Was war es, bevor es zu einem kapitalistischen Produkt der Wirtschaft wurde? Wenn nicht der Rest der Welt Obst und Gemüse für uns anbaut – „produziert“ – wer macht es dann? Sollten wir nicht dazu im Stande sein, uns selber zu versorgen und das gute, alte Wissen an nächste Generationen weitergeben zu können? Lebensmittel sind kein Produkt, sondern stetigem Wachstum und Entwicklung ausgesetzt. In di
esem Kontext möchten wir vier Linzer Barbara Földesi, Andreas Haslauer, Josepha Krüger und Laurin Döpfner, den natürlichen Lebenskreislauf den Menschen in der Stadt Linz – vor allem Jugendlichen – wieder näher bringen, der in den Strukturen einer Stadt zu schwinden droht. Im Zuge dessen möchten wir mit unserem Projekt, das über das Programm „Jugend in Aktion“ von der EU gefördert wird, einen Stadtgarten im Kulturverein KAPU ansiedeln. Jung und Alt der Stadt Linz sollen motiviert mit uns zu gärtnern und angeregt werden, sich gemeinsam der Nahrungsbeschaffung wieder anzunähern. Das Projekt wird in der Zeit von März bis Oktober mit kostenfreien Vorträgen und Workshops begleitet, deren Teilnehmern in allen Phasen, vom Aussehen bis zur Ernte und Verarbeitung miteingebunden werden. Der Garten wird den ganzen Frühling und Sommer über frei zugänglich sein, sodass sich JedeR einbinden kann sooft, wann und wie er/ sie will. März) wird mit einer Samen- und Pflanzentauschbörse starten. Angeregt von Gerhard Petershofer (Mitglied des Kulturverein KAPU und Perma Norikum), wird in diesem Rahmen über das kritische Thema der neuen EU-Saatgut-Verordnung und Nahrungssouveränität informiert, um das Augenmerk wieder darauf zu richten, was Wirtschaft und Monokultur zerstören und wie man wieder zu einer ausgeglichenen Anbauform zurückkehren kann. Abschließend wird im KAPU-Kino ein Film von dem Buchautor, Landwirt und Permakulturpraktiker/-berater Sepp Holzer gezeigt. Der zweite Tag wird sich dem Gartenbau widmen – es wird ein geräumiges Frühbeet errichtet, Erde umgeschüttet und das ganze KAPU-Areal gartentauglich gemacht. Termine für weitere Workshops, die Aussaat- und Erntetage betreffen werden, Seedbombing, Kräuterkunde- und Wanderung, Verarbeitung der Pflanzen und Kräuter aus dem Garten (u. Pflanzenfarben,…), gemeinsames (Ein-)Kochen, Hofbesuch beim Bio-Bauern Fritz, Vorträge über Permakultur und vieles mehr werden folgen. (Diese werden auf unserem blog bekannt gegeben.) Wieder mehr Bewusstsein einhauchen, in das, was uns täglich umgibt – Ernährung; sich mit dem, was uns Leben schenkt, auseinandersetzen; verstehen, dass Wachstum seine Zeit braucht – vom Samen zur Frucht – und mit Arbeit verbunden ist, die Freude bereiten kann.