Orf. Vienna Underground

Orf. Vienna Underground Dangerous, disciplined, sometimes braying laughter....
Self-help group from homeless surveyed in Vienna

Ewald Weingartner, mein  kürzlich verstorbener und in manchen sehr schwierigen Zeiten mein einziger Freund, der mir treu...
10/04/2021

Ewald Weingartner, mein kürzlich verstorbener und in manchen sehr schwierigen Zeiten mein einziger Freund, der mir treu zur Seite stand, hatte immer ein geduldiges, offenen Ohr für mich und war so mein engster Vertrauter über viele Jahre hin. Er war außergewöhnlich hilfsbereit und man konnte sich auf ihn hundert Prozent verlassen, sei es, dass er meine Katze in meiner Abwesenheit betreute, sei es, dass er, wenn ich darniederlag, für mich das nötigste einkaufen ging und mir in meiner Isolation Gesellschaft leistete. Wie ich, hatte er nur wenige Kontaktpersonen und lebte äußerst zurückgezogen, das verband uns. Doch er hatte im Gegensatz zu mir seit seiner Jugend nicht einen einzigen Anverwandten, der mit ihm in Verbindung stand.
Seine Kindheit war schauerlichst, und er wurde vom ganzen Leben schwer geprüft. Bis zuletzt wurde er von schlimmsten Albträumen seinen Vater betreffend heimgesucht. Trotzdem hat er seinen feinsinnigen Humor nicht verloren, der mir das Leben erhellte.
Als er jünger war, hat er alle Kontinente bereist und hatte so einen großen Schatz an Erzählungen parat. Es war immer spannend ihm zu lauschen. Seine Welt war bunt, voll spannender, reicher Erinnerungen und er langweilte sich auch ohne fernzuschauen meist alleine still sitzend nicht. Gute, zeitgenössische Musik liebte er. Für mich war er der Fels in der Brandung, der mir oft das Schicksal erträglich machte und ich werde ihn immer liebevoll im Geist und Herzen bewahren. In meinem Empfinden ist er ein Heiliger.
Die Bilder zeigen ein Porträt und die letzte Ruhestätte von ihm. Am Mittwochvormittag wurde er beigesetzt, in einer Urne am Kahlenberg über den Dächern von Wien in einem unscheinbaren Wäldchen unter einem jungen Baum... Er ist fast spurlos von der Erde verschwunden, doch die Erinnerung an ihn lebt und wird nicht ins Vergessen geraten. Sein Leben birgt in sich eine Fülle an Geschichten.
Karoline Rossacher

Lieber Dave Dempsey! Liebes Team von Radio  .FM4!Der frühe Sonntagmorgen mit heimeliger, ansprechender Moderation ist mi...
19/07/2020

Lieber Dave Dempsey! Liebes Team von Radio .FM4!
Der frühe Sonntagmorgen mit heimeliger, ansprechender Moderation ist mir die liebste Zeit der Woche. Die Stadt schläft noch, und die Atmosphäre ist klar.
Gestern war ein harter Tag. Das Aufsehen, das ich durch die Veröffentlichung der dunklen Geschäfte meines Vaters Harro Berger erreicht habe, schürt leider die latente Todesangst. Diesem Hass entgegenzutreten braucht sehr viel Kraft.
Zum Glück nahm sich mein Freund Thomas Wimmer fast den ganzen Tag Zeit für mich und verhalf mir zu Selbstbewusstsein, Durchhaltekraft und Mut. Er ist einer der härtesten Krieger, die ich kenne, und er ist mein Bodyguard. Er hat diverse Nahkampfausbildungen beim Berufsheer absolviert, und untergräbt Autoritäten. Deshalb wurde er dort unehrenhaft entlassen. Sein Kampfgeist ist ungebrochen.
Mein Freundeskreis besteht aus wilden Männern, die mich als ihresgleichen behandeln... Was gibt es besseres? Das hat kaum eine Frau geschafft, und gemeinsam sind wir ziemlich unschlagbar.
Gewohnt unter den widrigsten Umständen zu überleben gehen wir auch gemeinsam durch das seelische Feuer, und kommen gestärkt weiter voran.
Dass die untersten Klassen die Macht übernehmen wurde niemals erwartet. Die High Society soll ordentlich zittern und in ihre Abgründe untertauchen.
Ihre Macht ist gebrochen. Das ist genug Grund zu feiern, was wir still im Kämmerchen tun.
Herzlichste Grüße,
Karoline Rossacher

