Meine Meinung

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03/09/2026

Kopftuchverbot bis 14 an Schulen in Österreich. Wie ungeschickt kann man das bitte machen?
Warum schaut man nicht nach Europa, wo das an manchen Orten problem- und diskussionslos seit jeher funktioniert? In der Bretagne ist schon immer in den Schulen lt. Schulordnung das Tragen aller Kopfbedeckungen in den Schulgebäuden untersagt. Keine Kappen, keine modischen Hauben, keine Turbane, keine Bandanas, keine Kopftücher. Die werden beim Betreten der Schule abgelegt. Diskussionslos. Es braucht keine Gesetze, wer die öffentliche Schule gratis besuchen will, akzeptiert ihre Regeln und Bedingungen.
Auch beim Schulessen wird nicht lange gefackelt. Unterricht ist meist von 8.30 bis 16.30 mit einer Stunde Mittagspause. In der Bretagne wird viel Fleisch aller Art gegessen. Wem das in der Schule angebotene Essen nicht passt, nimmt sich selber was mit oder isst die Beilage. Kein Anpassen an Spezialwünsche oder individuelle Befindlichkeiten, die alles komplizieren und verteuern.
Also: Nicht lang reden, einfach tun.

24/08/2026

Stichwort "Sommerschule". Die einen verkaufen sie als Erfolg aufgrund der hohen Anmeldezahlen. Die anderen als Misserfolg, weil ein funktionierendes Bildungssystem keine Sommerschule braucht. Aber keiner redet darüber, WARUM überhaupt in den Schulen zu wenig Wissen bei den Kindern und Jugendlichen hängenbleibt.
Es liegt daran, dass die wichtigste Voraussetzung nicht erfüllt ist: Nämlich, dass Schülerinnen und Schüler tatsächlich etwas lernen wollen. Dass ihnen im Elternhaus vermittelt wird, dass Bildung einen Wert hat und dass sie auch Pflichten zu erfüllen haben. Aktuell ist es eher so, dass Erziehungsberechtigte die Schule als Betreuungsstätte sehen. Wenn Herr Sohn und Frau Tochter faul sind und schlechte Noten haben, wird die Schuld im Schulsystem gesucht. Schülerinnen und Schüler sitzen die Zeit im Unterricht motivationslos ab, bis sie endlich wieder an ihre Handys können. Sie zeigen keinerlei Intention zu lernen.
Jemand, der kein Interesse hat, Klavierspielen zu lernen und Musik nicht liebt, wird sich nicht die Mühe machen, täglich zu üben. Schülerinnen und Schüler, die sich gar kein Wissen aneignen wollen, die alles Unangenehme ablehnen und die es als selbstverständlich ansehen, dass Schule gratis ist, werden im besten Schulsystem nicht vorwärts kommen.
Die aktuelle Schülerinnengeneration ist nicht an Bildung interessiert, bringt nicht die nötige Frustrationstoleranz auf, um Deutsch zu üben oder das Einmaleins zu lernen. Es liegt nicht nur an der Schule. Verlagert den Fokus doch bitte endlich auf Eltern und Kinder. Denn im Schulgesetz steht, dass der Erfolg in Zusammenarbeit erreicht werden soll. Es ist an der Zeit, dass Schülerinnen, Schüler und Eltern ihren Beitrag leisten und Verantwortung übernehmen. Und ja: das kostet Zeit und Energie. Blöd, wenn einem Werbung und soziale Medien ständig weismachen will, dass das Leben nur aus Genuss und Spaß besteht und jeder diese Lüge gerne glaubt. Irgendwann kommt das Ende der Täuschung. Herzlich willkommen in der Realität.

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