15/04/2025
"Justiz Athleta" angelobt.
Am 14. April 2025 fand im Bundesministerium für Justiz der Willkommensempfang, sowie die feierliche und formelle Angelobung der Spitzensportler:innen statt.
Mit Etablierung eines Spitzensportkaders auch im Jusitzressort (wie auch bei Polizei, Bundesheer und Finanz), bietet der Staat Personen, die sich im Spitzensport unterschiedlicher Disziplinen qualifizieren die Möglichkeit, eine Berufsausbildung zu absolvieren und weiterhin ungestört ihre Trainings und Wettkämpfe zu absolvieren und somit Österreich als Sportnation international bestmöglich zu vertreten.
Grundsätzlich unterstützt die Kameradschaft der Exekutive als Gewerkschaftsfraktion dieses Projekt, um auch die Berufsgruppe der Justizwache und den Strafvollzug als Gesamtes, medial in ein besseres und auch "richtigeres" Licht rücken zu können und damit Berufssuchenden einen anderen Blickwinkel auf den Strafvollzug zu ermöglichen.
Trotz aller positiver Medienberichterstattung und Unterstützung, darf nicht darüber hinweggetäuscht werden, dass auch der Strafvollzug und speziell die Berufsgruppe der Justizwache, mittlerweile von der europaweiten Herausforderung des "Fachkräftemangels" immer stärker, betroffen ist.
Nicht nur, dass viel zu wenige Auszubildende in den Grundausbildungslehrgängen ausgebildet werden, sind auch wir von dem "Trend" des häufigen Berufswechsels betroffen. Man sieht dies deutlich an den Zahlen der Austritte innerhalb der ersten Berufsjahre.
Hier gegenzusteuern, das Berufsbild attraktiver und den Strafvollzug als für die Gesellschaft wichtigen Dienstgeber darzustellen, ist auch unsere Aufgabe als Dienstnehmer:innen-Vertretung. Dessen Verantwortung nehmen wir in unseren Verhandlungen und Beratungen mit der Dienstbehörde wahr und bringen uns aktiv und lösungsorientiert in die Gespräche ein.
In diesem Sinne, wünschen wir den 29 Sportlerinnen und Sportlern auf ihrem Weg viele Erfolg und freuen uns, sie nach ihrer sportlichen Karriere, als wertvolle Mitarbeiter:innen im Strafvollzug, in einer unserer Dienststellen antreffen zu dürfen.
Fotos: (c) BMJ