12/07/2020

Der Sonntagmorgen ist meist von Frieden geprägt. Die meisten Zuhörer schlafen, die Atmosphäre ist klar und beschaulich, und die Moderation der >Morning Show< auf Radio Fm4 wird nicht durch Geplänkel gestört.
Gestern Vormittag schien die Welt schon wieder aus den Fugen zu geraten und ich war am Kollabieren. Erst die doppelte Notfallmedizin brachte eine gewisse Erleichterung. Um diese Zeit überfällt mich die Angst eher selten.
Der Anlass war, dass mich einer meiner engsten Freunde besuchte, der ziemlich verstört und psychotisch war. Seine Krankheitssymptome ähneln den meinen. Wie sind Oma und Opa in der Szene.
Er lagert gerne unter der Nordbrücke.
In der Nacht kamen plötzlich über hundert Leute.
Eine Soundanlage wurde aufgebaut und bis in die Morgenstunden wurde illegal getanzt und gefeiert. Er sah seine Aufgabe darin, ein mächtiges Feuer zu entfachen und zu bewachen. Als Menschenfreund war er vom Publikum angetan.
Zurück ließen die Partygäste einen Berg von Müll. Säckeweise sammelte er ihn alleine stundenlang ein. Normalerweise ist der prädestinierte Platz der sauberste Platz unter einer Brücke an der neuen Donau, so werden die ärmsten geduldet. Ich finde das einfach unmöglich. Der Party Kultur stehe ich sowieso sehr skeptisch gegenüber und sehe wenig Sinn dahinter.
Noch dazu ist seine Geldtasche und sein Schlüssel für sein 10 qm großes Zimmer in einem Caritas-Heim verloren gegangen, der sehr teuer kommt. Er fühlt sich dort nicht wohl da er von anderen Insassen gemobbt wird, muss aber bleiben, wenn er die Chance auf eine Gemeindewohnung halten will. Ein Hauptwohnsitz ist Pflicht. Die Miete beträgt 280 Euro im Monat, das ist um einiges mehr als mein gemütliches Zuhause kostet. Sozial finde ich das nicht. So mancher würde da durchdrehen, völlig mittellos und krank. Er verdient größten Respekt. Unter den aller widerlichsten Umständen hat er überlebt, und das mit großer Würde. Sein Vertrauen zu haben ehrt mich sehr.

05/04/2020

Hier habe ich zauberhafte, neue Trachten Puppen. Sie sind liebevoll verarbeit, mit Liebe zum Detail und sind so ein wertvolle Sammlerstücke.
Sie können gegen eine angemessene Spende für unsere Selbsthilfegruppe
★☭ᐓ♥Vienna Underground♥ᐗ☭★
erworben werden.
Es fehlt an allem... Wohnraum muss nicht nur geschaffen werden, sondern gehört auch gemütlich gestaltet. Meine obdachlos erfahrenen Freunden müssen das erst einmal lernen, und etwas Kapital täte sicher auch gut damit man Material zum Herrichten von Wohnungen anschaffen kann. Manche leben auf sage und schreibe auf 10 qm.
Ein Plan ist es auch, einen Raum zu mieten, damit diese Männer ihre Kinder unter Aufsicht in einer heimeligen Atmosphäre sehen können. Ich habe eine heilpädagogische anthroposophische Ausbildung und viel Erfahrung mit sogenannt schwierigen Kindern. Die Vaterrolle muss unbedingt ausgebaut werden.
Sekretariat: Karoline Rossacher
+43 665 65570654

Liebes Team!  Eure Gegenwart ist nun wirklich Staatstragend und Ihr schafft eine heimelige Atmosphäre in einer neuen Ära...
20/03/2020

