11/08/2026
Waldbrand in Plank am Kamp – Großeinsatz für die Feuerwehr
In Plank am Kamp kam es zu einem großflächigen Vegetations- und Waldbrand, der zahlreiche Einsatzkräfte über mehrere Stunden forderte. Was zunächst als Vegetationsbrand gemeldet worden war, entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit zu einem umfangreichen Feuerwehreinsatz.
Um 15:15 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einem Vegetationsbrand in Plank am Kamp alarmiert. Bereits bei der Alarmierung bestand die Gefahr, dass die Flammen auf ein angrenzendes Waldstück übergreifen könnten. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrkräfte zeigte sich rasch das tatsächliche Ausmaß der Lage. Mehrere Holzstöße, sowie eine größere Feld- und Vegetationsfläche standen bereits in Brand. Gleichzeitig hatte das Feuer begonnen, auf den angrenzenden Wald überzugreifen.
Das hügelige und teilweise schwer zugängliche Gelände erschwerte die Löscharbeiten zusätzlich. Insbesondere die Herstellung einer ausreichenden Löschwasserversorgung stellte die Einsatzkräfte vor eine große Herausforderung. Aufgrund der raschen Brandausbreitung und der zunehmenden Gefährdung des Waldgebietes erhöhte der Einsatzleiter die Alarmstufe umgehend auf B3. Dadurch wurden weitere Feuerwehren und zusätzliche Einsatzmittel zur Einsatzstelle alarmiert.
Während die bereits eingesetzten Feuerwehren versuchten, die weitere Ausbreitung des Brandes einzudämmen, wurden aufgrund der Größe und Dynamik des Einsatzes weitere Kräfte, sowie Sondergerät nachgefordert.
Unter anderem wurde die Drohne der Feuerwehr Krems zur Unterstützung alarmiert. Zusätzlich wurden ein Hubschrauber der Polizei, der Flugdienst des NÖ Landesfeuerwehrverbandes, sowie die Waldbrandgruppe Nord angefordert. Durch den Einsatz der zusätzlichen Kräfte konnten die Löscharbeiten sowohl am Boden als auch aus der Luft intensiviert werden.
Da eine direkte Versorgung mit ausreichend Löschwasser im weitläufigen und hügeligen Einsatzgebiet nur schwer möglich war, wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet. Mehrere Löschwasserbehälter wurden aufgebaut und dienten als Zwischenlager für das Löschwasser.
Außerdem mussten mehrere hundert Meter Schlauchleitungen verlegt werden, um die teilweise weit voneinander entfernten Brandstellen erreichen zu können.
Eine wesentliche Unterstützung für die Einsatzkräfte am Boden stellte der angeforderte Polizeihubschrauber dar. Dieser unterstützte die Löscharbeiten mit einem sogenannten Bambi-Bucket, einem unter dem Hubschrauber mitgeführten Löschwasserbehälter.
Durch gezielte Wasserabwürfe aus der Luft konnten insbesondere jene Bereiche des Brandgebietes bekämpft werden, die für die Einsatzkräfte am Boden nur schwer zugänglich waren. Gleichzeitig arbeiteten die Feuerwehren weiterhin intensiv daran, die Flammen am Boden einzudämmen und eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Der Flugdienst der Feuerwehr unterstützte parallel dazu den Polizeihubschrauber bei den Löscharbeiten, insbesondere beim Befüllen mit Wasser sowie bei den erforderlichen Tankvorgängen.
Durch das koordinierte Zusammenspiel der eingesetzten Feuerwehren und die Unterstützung aus der Luft gelang es schließlich, ein Übergreifen des Brandes auf eine angrenzende Pferdekoppel sowie auf weitere Waldflächen zu verhindern.
Insgesamt war eine Fläche von rund zehn Hektar von dem Vegetations- und Waldbrand betroffen.
Nach mehreren Stunden intensiver Löscharbeiten konnte der Brand gegen 22:00 Uhr schließlich so weit eingedämmt werden, dass keine unmittelbare weitere Ausbreitung mehr drohte. Für die Einsatzkräfte war die Arbeit damit jedoch noch lange nicht beendet.
Nach der Bekämpfung der offenen Flammen begannen die besonders zeit- und arbeitsintensiven Nachlöscharbeiten. Gerade bei Waldbränden können sich Glutnester im Waldboden, unter Wurzeln, Holz und Vegetationsresten über einen längeren Zeitraum halten. Diese stellen eine erhebliche Gefahr dar, da sie auch Stunden später erneut aufflammen und einen weiteren Brand verursachen können.
Zur Unterstützung bei den umfangreichen Nachlöscharbeiten wurde zusätzlich der KHD-Zug Mautern angefordert.
Eine wichtige Rolle spielte dabei erneut die Drohne der Feuerwehr Krems. Mithilfe der an der Drohne angebrachten Wärmebildkamera wurde das weitläufige Brandgebiet aus der Luft kontrolliert. Dadurch konnten verbliebene Glutnester und besonders warme Bereiche gezielt lokalisiert werden.
Die am Boden eingesetzten Feuerwehrkräfte arbeiteten diese Stellen anschließend systematisch ab. Glutnester wurden freigelegt, mit Löschwasser abgelöscht und anschließend erneut kontrolliert. Dieser Vorgang musste in zahlreichen Bereichen des rund zehn Hektar großen Einsatzgebietes durchgeführt werden. Gegen 00:45 Uhr konnten die Einsatzkräfte wieder einrücken, da die unmittelbare Gefahr gebannt, und die Nachlöscharbeiten im Dunkeln teilweise sehr schwierig möglich waren.
„Brand aus“ erst am nächsten Tag
Heute Vormittag, bis 13:00 Uhr war die örtliche Feuerwehr Plank am Kamp noch im Einsatz, um eine umfangreiche Nachkontrolle durchzuführen und etwaige Glutnester aufzuspüren. Mit dem Abrücken der letzten Einsatzkräfte, konnte dieser kräftezehrende Einsatz beendet und „Brand aus“ geben werden.
Fotos: (c) Christian Loibenböck / Manuel Kitzler