04/12/2021
NEOS St.Marien zu Gewalt an Frauen: Anlaufstellen für Betroffene mit zunehmender Belastung
Anlässlich der "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" sprechen NEOS St.Marien dieses Thema auch auf Gemeindebene aktiv an: "Am 17.Jänner ist, nicht unweit von uns, in Aschach an der Steyr der erste Femizid des Jahres passiert. Das Tatmotiv: Hass auf die Ehefrau. Mittlerweile stehen wir österreichweit bei schockierenden 30. Alleine das zeigt, dass das Thema auch bei uns in St.Marien am Stammtisch, in der Schule, oder auch am Fußballplatz angesprochen gehört. Die Hemmschwelle für Frauen, sich tatsächlich helfen zu lassen, ist trotz vieler Maßnahmen immer noch eine zu hohe", sagen NEOS-Gemeindevorstand Thomas Radlgruber und die NEOS-Gemeinderätin Marlene Hofer.
NEOS St.Marien wollen das Thema zudem verstärkt im Gemeinderat ansprechen, sagt Hofer: "Wir NEOS haben uns für die nächsten sechs Jahre ganz klar vorgenommen, diese sozialen Themen nicht nur in den persönlichen Gesprächen, sondern auch in den verschiedenen Ausschüssen einzubringen und hoffen hier auf einen Schulterschluss aller Parteien. Auch in unserer Gemeinde leiden Frauen unter Gewalt, das können und wollen wir nicht ausblenden und werden auch nach dem 10.Dezember weiter auf die Notlagen von Frauen aufmerksam machen."
Unkomplizierte Unterstützung würden Frauen in der Umgebung bereits durch die beiden Frauen-Beratungsstellen im Bezirk Linz-Land bekommen. Das reiche aber gerade in der aktuellen Zeit kaum aus, sagt NEOS-Gemeindeteammitglied Sabine Hechwartner "Die aktuelle Lage und der Lockdown hinterlassen auch hier Spuren, die Belastung durch gehäufte Fälle steigt bei gleichbleibenden Ressourcen stetig an. Der Platz in Frauenhäusern ist grundsätzlich knapp. Seit Herbst ist bei uns im Bezirk eine Übergangswohnung in Enns vorhanden, die zur Zeit ausschließlich Ennserinnen vorbehalten ist. Gerade bei Hilfe für von Gewalt betroffenen Frauen darf aber die Wohnsitzgemeinde der Betroffenen keine Rolle spielen.
NEOS St. Marien fordern daher eine Verankerung eines Budget für Frauen in der Gemeinde und auch auf Landesebene einen weiteren Ausbau der Anlaufstellen - egal ob Hotline, Frauenhaus oder Beratungsstelle - die Hürden für betroffenene Frauen müssen weiter abgebaut werden.