Liebes Team!
Eure Gegenwart ist nun wirklich Staatstragend und Ihr schafft eine heimelige Atmosphäre in einer neuen Ära.
Mir persönlich geht es so gut wie selten. An die Isolation und die Apokalypse bin ich gewöhnt, so bin ich eindeutig im Vorteil.
Die Eroberung durch die Fledermaus ist sehr effizient und schafft es die Erde zu einer zentralistischen Diktatur umzugestalten.
Früher erlebte ich eins zu eins die allerschrecklichsten Kriege aufgrund langer, schwerster Psychosen, die hauptsächlich aus der Angst vor den Eltern, Harro Berger und Franziska Stejskal Rossacher und einiger andere Familienmitglieder, unter anderem Hannes Rossacher, Walter Rossacher und Roland Berger entsprang, die mir als Kind immer mit dem schlimmsten drohten, falls ich redete. Daher kommt, dass ich immer mehr über wichtige Sachen geschrieben habe als gesprochen. Das tat ich nie viel, oft war ich so gut wie stumm.
Oft lag ich buchstäblich völlig zerstört und mittellos in der Gosse, wo mir die Verwandtschaft regelmäßig den Todesstoß geben wollte. Nur Polizeigewalt und Intensivmedizin hielt mich am Leben, und ich war oft völlig mittellos. Die Ausgleichszulage der Mindestpension gestaltet sich für mich wirtschaftlich erträglich.
Damals, in den Jahren um 2005 herum belagerte ich den Sender mit vollkommen psychotisch in gnadenloser Intensität. Du, lieber Hal Rock, Dave Dempsey und Stuart Freeman sind Zeugen dieser Zeit. Ich war vollkommen verloren und ohne Euch hätte ich nie durchgehalten.
Nach all dem Erlebten gestaltet sich die globale Katastrophe für mich eher heiter. Meine Paranoia sind weniger geworden. Und das betrifft nicht nur mich, sondern auf für manche verloren geglaubten Freunde auch. Unerwartet sind wir aus dem Untergrund aufgetaucht. Unter den allerschlimmsten Zuständen am Rand der Gesellschaft dahinvegetierend sind wir zäh geworden, und damit vielen der Normalgesellschaft bei weitem voraus.
Es ist wunderschön, dass Ihr da seid!
Liebe Grüße,
Karolin

Im Äther verbinden sich die Geister. Wogen der Gefühle, geprägt durch Angstpsychosen dürfte nun die Allgemeinheit erreic...
15/03/2020

Im Äther verbinden sich die Geister. Wogen der Gefühle, geprägt durch Angstpsychosen dürfte nun die Allgemeinheit erreicht haben Ich selbst bin diese inzwischen sehr gewöhnt, lebenslänglich wurde ich von Todespanik vor meiner Familie und ihren Handlangern verfolgt.
Plötzlich wird mein Lebensstil Gesetz. Ich bin es gewohnt isoliert am äußersten Rand der Gesellschaft zu leben und mein Heim nur aus triftigen Gründen zu verlassen, da ich mich von verschiedenen Menschen äußerst bedroht fühle. Einer der wenigen Plätze in der Öffentlichkeit, wohin ich ganz gerne manchmal gehe, strotzt nur so von Polizeipräsenz, die ich beruhigend finde.
In der letzten Zeit habe ich mich mit Materialien für diverse Aktivitäten eingedeckt und langweilig wird es mir mit mir selbst so schnell nicht.
Nun durchdringt mich eine gewisse Heiterkeit. Schon morgens muss ich nun öfter laut lachen, das war eine Seltenheit. Das Programm vorn Radio [email protected] mit einigen seiner Moderatoren, meine Dauerbegleitung, tut das seine zur guten Stimmung. Nun wird der Sender Zuhörerzuwächse bekommen und eine noch verantwortungsvollere Rolle im Gesellschaftsleben einnehmen.
Gewohnt meine Kontakte in Internet, wo ich in langwieriger, systematischer Arbeit ein erstaunliches, schlagkräftiges Netzwerk schaffen konnte, zu pflegen ändert sich an meinem üblichen Tageslauf nichts. Gelegentliche Besuche meiner geplagten, meist mittellosen, leidgeprüften Kumpanen, die selbst sehr isoliert leben erhellen die Tage, auch wenn die Stimmung öfter die Zeit zu zerreißen droht. Da heißt es im Stillstand hindurch zu tauchen im Vertrauen auf die Liebe der Brüder im Geiste. Immer wieder kommt man an die Oberfläche und das Leben geht weiter in seinem Fluss.
Karoline Rossacher, Chefsekretärin

