17/07/2026
💡 𝗦𝗼𝗳𝘁 𝗦𝗸𝗶𝗹𝗹𝘀: 𝗗𝗮𝘀 𝗙𝘂𝗻𝗱𝗮𝗺𝗲𝗻𝘁 𝗲𝗿𝗳𝗼𝗹𝗴𝗿𝗲𝗶𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗜𝗻𝗻𝗼𝘃𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻
Europa investiert Milliarden in Innovation, Digitalisierung und Transformation. Doch in der Praxis zeigt sich: Der entscheidende Engpass liegt selten im Wissen oder in der Technologie – sondern in der Fähigkeit, dieses Wissen gemeinsam wirksam einzusetzen.
Eine europaweite Erhebung im Rahmen des Interreg-Projekts x-Inno Radar belegt das deutlich: Rund drei Viertel der Befragten nennen Kommunikation, Problemlösung und Zusammenarbeit als zentral für ihren beruflichen Erfolg – gleichrangig mit fachlichen Qualifikationen. Zugleich hat die Mehrheit nie eine strukturierte Ausbildung in diesen Kompetenzen erhalten. Soft Skills entstehen meist „nebenbei" – abhängig von Unternehmenskultur, Führung und regionalen Netzwerken. Genau dort, wo sie fehlen, zeigen sich die größten Herausforderungen: in der internen Kommunikation, im Umgang mit technologischem Wandel und bei der Bindung von Mitarbeiter*innen.
Das ist kein individuelles, sondern ein strukturelles Problem. Die im Comparative Report des x-Inno Projekts zusammengeführten Umfrageergebnisse zeigen zudem deutliche Unterschiede zwischen Regionen und Arbeitskulturen – und damit, dass es keine Einheitslösung geben kann.
Die zentrale Frage lautet daher: Wie lassen sich Rahmenbedingungen schaffen, die die Entwicklung von Soft Skills systematisch fördern, statt sie dem Zufall zu überlassen? Die Antwort liegt in einem integrierten Ansatz: Soft Skills müssen fest in Bildungs- und Arbeitsstrukturen verankert werden – eine Forderung, die laut Erhebung von einer überwältigenden Mehrheit der Befragten unterstützt wird. Ergänzend braucht es Räume für praktisches Lernen: interdisziplinäre Projekte, Mentoring und gezielte Trainingsformate. Digitale und KI-gestützte Werkzeuge können dabei unterstützen – als Erweiterung, nicht als Ersatz menschlicher Fähigkeiten.
Das Fazit: Innovation entsteht nicht allein durch Technologie oder Investitionen, sondern dort, wo Menschen gemeinsam denken, entscheiden und handeln können. Wer Regionalentwicklung ernst nimmt, muss diese Kompetenzen ins Zentrum rücken – nicht als Ergänzung, sondern als Fundament.
Quelle: x-Inno Radar Comparative Report (2026), erstellt auf Basis einer europaweiten Umfrage im Rahmen des Interreg Central Europe Projekts x-Inno Radar: Comparative Reporthttps://www.oteloegen.at/wp-content/uploads/2026/07/Comparative_report_FINAL_TOCSurvey.pdf
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