08/08/2026
Aufgrund der aktuellen Diskussion:
Im September 2019 wurde die „Hacklerregelung Neu“ im sogenannten Spiel der freien Kräfte auf Initiative von Abgeordneten aus der Gewerkschaftsbewegung beschlossen und bereits im Herbst 2020 von der damaligen Bundesregierung wieder abgeschafft.
Seit 1. Jänner 2022 ist ein abschlagsfreier Pensionsantritt vor dem 65. Lebensjahr grundsätzlich nicht mehr möglich. Seit 2024 wird zudem das gesetzliche Pensionsantrittsalter der Frauen schrittweise angeglichen und erhöht.
Ab 1. Jänner 2026 werden das früheste Antrittsalter und die erforderliche Versicherungszeit für die Korridorpension schrittweise angehoben: Das Mindestalter steigt von 62 auf 63 Jahre, die erforderlichen Versicherungsmonate von 480 auf 504 Monate (42 Jahre).
Diese Entwicklungen sorgen bei ArbeitnehmerInnen sowie bei unseren FCG-Mitgliedern und FunktionärInnen für großen Unmut.
Die FCG NÖ als ArbeitnehmerInnen-Vertretung findet es daher nur gerecht, wenn Menschen, die bereits 45 Jahre oder mehr gearbeitet und entsprechend lange in das Pensionssystem eingezahlt haben, ohne Abschläge vor dem Regelpensionsalter in Pension gehen können.
Auch Frauen würden im Laufe der Zeit von der Abschlagsfreiheit der Langzeitversichertenregelung profitieren – sobald ihr gesetzliches Pensionsantrittsalter über 62 Jahre liegt. Ein positiver Nebeneffekt wäre eine Erhöhung der Frauenpensionen, die im Durchschnitt nach wie vor viel zu niedrig sind – worauf auch der jährliche Gender Pension Day aufmerksam macht.
Aufgrund der zunehmenden Belastung im Berufsalltag ist es für viele Kolleginnen und Kollegen bereits heute nicht mehr möglich, bis zum aktuellen Regelpensionsalter von 65 Jahren (Männer) bzw. 61,5 Jahren (Frauen) zu arbeiten. Eine weitere Anhebung würde diese Situation verschärfen und dazu führen, dass noch mehr Menschen mit gesundheitlichen Problemen in Pension gehen müssen.
Die FCG NÖ erwartet sich daher:
- die Wiedereinführung der abschlagsfreien Pension nach 45 Arbeitsjahren – auch für die jüngere Generation,
- die Verhinderung einer Koppelung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters an die steigende Lebenserwartung,
-sowie eine gerechte Reform der Schwerarbeiter-Regelung.