22/09/2019

Wider Erwarten haben wir, meine besten Freunde und ich, überlebt, dank unserer Selbsthilfegruppe „Vienna Underground“, wie wir das Projekt nennen. Sie bestimmt meinen Alltag. Ohne diese wäre ich verloren. Doch nun bin ich fest verankert Dank meiner Kumpanen und kämpfe weiter für unsere Rechte, die der Ausgestoßenen aus der Gesellschaft, die obdachloserfahrenen, eingesessenen Wiener, die mich Dank meiner Erfahrung als ihresgleichen behandeln.
Zu diesen Menschen ist es als Außenstehender schwer möglich Zugang zu finden. Ich sehe es als großes Privileg an und sehe in ihnen die Elite, die den harten Überlebenskampf meist schon seit der Kindheit und Jugend kennt.
Schwerste Traumatisierung meist schon in frühen Jahren ist der gemeinsame Nenner, die meist unbehandelt bleibt und der die Betroffenen oft in Alkoholismus und sonstigen Rauschmittelgenuss treibt, um die psychischen Zustände aushalten zu können.
Ich habe das Glück in ausgezeichneter psychiatrischen Behandlung zu sein und bin medizinisch durch starke Medikamente gut eingestellt, um die Nervenschlachten zu überstehen, die in der Szene nicht selten zu körperlichen Gewalt führen.
Es braucht viel Selbstbeherrschung und Disziplinierung im Stillstand zu verharren und zu warten, dass sich die Wogen des Sturms wieder glätten.
Wir als Kollektiv sind schon bei so manchen gefürchtet. Das Motto der Mexikanischen Zapatisten, eine Widerstandsbewegung, „Unsere Waffe ist das Wort“ findet zunehmend Anklang, auch der Satz „Lieber stehend sterben als kniend leben“.
Es sind Menschen, denen das Schicksal übelst mitgespielt hat. Sogenannte Normalbürger wären nach kurzer Zeit vollkommen unter den Umständen zerbrochen.
Im Besonderen ist Schizophrenie eine häufige Erkrankung in diesen Kreisen. Laut einer Studie sind 30 Prozent der Obdachlosen von dieser betroffen, in der übrigen Bevölkerung sind es lediglich ein Prozent. Klar, dass ich als ehemaliges Straßenkind, psychisch krank und immer wieder wohnungslos mit jenen Menschen solidarisch bin. In diesen Kreisen akzeptiert zu sein sehe ich als Ehre an und ich gelte als Instanz.
Es kommt häufig vor, dass im Stillstand wahre, harte psychische Kämpfe ausgetragen werden und nicht nur ich fühle die Gefahr, in der wir schweben. Viele werden nicht alt wegen der Unerträglichkeit der Zustände.
Mitte des vorigen Jahrzehnts lebte ich Jahre in der visionären Wahrnehmung des totalen Weltkrieges und in meiner Psyche musste ich nahe am Tod durch fürchterliche Welten, die den allermeisten völlig fremd sind. Unter diesem Hintergrund und der fast totalen Isolation habe ich das Team von Radio ORF gnadenlos gestalkt, mit oft völlig verwirrtem Zeug. Einige sind Zeugen der Zeit.
Nachdem ich etwa 2006 psychotisch im Donaukanal in Wien gelandet bin, da ich mich auf der Augartenbrücke von allen Seiten feindlich umzingelt sah und so lebensgefährlich ins Wasser flüchtete, brach ich sämtliche Beziehungen zu Bekanntschaften ab, Radio hörte ich viele Jahre nicht, auch schaute nie mehr auf meine Profile auf dem damals gängigen MySpace, wo ich eine Weile sehr aktiv war, um mich intensiv meiner Gesundung zu widmen, mit Erfolg. Ich drifte nicht mehr in fantastische Welten ab, auch wenn immer noch stundenweise die posttraumatischen Belastungszustände über mich herfallen. Das Stigma bleibt.
