Pro Gymnasium

Pro Gymnasium Verein zur Förderung schulischer Vielfalt mit Zielsetzung der Aufhebung der Blockade einer sachlichen Bildungsdebatte und Erhalt des 8jährigen Gymnasiums.

Forderungen von PRO Gymnasium:

1. Aufhebung der Blockade einer sachlichen Bildungsdebatte durch Beendigung der Gesamtschuldiskussion.

2. Erhalt des achtjährigen Gymnasiums (Vielfalt des Angebotes für Vielfalt der Begabungen und Interessen; Wahlmöglichkeit für Eltern).

3. Änderung der Aufnahmekriterien am Gymnasium, längerfristiges Prognoseverfahren statt Notendruck am Ende der Volksschule.

4.

Errichtung zusätzlicher Oberstufen-Standorte (ORG, BMHS) zur Erhöhung der Durchlässigkeit (insbesondere in ländlichen Regionen).

5. Mehr Wertschätzung gegenüber der beruflichen Bildung und den Lehr-(Handwerks-)berufen.

6. Verstärktes Erkennen und Beheben von Defiziten im Kindergarten-, Vorschul- und Volksschulalter, aber auch in der Erwachsenenbildung.

7. Mehr Unterstützungspersonal für Lehrer/innen und Schüler/innen (z.B. Psycholog/inn/en, Sozialarbeiter/innen) und Stärkung der Schulpartnerschaft.

8. Qualitativer Ausbau der ganztägigen Angebote und Verstärkung des kostenlosen Förderunterrichts sowohl für Begabungen als auch für die Kompensation von Defiziten.

10/02/2026

Laut Kronenzeitung plant Bildungsminister Wiederkehr ab dem Schuljahr 2027/28 zwei neue Schulfächer – „Demokratiebildung“ und „Künstliche Intelligenz“ – einzuführen. Die dafür benötigten Stunden sollen durch „ein bisschen weniger Latein“ gewonnen werden. Hinter dieser scheinbar harmlosen Formulierung verbergen sich jedoch tiefgreifende Einschnitte in die Allgemeinbildung an den Gymnasien mit weitreichenden Folgen für deren Absolventen.

Bereits Wiederkehrs Vorgehensweise, seine Pläne über Medien statt direkt mit den Betroffenen zu kommunizieren, zeigt eines deutlich: Von gelebter Demokratiebildung ist er selbst am weitesten entfernt. Eine wertschätzende und transparente Kommunikation mit den Schulpartnern sieht definitiv anders aus.

Ob dem Minister die Tragweite seiner Pläne bewusst ist oder er sie bewusst in Kauf nimmt – die Auswirkungen sind jedenfalls gravierend:

• Kürzungen in Latein und lebenden Fremdsprachen:
In der Oberstufe der Gymnasien sollen von 12 Lateinstunden vier gestrichen werden – also jede dritte. In der Oberstufe an Realgymnasien, wo zwischen Latein und einer zweiten lebenden Fremdsprache gewählt wird, betrifft die Kürzung somit auch die lebenden Fremdsprachen. Sprachen sind kein Auslaufmodell! Sie fördern kritisches Denken, Textkompetenz, Argumentationsfähigkeit und sind essenziell für demokratisches Verständnis, besonders im Umgang mit digitalen Medien und KI.

• Schulautonome Schwerpunkte geraten unter Druck:
Viele Schulen haben schon heute von 12 auf 10 Fremdsprachenstunden in der Oberstufe reduziert, um schulautonome Schwerpunkte anbieten zu können – weil das Ministerium dafür seit Jahren keine zusätzlichen Ressourcen bereitstellt. Die neuen Kürzungen verschärfen diesen Druck.

• Nachteile bei Studienzulassungen:
Für Medizin, Rechtswissenschaften und 45 weitere Studienrichtungen sind mindestens 10 Wochenstunden Latein Voraussetzung. AHS-Maturanten würden diese trotz vier Jahre Latein künftig nicht erfüllen – ein klarer Nachteil im weiteren Bildungsweg.

• Unklare bildungspolitische Perspektive:
Entscheidungen dieser Tragweite brauchen fachliche Expertise, Evidenz und breiten Konsens. Stattdessen erzeugt ein Schnellschuss Verunsicherung: Welcher Gegenstand steht als Nächstes zur Disposition?

Digitale und demokratische Bildung sind wichtig, dürfen jedoch nicht durch die Schwächung der Allgemeinbildung und der Vorbereitung auf die Universität erkauft werden!

