31/08/2026
Autos im Wohngebiet darf man gerne in ihrer Gesamtheit betrachten.
Wir sind selbstverständlich für Verkehrsberuhigung in Wohngebieten. Aber solange Menschen für viele Wege ans Auto gebunden werden, brauchen diese Autos irgendwo Platz. Auch die Anrainerinnen und Anrainer rund um den Bahnhof fahren mit ihren Autos anderswohin und erwarten dort, dass dafür Raum vorhanden ist.
Genau deshalb ist ein Parkplatz am Bahnhof nicht vergleichbar mit den vielen anderen Versiegelungsprojekten, mit denen wir regelmäßig konfrontiert werden: Er ermöglicht, dass Menschen dort vom Auto auf die Bahn umsteigen und nicht mit dem Auto bis zu ihrem eigentlichen Ziel weiterfahren - und entlastet andernorts, wenn auch jedem bewusst sein sollte, dass jede Autoinfrastruktur langfristig Autoverkehr erzeugen wird.
Natürlich entlastet ein Ausbau im Norden nicht automatisch genau jene Straße, vor deren Haustür zusätzliche Stellplätze entstehen. Diese Sorge ist nachvollziehbar und muss bei Zufahrt, Lärm und Verkehrsführung ernst genommen werden!
Für das Gesamtsystem können diese Parkplätze trotzdem sinnvoll sein. Denn wenn wir Autoverkehr reduzieren wollen, müssen wir den Umstieg dort ermöglichen, wo er tatsächlich stattfinden kann.
Langfristig brauchen wir weniger Abhängigkeit vom Auto und endlich echte Maßnahmen für Öffis und Fahrrad in Vöcklabruck - und weniger Fläche für Autos. Bis wir dort sind, ist ein Parkplatz beim Bahnhof aber vermutlich ein verhältnismäßig sinnvoller Ort, an dem Autos stehen können - auch wenn er sinnvollerweise von Menschen genützt werden sollte, die von außerhalb kommen - innerhalb VB brauchen wir dringend Entlastung.
Ps: es ist eine große Chance für eine barrierefreie Freileitenunterführung! :)