Bezüglich des Projekts schwebt mir vor, falls ich zu mehr Geld komme, und das werde ich, ein Zentrum zum Wohlfühlen für leidgeprüfte, eingesessene Wiener ins Leben zu rufen, und Schizophrenie gesellschaftsfähig machen. Es sind erstaunliche Talente darunter. In der neuesten Psychiatrie gelten Schizophrene auch als besonders begabt. Für jene, die handwerkliche oder künstlerische Interessen haben, sollen genug Werkräume entstehen, und im Rahmen meines Projektes "Danube Style" soll die Ware bekannt und unter das Volk gebracht werden.
Schon jetzt bietet mein gemütliches Studio, das ich mir im Laufe der Jahre alleinig mit dem Geld vom Staat und der Hilfe minder bemittelter Freunde aufgebaut habe, Raum für kleine Treffen und ist mit Material und Werkzeug bestens ausgestattet, besonders für meinen ehemaligen Brotberuf, die Herstellung von Keramik. Da bin ich mit meinem eigenen Stil Profi. Hobby ist das nicht. Die Not, nicht die Leidenschaft machte mich dazu, und das war lange Zeiten Schwerstarbeit. Mein Vater Harro Berger, ein früher namhafter Keramiker, trieb mich immer wieder zu Höchstleistungen an, um mich danach völlig ausgelaugt in den Straßengraben zu treten. Als Tochter war ich unter dem Mindestlohn eine ausgezeichnete, schnelle Arbeitskraft, das werden die Kollegen bezeugen können. Mit meinem Exmann verdiente ich gut mit Baukeramik. Ich arbeitete immer am eigenen Stil, der ausgereift ist. Zum Teil sind meine Arbeiten, die bereits Sammlerstücke waren, in meinem Studio zu betrachten und auch gegen eine angemessene Spende für die Projekte, die auch meinen mittellosen Freunden zugutekommen sollen, zu erwerben.
Zeitweise widme ich mich so wie manche Kumpanen auch der Malerei und habe eine beachtliche Mappe vorzuweisen, die im Laufe der Jahre entstanden ist. Dafür habe ich großzügigen Platz.
So gesehen habe ich so manches Lebensziel bereits erreicht doch mein Streben geht weiter. Ich bin eine Kämpfernatur und habe Visionen für die Zukunft. Die wird noch viele Nervenkriege mit sich bringen, in denen wir verloren geglaubten, geübter als die Allgemeinheit sind. Unser Leben in Würde ist uns jetzt so gut wie sicher und es wird noch Geschichte schreiben. Das ist ein langwieriger Prozess und bereitet so manchen Schrecken, insbesondere meiner Familie, Rossacher und Berger, die sie sich zur Oberschicht zählt und mich schon in frühen Jahren bekämpft und vollkommen ausgeschlossen hat und mit meinem frühen Untergang gerechnet hat. Der droht aber jetzt nicht mehr. Zu viele Zeichen wurden bereits in die Zeit geschrieben und ich habe noch viele Asse im Ärmel, die im Laufe der Zeit ausgespielt werden können. Da lasse ich mir Weile und warte auf den richtigen Impuls zum Handeln, begleitet von liebenden Menschen, die mir Mut geben.

