19/11/2025
Im Familienland NÖ ist noch Luft nach oben
Um zu sehen, wo Großartiges für Kinder und Familien geleistet wird, haben Nationalratsabgeordnete Silvia Kumpan-Takacs MSc, Bundesrat Martin Peterl, Bürgermeister Ing.Thomas Speigner und die Bezirksfrauenvorsitzende Patricia Katsulis am 17. November 2025 dem Baby-Café der SPÖ-Frauen und dem Kids & Family-Kinderhaus in Korneuburg einen Besuch abgestattet. Doch wendet man den Blick auf das gesamte viel zitierte „Familienland NÖ“ wird rasch klar: Es ist noch Luft nach oben und Vieles “.
Der praktische Blick bestätigt damit die Kompetenz und Qualität des Plans für Niederösterreich, den Landesparteichef Sven Hergovich und der SPÖ-Landtagsklub unter Klubobmann Hannes Weninger gemeinsam mit über 100 ExpertInnen erarbeitet haben.
NRin Silvia Kumpan-Takacs kennt die Probleme und Potentiale der Kinderbetreuung als Elementarpädagogin aus der Praxis. „Sowohl für die Kinderbildung als auch für die Berufsmöglichkeiten gerade der Mütter wäre eine ganztägige, kostenlose Kinderbildung und -betreuung ein gewaltiger Schritt für niederösterreichs Eltern.
Andere Bundesländer zeigen längst vor, worüber im angeblich so familienfreundlichen NÖ noch nicht einmal ernsthaft diskutiert wird. Nur wenn die Betreuungssituation den Bedürfnissen von Kindern und Eltern angepasst werden, gibt es Chancengleichheit für alle. Viele Kinder würden von ganztägiger Förderung, gerade im Bereich der sprachlichen Kompetenzen, profitieren, so Kumpan-Takacs. Die elementarpädagogische Sprecherin des SPÖ Parlamentsklubs macht derzeit eine Tour durch ganz Österreich und verlangt, dass politische Scheuklappen mancher Parteien endlich abgelegt und den Kindern österreichweit einheitlich die besten Bedingungen für ihre Entwicklung geschaffen werden.
„Denn Kinderbildung findet nicht nur 4 Stunden am Vormittag statt. Obendrein sind Frauen, die bei guter Kinderbetreuung wieder Vollzeit arbeiten gehen können, später weniger von Altersarmut und einer Hungerleider-Pension betroffen“, ergänzt der Korneuburger SPÖ-Vorsitzende und Bundesrat Martin Peterl und verlangt auch in NÖ die ganztägige, kostenlose Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr.
Kumpan-Takacs und Peterl verlangen eine bessere Bezahlung der pädagogischen Fachkräfte, beste Rahmenbedingungen, damit diese auch stabiler in ihrem Beruf bleiben können.
Doch zu einem guten Familienland gehört noch viel mehr. Zum Beispiel die Förderung der Kinder und kostenfreie Nachhilfe, ein Gesundheitssystem, das wieder die e-Card im Mittelpunkt hat und kein Zücken der Kreditkarte bei jedem Kinder(wahl)arztbesuch erfordert, oder auch leistbare Mieten gerade für Familien mit Kindern.
Auch hier hält der SPÖ-Plan Lösungsvorschläge bereit. „Es muss bei Umwidmungen zu Bauland ein Teil der Fläche in einen Bodenfond fließen, aus dem dann günstiges Bauland für Familien abgegeben werden kann. Obendrein müsse die Wohnbauförderung endlich zweckgebunden werden, der gemeinnützige Wohnbau mehr gefördert und die Betriebskosten gesenkt werden“, sind einige Forderungen, die Bunderat Martin Peterl formuliert. Denn im Speckgürtel rund um Wien ist schon jetzt Wohnen für Normalverdiener oft nicht mehr leistbar.
In Spillern ist in Sachen kostengünstiger Kinderbetreuung die Gemeinde den Familien zu Hilfe gesprungen. „Wir haben einen Kinderbetreuungsbonus für 2- bis 6-Jährige eingeführt und übernehmen als Gemeinde einen Großteil der Kosten für die Ganztagsbetreuung - egal ob im Kindergarten oder bei Tagesmüttern“, berichtet Bürgermeister Ing. Thomas Speigner.
Dieses an die Karenzzeit angepasste Fördermodell kommt so gut an, dass ab 2026 eine zusätzliche, und damit insgesamt acht Kindergartengruppen in Betrieb gehen werden - allerdings bei sinkenden Ertragsanteilen für die Gemeinden. „Da stellt sich die Frage, ob eine Umschichtung der kargen Budgetmittel weiter gelingt, oder ob solche vorbildlichen Kinderbetreuungsinitiativen von Gemeinden letztlich an der Finanzierung scheitern werden“, ergänzt Bundesrat Martin Peterl. Langfristig müsse der Ganztagskindergarten gratis werden, wie dies in 3 Bundesländern ja geht - aber im „Familienland“ NÖ offenbar nicht.
Bezirksfrauenvorsitzende Patricia Katsulis betonte die frauenpolitischen Schwerpunkte des Guten Plans für Niederösterreich: „Der Plan zeigt klar, was Frauen in Niederösterreich brauchen: besseren Schutz vor Gewalt, schnelle Hilfe in Krisensituationen und wohnortnahe Gesundheitsangebote. Dazu gehören starke Frauenhäuser, ein Frauengesundheitszentrum und gut erreichbare Beratungsstellen. Auch leistbares Wohnen und gezielte Entlastungen für Alleinerzieherinnen sind zentral, damit Frauen ein sicheres und selbstbestimmtes Leben führen können.“
Der Gute Plan für Niederösterreich bietet dafür konkrete Lösungen und er zeigt, welche Partei in Niederösterreich wirklich für die Frauen arbeitet, während die ÖVP/FPÖ-Koalition lieber über Gender-Verbote diskutiert, statt echte Verbesserungen umzusetzen.
Foto (Schingerling) von l.n.r:
SPÖ-Bezirksgeschäftsführer Heinz Scheele, Bezirksfrauenvorsitzende Patricia Katsulis, Bundesrat Martin Peterl, Nationalrätin Silvia Kumpan-Takacs, Michael Polly und Bgm. Thomas Speigner.