10/05/2026
Heute ist Muttertag und Mütter leisten Unglaubliches - jeden Tag. Sie organisieren, trösten, spielen, arbeiten, kümmern sich und tragen oft die Verantwortung für die ganze Familie. Das verdient echte Anerkennung! Doch Mütter haben mehr verdient als einen Feiertag, der Mutterschaft und Aufopferung idealisiert und als selbstverständlich voraussetzt.
Die tägliche Arbeit, die unsichtbare Belastung und der gesellschaftliche Druck werden kaum wahrgenommen. Mutterschaft wird oft als „natürlich“ vorausgesetzt, statt als das anerkannt zu werden, was sie ist: harte Arbeit.
Am Arbeitsmarkt zeigt sich diese fehlende Anerkennung deutlich: Mütter sind häufiger in Teilzeit beschäftigt – oft nicht freiwillig, sondern weil Betreuungsangebote fehlen oder Arbeitszeiten unflexibel sind. Wer Vollzeit arbeitet, sieht sich hingegen schnell mit Egoismus-Vorwürfen konfrontiert. Diese Doppelbelastung und die eingeschränkten Wahlmöglichkeiten führen langfristig zu Einkommensnachteilen und niedrigeren Pensionen.
In Wien sorgen wir mit konkreten Maßnahmen für echte Gleichstellung und Wahlfreiheit:
👉Der gratis Kindergarten, mehr als 120 Ganztagsschulen & günstige Ferienbetreuungen erleichtern die Vereinbarkeit von Beruf und Betreuung
👉Das Programm des waff „Karenz und Wiedereinstieg“ unterstützt Wiener:innen vor, während und nach der Karenz mit Beratung, Workshops und finanzieller Förderung für Aus- und Weiterbildungen
👉Das FEM Frauengesundheitszentrum bietet Unterstützung zu Themen wie Vorsorge, Schwangerschaft, psychische Gesundheit, Sexualität, Ernährung oder Elternschaft.
Der Muttertag soll Freude machen – für alle, die ihn feiern. Er kann Gleichberechtigung, Selbstbestimmung, eine faire Verteilung von Sorgearbeit sowie gleiche Löhne und Pensionen aber keinesfalls ersetzen. Denn Mütter verdienen mehr als einen Tag. Sie verdienen eine Gesellschaft, die ihre Leistung sieht, anerkennt und entsprechend handelt.