Karoline Rossacher

Hier kommen Lebensumstände von Pedro, wir nennen ihn Padrone, zur Sprache im Zuge eines offenen Briefes an meinen berühm...
11/10/2017

Hier kommen Lebensumstände von Pedro, wir nennen ihn Padrone, zur Sprache im Zuge eines offenen Briefes an meinen berühmten Onkel Hannes Rossacher, den ich um Beistand bat. Die Umstände sind paradox.

Heute habe ich mich wieder schriftlich mit meinem Onkel Hannes Rossacher auseinandergesetzt, und ihm von einem meiner allerbesten Freunde Pedro, ich nenne ihn Padrone, berichtet, der bei unserem nächsten Treffen dabei sein soll.
Lieber Hannes!
Leider vermisse ich immer noch ein Lebenszeichen von Dir. Du siehst Dich als Opfer, ich Dich als Täter.
Ich habe mich gewappnet durch langjähriger, stetiger Kleinarbeit im Netz und meine Stimme hat jetzt Gewicht auch in höheren Kreisen, obwohl ich im totalen Gesellschaftlichen Vakuum lebe, und meistens alleine bin.
Der Erhalt des Studios ist soweit gesichert, ich habe meine Mutter mit höflicher Bestimmtheit dazu gebracht, mich diesbezüglich zu unterstützen… Wirklich traue ich ihr nicht. Es bleibt ihr aber nicht viel anderes übrig, um nicht vollkommen angeprangert und isoliert zu werden mit ihrem schlechten Gewissen. Jedenfalls habe ich ein großes Ziel erreicht. Einnahmen werden auch irgendwann möglich sein.
Ich bin es gewöhnt um das manchmal nackte Überleben zu kämpfen, und in der immer wieder kehrenden Todesangst und den Weltuntergangsvisionen als Folge posttraumatischer Belastungszuständen bin ich langsam abgehärtet… ich lasse mich in den Schlund der Hölle fallen, was sehr schmerzhaft ist, aber nach einem Gipfelpunkt ebbt die Flut der Angst erfahrungsgemäß wieder ab dank Disziplin und starker Medikamente. Ich habe gelernt, absolut still zu halten, während ich um mich die Apokalypse wahrnehme. Aus der physischen Reglosigkeit heraus fließt meine Energie ins Zeitgeschehen.
Ewald Weingartner hast Du schon kennenlernen dürfen. Er ist mein Fels in der Brandung, ohne ihn hätte ich die letzten Jahre kaum so gut durchhalten können, wenn nichts mehr geht, er geht… regelmäßig kocht er sogar für mich.
Und da ist noch Pedro ich nenne ihn unseren Padrone, der mir letztes Monat mit dem Geld, das er kürzlich von seiner Mutter bekommen hat, unter die Arme gegriffen hat, es war mehr als knapp. Er ist ein geduldiger, interessierter Zuhörer und Leser meiner Schriften. Er ist nach Obdachlosigkeit mit seinen 63 Jahren in einem Seniorenheim untergebracht worden, das etwas deprimierend ist. Obwohl er schon 48 Jahre in Österreich lebt, akzentlos Wienerisch spricht und als Flüchtling Uganda, sein Geburtsland, wegen der Verfolgung durch den schrecklichen Diktator Idi Amin verlassen hat, ist er staatenlos, und hat keinen Anspruch auf eine Gemeindewohnung. Er musste als Kind Leichen eingraben und sein tobsüchtiger Vater, ein Engländer, misshandelte ihn und bedrohte ihn sogar unmittelbar mit dem Tod. Er kämpft immer noch mit den Schreckensbildern, die ihn oft in tiefe Verzweiflung stürzen.
Uns allen Drei als kleiner Club haftet das Stigma der Schizophrenie an, die durch die Grausamkeit der Anverwandten schon von Kindheit an hervorgerufen worden ist und die sehr oft in den Freitod führt. Unsere Existenz wird einfach verleugnet, wir aber haben schon großes schaffen können, überlebend im Untergrund. Wir haben ein Recht auf Akzeptanz ohne von der Hand in den Mund zu leben und ohne Gesellschaftlichen Ausschluss. Schizophrene sind so ziemlich das letzte Glied der sozialen Stufenleiter, auf dem alle herumtrampeln können. Meist übersensibel zerbrechen die Betroffenen meist in der Isolation, an der auch ich leide. Mir haben meine vielen Großeltern, auch die der Stieffamilie Stejskal, das Rüstzeug für meinen kultivierten Lebenskampf durch gute, liebevolle Erziehung mitgegeben, das mir Mut zum Widerstand gibt und einen immensen Lebenswillen.
Ist Dir schon eine Idee gekommen, wie Du mich wirtschaftlich und sozial soweit unterstützen kannst, dass es nicht am notwendigen mangelt und ich nicht ständig von Existenzangst geplagt werde, bei der ich mit jedem Cent rechnen muss? Schreiben ist die billigste Tätigkeit und effektiv, ich verbringe meine Tage damit mich darauf zu konzentrieren.
Wann bist Du wieder in Wien? Ich hoffe auf ein erneutes Gespräch mit Dir und Dein Wohlwollen.
Herzliche Grüße,
Karoline Achberger Rossacher

Ewald Weingarner ist mein langjährigster, treuester Freund. Als wir uns kennenlernten, waren wir beide total am Boden le...
03/02/2017