Der Kurier fragt nach einer Lösung der Bildungsprobleme. Das Wort Gesamtschule kommt bei 14 Antworten nicht vor.
02/06/2025

Der Kurier fragt nach einer Lösung der Bildungsprobleme. Das Wort Gesamtschule kommt bei 14 Antworten nicht vor.

14/02/2025

Same procedure as every year: Vermeintliches „Allheilwundermittel Gesamtschule“ löst Nahtstellenproblematik mitnichten!

„Wie jedes Jahr um diese Zeit versucht man auch heuer wieder von den Problemen beim Übertritt nach der Volksschule in die weiterführenden Schulen abzulenken und mit dem vermeintlichen Wundermittel ‚Gesamtschule‘ den Betroffenen Sand in die Augen zu streuen“, kommentiert der Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft Tirol Mag. Matthias Hofer die jüngsten Aussagen von Bildungslandesrätin Hagele und Innsbrucks Vizebürgermeisterin Mayr.

Im westlichen Nachbarbundesland Vorarlberg ist man bereits einen Schritt weiter. Dort scheiterte in den letzten Jahren der Versuch, eine Modellregion für die Gesamtschule durchzudrücken, gleich zwei Mal am Widerstand der betroffenen Bevölkerung. Folgerichtig erklärte die Vorarlberger Bildungslandesrätin Schöbi-Fink in einem Interview mit der „Kronenzeitung“ vor wenigen Tagen das Projekt „Gesamtschule“ für beendet.

Bereits 2015 (!) hat die damalige Tiroler Bildungslandesrätin Palfrader eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aller betroffenen Schulpartner zur Verbesserung der Nahtstelle mit 10 eingesetzt. Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe gäbe es – nur werden sie von der Politik konsequent ignoriert und fristen ihr Vorhandensein offensichtlich in einer landhäuslichen Schublade.

„Raus aus der Polit-Bubble, rein in die schulische Realität! Das ist es, was wir an den Schulen dringend brauchen. Eine wie auch immer gestaltete Gesamtschule kann Probleme wie mangelnde Deutschkenntnisse, mangelnde Disziplin und nicht zuletzt mangelndes Lehrpersonal nicht lösen. Im Gegenteil, sie wird die Situation noch verschärfen und die Gesellschaft weiter spalten, wenn finanzkräftige Eltern exklusive Privatschulen bezahlen, um den besagten Problemen auszuweichen. Heißt: Die Professionalisierung der Nahtstelle nach der Volksschule auf Basis der Arbeitsgruppen-Vorschläge ist ein notwendiger erster Schritt in die richtige Richtung“, stellt Hofer abschließend fest.

https://science.orf.at/stories/3227355/Das Märchen von der Bildungsvererbung wird wieder einmal widerlegt ...
29/10/2024

https://science.orf.at/stories/3227355/

Das Märchen von der Bildungsvererbung wird wieder einmal widerlegt ...

Mehr als die Hälfte der Studienanfängerinnen und -anfänger aus Österreich sind Studierende der „First Generation“ – ihre Eltern haben selbst keine Hochschule besucht. Das zeigt die aktuelle Studierendensozialerhebung des Instituts für höhere Studien (IHS) im Auftrag des Bildungsministeri...

Jugendliche, die in wichtigen Lehrberufen für den Klimawandel dringend gesucht sind, werden von einschlägigen Experten d...
11/09/2024

Jugendliche, die in wichtigen Lehrberufen für den Klimawandel dringend gesucht sind, werden von einschlägigen Experten dann als Bildungsabsteiger oder gar als Bildungsverlierer bezeichnet...

Sanieren, installieren, austauschen: Knapp ein Viertel aller Lehrlinge ist in klimarelevanten Lehrberufen tätig, schätzt die Wirtschaftskammer (WKO). Gerade traditionelles Handwerk und Gewerbe sei essenziell, um die Klimaziele und die Energiewende praktisch "auf den Boden zu bringen", sagen Expert...

So ist es!
10/09/2024

So ist es!

Zukunftsvertrag nennt die neue Innsbrucker Stadtregierung ihr Programm, doch die Forderung nach der Gesamtschule darin i...
04/07/2024

Zukunftsvertrag nennt die neue Innsbrucker Stadtregierung ihr Programm, doch die Forderung nach der Gesamtschule darin ist ein Griff in die bildungspolitische Mottenkiste! Die Notwendigkeiten für die Errichtung einer Gesamtschul-Modellregion und die dafür notwendigen Mehrheiten sind gesetzlich im Schulorganisationsgesetz vorgegeben. Die Vorarlberger Landespolitik scheiterte in Lustenau bereits zwei Mal auf diesem Weg am Widerstand der Betroffenen. Nun scheint die Stadtregierung von Innsbruck diesem Schicksal folgen zu wollen.

