jahrhundert Unterschied – und doch derselbe Ort. Das historische Foto aus dem Jahr 1912 zeigt die ...
30/01/2026

Zwei Bilder, fast ein Jahrhundert Unterschied – und doch derselbe Ort. Das historische Foto aus dem Jahr 1912 zeigt die Gegend rund um unsere Kirche zu einer Zeit, als noch wenige, markante Gebäude das Ortsbild prägten.

Gut erkennbar sind vorne links das Schmiedhoferhaus und das alte Krankenhaus, dahinter der Metzgerwirt. Rechts außen im Bild steht das sogenannte Ledererhaus, zentriert im Hintergrund das alte Schulhaus. Davor befinden sich die "Bräuvilla" (heute Kirchenwirt) und der Bräuwirt.

Bei der Kirche sieht man den alten Pfarrhof und den noch relativ kleinen Friedhof.

Das Vergleichsbild aus dem Jahr 2005 zeigt ein ganz anderes Bild: Rund um die Kirche ist die Bebauung deutlich dichter geworden, viele neue Häuser sind entstanden und kaum ein einzelnes Gebäude sticht noch besonders hervor.

Und dabei darf man nicht vergessen: Auch dieses Foto ist inzwischen schon 20 Jahre alt ⏳ – seither hat sich unser Ortsbild erneut weiterentwickelt.

©Fotos: Fotosammlung Christian Horngacher/Original oder Repro und Chronikarchiv Kirchberg/Johann Schiessl

Während in Kitzbühel an diesem Wochenende wieder die besten Skifahrer der Welt beim Hahnenkammrennen antreten, werfen wi...
23/01/2026

Während in Kitzbühel an diesem Wochenende wieder die besten Skifahrer der Welt beim Hahnenkammrennen antreten, werfen wir einen Blick in die Vergangenheit. 🏔️⛷️

Ein Bild aus unserem Archiv zeigt die Hahnenkammbahn in den 1930er-Jahren. Sie zählt zu den ersten Gondelbahnen Österreichs und wurde zwischen 1926 und 1928 errichtet.

Im Winter 1931 fand auf der Streif das erste Hahnenkamm-Rennen statt – der Beginn einer bis heute legendären Sportgeschichte. 🏆

©Foto: Chronikarchiv Kirchberg/Sammlung Lackner

Manche alten Häuser lassen einen wünschen, sie könnten Geschichten erzählen. Auch das "Bruggenkrämerhaus" mitten im Dorf...
15/01/2026

Manche alten Häuser lassen einen wünschen, sie könnten Geschichten erzählen. Auch das "Bruggenkrämerhaus" mitten im Dorf hätte wahrscheinlich viel zu berichten gehabt. Erbaut wurde es vermutlich vor 1500 und erlebte damit über 450 Jahre Ortsgeschichte. Der erste namentlich bekannte Besitzer war der Bierbräu Wolfgang Oberhauser im Jahr 1500.

Im Laufe der Jahrhunderte gehörte das Haus unter anderem Kupferschmieden, Schuhmachern und mehreren Krämern. Anfang des 20. Jahrhunderts war der Schneidermeister Franz Unterguggenberger im Haus untergebracht, später zog die Raiffeisenbank ein. In den 1930er-Jahren diente das Haus sogar als Werbefläche zum Bewerben der Wintersportzüge.
1975 wurde das Bruggenkrämerhaus schließlich abgerissen.

©Fotos: Fotosammlung Christian Horngacher/Original oder Repro

Adresse

Hauptstraße 8
Kirchberg In Tirol
6365

Öffnungszeiten

Montag 07:30 - 12:00
Dienstag 07:30 - 12:00
Mittwoch 07:30 - 14:30
Donnerstag 07:30 - 12:00
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