Ewald Weingarner ist mein langjährigster, treuester Freund. Als wir uns kennenlernten, waren wir beide total am Boden lebende Sozialfälle, beide mit der Diagnose paranoide Schizophrenie, ausgelöst durch Traumen in der Kindheit. Die Geschichte vom Vater von Ewald ist so ziemlich die schlimmste, die ich kenne. Mehrmals wurde er sogar vom Vater mit Mord bedroht, er lief mit dem Messer hinter ihm her, auch mit dem Gewehr, ließ ihn Milch vom Boden auflecken, musste in den Freien gratis als Knecht und ohne Pausen bei seiner Verwandtschaft in der großen Landwirtschaft arbeiten. Eine Chance auf eine richtige Schulbildung hatte er nicht, obwohl er im Fach die Schreibmaschine zu beherrschen einen Einser hatte. Es ist so unglaublich.
In seiner Gutmütigkeit und Sprachlosigkeit wurde er von sogenannten Freunden regelrecht geknechtet, sogar ein Mann namens Werner hatte sich in seiner kleinen sub Standard Not Gemeindewohnung samt seiner minderjährigen Stieftochter bei ihm eingenistet.
Als ich auf ihn zum ersten Mal sah, war er für mich einer, der eben aus einem U-Boot an der Donau entstiegen, und bei seinem kleinen Hund dachte ich, das sei der verbrannte Hamster, der mit Ewald ankam.
Ich selbst hatte einen langen Aufenthalt in der Psychiatrie hinter mir, da ich vor lauter Angst vor von mir wahrgenommenen Banden, die mich von hinten und vorne bedrohten, nachts von einer Brücke in Wien in den Donaukanal sprang um mich zu retten. Das schwimmen bis zur Urania war einer den schlimmsten Erlebnissen, die ich hatte, und ich traute mich lange aus der Psychiatrie nicht nach Hause. Ich brach alle Brücken zu den Menschen ab, die mich vorher begleiteten, auch Radio hörte ich nicht mehr… und da war Ewald, der mir immer geduldig zuhörte, und mich liebevoll behandelte, obwohl ich manchmal in meiner Psychose nicht nachzuvollziehendes von mir gegeben habe.
Sei dem wir uns kennen, mussten wir beide nicht stationär behandelt werden und haben uns beide stetig hinaufgearbeitet. Durch die regelmäßigen Treffen, in denen ich rein alles mit ihm besprechen konnte, stabilisiert ich mich so, dass ich sogar als Kunsttherapeutin in der „Dorfgemeinschaft Breitenfurt“ ehrenamtlich schwer arbeiten konnte, und, als das Arbeitsverhältnis beendet wurde, eine eigene Werkstatt aufbauen konnte. Er hat gelernt zu sprechen und sich zu wehren. Er raucht und trinkt nicht mehr, und kommt so mit seiner Mindestpension gepflegt über die Runden. Ich habe noch nie ein wirres Wort aus seinem Mund gehört. Was er sagt, ist nicht sehr viel, aber es hat Hand und Fuß und Gewicht. Ohne einander wären wir nicht so weit gekommen. Wenn ich von Psychosen geschwächt bin, kümmert er sich um alles. Da waren horrende Zeiten, auch jetzt wäre ich ohne ihn im Spital.
Mit seinen 60 Jahren hört er dauernd Radio , er hält keinen anderen Sender aus. Fernsehen tut er kaum, er sitzt wie ich auf seinem Sofa und hängt seinen Gedanken nach, uns ist nicht fad im Kopf. Er hat alle Kontinente bereist lange bevor das Rucksackreisen so in war wie heute. Wir haben ein reiches Leben.
In meinen schlimmsten Phasen meinte ich, es gibt keinen Gott, und wenn es ihn gibt, heißt er Ewald.