Wir stehen als Pro Gymnasium klar für das achtjährige Gymnasium und wissen mit dieser Haltung die große Mehrheit der Bevölkerung hinter uns. Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat schon vor Jahren erkannt, welche politische Sprengkraft in der Gesamtschulfrage liegt: "Wer sich am Gymnasium vergreift, überlebt das politisch nicht!" Der neue Innsbrucker Bürgermeister Johannes Anzengruber wird seinen Wählern erklären müssen, warum er jetzt plötzlich für die Gesamtschule ist, während er im Wahlkampf dazu kein Sterbenswörtchen verloren hat!

Einmal mehr wird am Beispiel Innsbruck klar, wie wichtig unsere Initiative für ein differenziertes Schulsystem in Österreich ist und dass es auch in Zukunft heißt, wachsam zu bleiben!

Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er e...
30/03/2024

Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden. Erinnert euch an das, was er euch gesagt hat, als er noch in Galiläa war: Der Menschensohn muss den Sündern ausgeliefert und gekreuzigt werden und am dritten Tag auferstehen.
Lk 24, 5-7

Euch allen ein gesegnetes Osterfest!

22/03/2024
https://orf.at/stories/3345884/Frankreich macht einen bildungspolitischen Salto rückwärts...
17/01/2024

https://orf.at/stories/3345884/

Frankreich macht einen bildungspolitischen Salto rückwärts...

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will die Bildschirmzeit von Kindern begrenzen und testweise Schuluniformen einführen. Die Uniform solle zunächst in 100 Schulen getestet und möglicherweise 2026 flächendeckend eingeführt werden, sagte Macron bei einer großen Pressekonferenz gestern Abend ...

NZZ vom 7.1.2024, das gilt auch für Österreich!
07/01/2024

NZZ vom 7.1.2024, das gilt auch für Österreich!

04/01/2024

Frankreich verabschiedet sich von der Gesamtschule (FAZ vom 27.12.2023):

(...) Reformiert werden soll das Collège, die Mittelstufe (6. bis 9. Klasse), und zwar so radikal, dass das 1975 eingeführte „collège unique“ (die gemeinsame Mittelstufe für alle Schüler) wenn nicht abgeschafft, so doch radikal verändert würde. Attal sieht nämlich vor, in den Fächern Französisch und Mathematik, in denen die jungen Franzosen sich laut Pisa 2023 als ähnlich schwach wie die Deutschen in Deutsch und Mathematik erwiesen haben, eine Leistungsdifferenzierung einzuführen: Die Schüler sollen zu Jahresanfang je einem Test unterzogen und dann in drei Gruppen eingeteilt werden. Der schwächsten Gruppe (maximal sechzehn Schüler) sollen zusätzliche Lehrkräfte zur Verfügung stehen; die „Éducation nationale“, schon heute „Europas größter Arbeitgeber“ (Attal), wird geschätzte 2300 Lehrer einstellen müssen. Da schon heute besonders für die Mathematik aber nicht genügend Kandidaten bereitstehen, ist die Frage, woher sie kommen sollen.

Weitere Maßnahmen verstärken Kontrollen und Leistungsdifferenzierung. So soll das Brevet, die Prüfung am Ende des Collège – bisher eine Formalität –, zur Aufnahmeprüfung für das Lycée werden, mit der Option für Durchfaller, ein Jahr lang diese Oberstufe vorzubereiten. Das Brevet wird von 2025 an auch stärker durch anonyme Klausuren geprägt sein, deren Anteil von 50 auf 60 Prozent steigen soll; die Benotungskriterien sollen verschärft werden. Sitzenbleiben soll wieder möglich werden und nicht mehr der Entscheidung der Eltern obliegen. Attal rechnet mit steigenden Durchfallquoten: „Ich bin für eine Schule der Aufrichtigkeit“, hat er dem Nachrichtenmagazin „L’Observateur“ anvertraut.

Die Leistungsdifferenzierung in der Mittelstufe erinnert an das dreigliedrige Schulsystem deutscher Machart oder zumindest an die in manchen Bundesländern existierende Orientierungsstufe (5./6. Klasse), welche eine Differenzierung nach Schultypen vornimmt. (...)

Adresse

Biberseeweg 25
Mieming
6414

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