12/05/2026
Das Gauder Fest ist eines der größten und traditionsreichsten Volksfeste Tirols und zieht Jahr für Jahr mehrere zehntausend Besucherinnen und Besucher ins Zillertal. Umso bedauerlicher ist es, wenn einzelne Personen mit absolut inakzeptablem Verhalten für negative Schlagzeilen sorgen und damit dem gesamten Fest, der Region und dem Land Tirol schaden.
Klar ist: Nationalsozialistische Parolen, „Sieg Heil“-Rufe oder jede Form extremistischer Wiederbetätigung haben auf einem Volksfest und in unserer Gesellschaft keinen Platz. Solche Vorfälle sind entschieden zu verurteilen, lückenlos aufzuklären und dürfen keinesfalls verharmlost oder entschuldigt werden.
Gleichzeitig darf aber nicht ein gesamtes Fest mit tausenden friedlichen Besucherinnen und Besuchern wegen einiger weniger „Sonderlinge“ pauschal an den Pranger gestellt werden. Die überwältigende Mehrheit feiert friedlich, respektvoll und im Sinne der Tiroler Tradition.
Mit großer Aufmerksamkeit haben wir die Berichterstattung sowie die Diskussionen in den sozialen Medien verfolgt. Umso mehr irritiert uns, dass bislang keine klare und unmissverständliche Verurteilung dieser Vorfälle seitens der FPÖ Tirol wahrnehmbar war. Gerade bei derartigen Ereignissen braucht es eine eindeutige Haltung ohne Relativierung und ohne Schweigen.
Wer politische Verantwortung tragen will, muss sich klar von Extremismus und nationalsozialistischem Gedankengut distanzieren. Dazu erwarten wir uns eine eine klare Stellungnahme der FPÖ Tirol.