Herzliche Grüße,
Karolin A. Rossacher

Der Player, auf dem die Sendung von Radio   noch einige Tage angehört werden kann ist hier:♫♪★  http://fm4.orf.at/player...
18/01/2017

Der Player, auf dem die Sendung von Radio noch einige Tage angehört werden kann ist hier:♫♪★ http://fm4.orf.at/player/20170117/AL
Mein schriftlicher Beitrag zur Sendung war folgender:
★Der schleichende Ausnahmezustand★
Ich verheimliche nicht, dass ich an paranoider Schizophrenie leide, die ich dank Intensivmedizin und Disziplin aber so weit unter Kontrolle habe, dass der Wahnsinn in Form von Visionen nicht überhandnimmt, und ich klare Gedanken fassen kann. Das beinhaltet aber trotzdem ein dauerndes Gefühl der Verfolgung und Überwachung. Mich persönlich beruhigt der Gedanke meistens, staatlich überwacht zu werden, ich rechne damit… ich verlasse auch eher selten Gegenden, die ein hohes Polizeiaufgebot haben. In früheren Jahren flüchtete ich mich öfter voller Angst auf ein Polizeirevier und wollte in Schutzhaft genommen werden, da ich befürchtete, meine Eltern wollen mich umbringen. Das ging nicht. Psychiatrie folgte, und die war oft mehr als hart durchzustehen. Mit einer Fußfessel wäre ich nicht eingeschränkter als ich es sowieso bin, obwohl ich, wenn überhaupt wo, im Untergrund unterwegs bin. Ich verlasse aus subjektiven Sicherheitsgründen wenig das Haus. Es steht, wie mir neulich von den Beamten der nächsten Polizeistation bestätigt wurde, in einer der bestbewachten Gegenden überhaupt, da hier in der Leopoldstadt die Jüdische Gemeinde ihr Zentrum hat. Die Verfolger, die ich fürchte, sind nicht islamistische Attentäter, sondern Angehörige des eigenen Volkes, die, wie ich es nenne, Kapitalisten des Wahnsinns der Elterngeneration.
Die eigentlich Schuldigen sind meist nicht zu fassen. Sie entziehen sich der Justiz…
Die Selbstmordattentäter sind das letzte Glied einer langen Kette von Gewalttätern und irrationalen Glaubensanhängern, und sind psychisch eindeutig schwer gestört. Diese Missstände in ihren Ursachen zu bekämpfen wäre die Aufgabe. Jugend formiert sich im Widerstand. Wir als Sozialdemokraten müssen Perspektiven bieten. Jenen Fußfesseln anzulegen, die sich augenscheinlich in den Selbstmord stürzen wollen, verschleiert das Problem. Ich fürchte, es wird dann erst recht interessant.
Kleinstkriminelle Wiener werden bei uns vehement verfolgt, das heißt leben mit Nummernwechsel am alten Handy, das nicht zu orten ist, Decknamen, Verschleierung der Wege, dauernde Angst vor einer Polizeikontrolle wegen Vorstrafen, selten Zugang zum Internet … Sie haben nie eine reelle Chance darauf, in ein halbwegs normales Gesellschaftsleben eingegliedert zu werden. Ein kleines Vergehen, das meist aus massiver Not begangen wurde, bringt sie wieder wegen einer Lappalie oft lange Zeit hinter Gitter. Danach stehen sie wieder mit nichts auf der Straße und können sich auf den Weg ins nächste Obdachlosenasyl machen. Was bleibt dann? Wenn es darum geht, auch einmal Angehörige der Oberschichte in Observation zu nehmen, sehe ich dem gelassen entgegen.
Wenn 8 Männer die Hälfte des Gesamtvermögens der gesamten Weltbevölkerung besitzen… und es gibt noch viele Superreiche… wo ist da der Beitrag zum Weltfrieden? Ich finde das einfach unbegreiflich. Es sollte übergeordnete Instanzen geben, die auch in die Machenschaften der höchsten Kreise Einblick haben. Je mächtiger jemand ist, umso mehr sollte er überwacht werden, damit die ethischen Werte gewahrt werden.

Herzliche Grüße an die Anwesenden,
Eure Karolin A. Rossacher

http://fm4.orf.at/stories/1776386/

Polizeiermittler ertrinken in Daten. Staatliche Standards wie Legalitätsprinzip und Unschuldsvermutung stehen auf dem Spiel. FM4 Auf Laut diskutiert über den schleichenden Ausnahmezustand.

12/12/2016

Gestern am späten Nachmittag war ein Konzert mit John Megill und seiner Band in einer überdimensionalen Jurte im Rahmen eines alternativen Weihnachtsmarktes, die sich zusehends leerte. Trotzdem wurde mit Inbrunst gespielt. Es war ein interessantes Erlebnis.

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