Wiener Stadt- und Landesarchiv

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Die neue Skartierungsordnung ist seit dem 1. Juli in Kraft. Sie bringt für das Wiener Stadt- und Landesarchiv wesentlich...
12/08/2026

Die neue Skartierungsordnung ist seit dem 1. Juli in Kraft. Sie bringt für das Wiener Stadt- und Landesarchiv wesentliche Verbesserungen, insbesondere durch die Festschreibung der Rolle der Aussonderungsbeauftragten in den Dienststellen. Damit hat jede Dienststelle nun eine Fachkraft vor Ort, die für die Umsetzung von Akten-, Daten- und Skartierungsplänen, für die Aussonderung sowie für die Verwaltung und Übergabe von noch vorhandenen Papierakten verantwortlich ist. Die neue Skartierungsordnung sichert damit über den gesamten Lebenszyklus der Akten eine hohe Qualität der Aktenführung von der Erstellung bis zur fachgerechten Aussonderung.

Die Leopoldstadt war eines der Zentren des jüdischen Lebens im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. 1854 erhielt die j...
08/08/2026

Die Leopoldstadt war eines der Zentren des jüdischen Lebens im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. 1854 erhielt die jüdische Kultusgemeinde die kaiserliche Genehmigung zum Bau einer großen Synagoge, um den religiösen Bedürfnissen der wachsenden jüdischen Bevölkerung zu entsprechen. Erstmals war es der jüdischen Gemeinschaft gestattet, ein Gotteshaus zu errichten, das nach außen sichtbar war. Von 1855 bis 1858 wurde nach Plänen von Ludwig von Förster in der Tempelgasse 3-5 eine Synagoge errichtet.

Im Gegensatz zum Stadttempel, der noch hinter einem Zinshaus errichtet werden musste, da für nichtkatholische Gotteshäuser die Sichtbarkeit direkt an der Straße verboten war, konnte der Leopoldstädter Tempel auch nach außen prunkvoll gestaltet werden. Seine beeindruckenden, unverputzten Fassaden bestanden aus verzierten, gebrannten roten und gelben Tonziegeln. Neben maurischen Stilelementen wurden auch assyrische und arabische Vorbilder verwendet. Im Zuge des Novemberpogroms wurde der Leopoldstädter Tempel vollständig zerstört.

Mehr dazu im 👉https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Leopoldst%C3%A4dter_Tempel

Die Katastralaufnahme der ehemaligen Wiener Vorstädte aus dem Jahr 1863 ist eine kartografische Quelle von enormer Bedeu...
05/08/2026

Die Katastralaufnahme der ehemaligen Wiener Vorstädte aus dem Jahr 1863 ist eine kartografische Quelle von enormer Bedeutung für die Entwicklung der Stadt. Die detaillierte und farblich kodierte Darstellung ist nicht nur äußerst präzise, sondern enthält auch wichtige Informationen wie Konskriptionsnummern, Grundstücksnummern, ehemalige Vorstadtgrenzen und Bezirksgrenzen.

Da die Katasterpläne als Grundlage für die amtliche Begehung der 1850 neu geschaffenen Bezirke dienten, bürgen Unterschrift und Stempel der Bezirksvertretung für die Richtigkeit der Aufnahme. Alle Pläne sind nicht nur im Wiener Archivinformationssystem (WAIS) digital verfügbar, sondern auch im Wien Geschichte Wiki auf einer Blattübersicht bequem einsehbar.

Mehr dazu im 👉 https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Katastralplan,_ehemalige_Vorst%C3%A4dte_(1863)

Der Frauenwohltätigkeitsverein Providentia wurde 1874 als Reaktion auf die schlechte wirtschaftliche Situation nach dem ...
01/08/2026

Der Frauenwohltätigkeitsverein Providentia wurde 1874 als Reaktion auf die schlechte wirtschaftliche Situation nach dem Börsenkrach 1873 mit dem Zweck gegründet, jüdische Frauen in der Weißgerbervorstadt finanziell zu unterstützen. Über die Jahre änderte der Verein mehrmals seinen Namen und seine Unterstützungstätigkeiten. Erst seit 1887 führte er den Namen Providentia.

Ab 1911 betrieb der Verein ein Wohltätigkeitsheim für Kinder mit mentalen Beeinträchtigungen. Während des Ersten Weltkriegs wurde dort auch ein Kindergarten für Kinder von einberufenen Soldaten und Flüchtlingen geführt. 1925 wandelte man die Einrichtung in ein Mädchenblindenheim um und konzentrierte sich fortan vor allem auf die berufliche Ausbildung junger blinder Frauen. 1938 wurde der Verein von den Nationalsozialisten aufgelöst und das Heim enteignet. Die Vereinsakten der Providentia werden heute im Wiener Stadt- und Landesarchiv aufbewahrt.

Mehr dazu im 👉https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Frauenwohlt%C3%A4tigkeitsverein_Providentia

Dieses Jahr feiert die Albertina ihr 250-jähriges Bestehen. Am 4. Juli 1776 übergab der kaiserliche Gesandte in Venedig ...
29/07/2026

Dieses Jahr feiert die Albertina ihr 250-jähriges Bestehen. Am 4. Juli 1776 übergab der kaiserliche Gesandte in Venedig eine Sammlung von Kupferstichen an Herzog Albert von Sachsen-Teschen und Marie Christine. Damit begann eine intensive Sammlungstätigkeit, die bis heute fortgesetzt wird. Die Sammlungen enthalten mehr als 44.000 Zeichnungen und rund 1,5 Millionen druckgraphische Werke sowie Gemälde, Fotos und Architekturzeichnungen von diversen Künstlerinnen und Künstlern wie Albrecht Dürer, Rembrandt van Rijn, Gustav Klimt, Egon Schiele, Maria Lassnig, Corinne Wasmuht und Katharina Grosse. Das heute als Albertina bekannte Kunstmuseum beherbergt damit eine der wertvollsten, größten und kunsthistorisch bedeutendsten graphischen Sammlungen der Welt.

Mehr dazu im 👉 https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Albertina

Neben wohltätigen und religiösen Vereinen spielten auch die Sportvereine eine große Rolle im Leben der Wiener Jüdinnen u...
25/07/2026

Neben wohltätigen und religiösen Vereinen spielten auch die Sportvereine eine große Rolle im Leben der Wiener Jüdinnen und Juden. Das wohl bekannteste Beispiel eines jüdischen Sportvereins ist der Sportclub Hakoah. Hakoah ist hebräisch für „Kraft“. Die Vereinsfarben waren Blau-Weiß. Der Verein wurde im Sommer 1909 gegründet und betrieb mehrere Sportarten wie Fußball, Leicht- und Schwerathletik, Winter- und Wassersport.

Nachdem zunächst der "Birnerplatz" in Floridsdorf als Sportstätte genutzt wurde, bezog der Verein ab 1922 am Donauufer, zwischen Krieau und Praterkai, das Hakoah-Stadion, das ein Fußball-, ein Handball und ein Hockeyfeld, sechs Tennisplätzen, eine Laufbahn sowie eine Holztribüne umfasste und bis zu 25.000 Zuschauern und Zuschauerinnen Platz bot. Das Aushängeschild des Vereins war die Fußballmannschaft, die in der Saison 1924/1925 den österreichischen Meistertitel gewann und auch international erfolgreich war. Der Verein wurde 1945 neugegründet und besteht bis heute.

Mehr dazu im 👉 https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Sportclub_Hakoah

DIMAG feiert heuer sein 20-jähriges Bestehen. DIMAG steht für „Digitales Magazin“ und bezeichnet eine modulare Software ...
22/07/2026

DIMAG feiert heuer sein 20-jähriges Bestehen. DIMAG steht für „Digitales Magazin“ und bezeichnet eine modulare Software zur digitalen Archivierung. Aus Anlass des Jubiläums wurde ein Fotowettbewerb ausgeschrieben, bei dem unser Beitrag mit diesem Foto den 2. Platz erreichte. Als Preis erhielten wir neben einer Siegesurkunde auch ein selbstgebackenes DIMAG Cookie Package (DCP). Wir gratulieren dem DIMAG-Verbund herzlich!

Wien ist seit rund zwei Jahren Teil des Netzwerks der Weltgesundheitsorganisation für "Age-Friendly Cities and Communiti...
22/07/2026

Wien ist seit rund zwei Jahren Teil des Netzwerks der Weltgesundheitsorganisation für "Age-Friendly Cities and Communities". Altersfreundliche Strukturen sollen in den Bereichen Wohnen, Verkehr und Mobilität, öffentlicher Raum, soziale Teilhabe, Vielfalt und Respekt, Engagement und Beschäftigung, Versorgung und Sicherheit sowie Kommunikation und Information geschaffen werden. Ein konkretes Beispiel hierfür sind Mindestzeiten bei Ampelschaltungen, die mobilitätseingeschränkten Personen eine sichere Querung von Schutzwegen ermöglichen sollen.

Mehr dazu findet man in der Infodat Wien: https://www.wien.gv.at/infodat/ergdt?detvid=198816

Am Eckgrundstück Braunhubergasse/Hugogasse im 11. Wiener Bezirk stand von 1899 bis 1938 die Vereinssynagoge des "Israeli...
18/07/2026

Am Eckgrundstück Braunhubergasse/Hugogasse im 11. Wiener Bezirk stand von 1899 bis 1938 die Vereinssynagoge des "Israelitischen Tempelvereins Simmering". Das nach Plänen des Architekten Jakob Gartner errichtete Gebäude wurde am 24. August 1899 feierlich eröffnet und bot 382 Menschen Platz.

Die Synagoge war das soziale, religiöse und kulturelle Zentrum der Simmeringer Jüdinnen und Juden. In ihren Räumen wurde eine hebräische Sprach- und Bibelschule eingerichtet und ab 1904 fand jeden Freitagabend ein Jugendgottesdienst statt. Auch ein Frauenwohltätigkeitsverein, der hilfsbedürftige Frauen und Waise materiell unterstützte, hatte seinen Sitz im Simmeringer Tempel. Während des Novemberpogroms wurde die Synagoge durch die Nationalsozialisten zerstört.

Mehr dazu im 👉 https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Simmeringer_Tempel

Unser Archivgut wird laufend für wissenschaftliche Publikationen verwendet. Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums des...
15/07/2026

Unser Archivgut wird laufend für wissenschaftliche Publikationen verwendet. Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums des Amalienbads zeichnen Lilli Bauer und Werner T. Bauer in ihrem Buch „Auch für Nicht-Schwimmer. 100 Jahre Amalienbad und das Bäderwesen im Roten Wien“ die Geschichte der Wiener Badeanstalten nach. Das Werk wird unter anderem durch Abbildungen aus dem Fotoarchiv Gerlach und durch Fotos des Presse- und Informationsdienstes ergänzt.

Mehr dazu: https://dasrotewien-waschsalon.at/sonderausstellung/auch-fuer-nichtschwimmer

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