KOMintern - Kommunistische Gewerkschaftsinitiative international

KOMintern - Kommunistische Gewerkschaftsinitiative international Kommunistische Gewerkschaftsinitiative - International (KOMintern) // www.komintern.at KOMintern ist in der Vollversammlung
der Wiener Arbeiterkammer vertreten.

Die „Kommunistische Gewerkschaftsinitiative - International“ (KOMintern) ist ein Zusammenschluss von Beschäftigten, Lehrlingen und Arbeitslosen aus Österreich und anderen Ländern. Wir sind der Meinung, dass in dieses „Arbeiterparlament“ dringend frischer Wind gehört. Denn die Dominanz der SPÖ-GewerkschafterInnen und weiterer „sozialpartnerschaftlich“ orientierter Fraktionen bedeutet die faktische Unterordnung der AK-Politik
unter die Erfordernisse der Regierung und der Parteizentralen.

Am heutigen 9. August warfen die USA 1945 – nach dem ersten atomare Massenmord in Hiroshima – auch noch die Plutoniumbom...
09/08/2026

Am heutigen 9. August warfen die USA 1945 – nach dem ersten atomare Massenmord in Hiroshima – auch noch die Plutoniumbombe „Fat Man“ über Nagasaki ab. Etwa 100.000 Menschen starben sofort, weitere 130.000 bis Jahresende. Von vielen fand man keinerlei Spuren mehr. Sie verdampften buchstäblich im atomaren Inferno. Von anderen blieben einzig ihre in Mauern gebrannte Schattenrisse. Hunderttausende starben in späteren Jahren an den Folgen bzw. erlitten Langzeitfolgen der Atombomben-Explosion und der radioaktiven Strahlung. Die beide Städte in Schutt, Asche und Verstrahlung legenden Abwürfe waren die bislang einzigen Einsätze von Atomwaffen in einem Krieg und stehen mit an der Spitze historisch beispielsloser Kriegsverbrechen. Und doch treten wir in der Gegenwart gerade in ein neues Zeitalter der atomaren Aufrüstung und der atomaren Machtpolitik ein. Ein Hintergrundtext dazu: https://www.komintern.at/hiroshima-und-nagasaki-im-lichte-der-vergangenheit-und-blick-auf-das-neue-zeitalter-atomarer-aufruestung-und-nuklearer-machtpolitik-teil-i/

Feuerbrünste, brütende Hitze, Wasserknappheit, Hitzetote & absehbar unbewohnbare Teile des Globus: Im Juni und Juli purz...
04/08/2026

Feuerbrünste, brütende Hitze, Wasserknappheit, Hitzetote & absehbar unbewohnbare Teile des Globus: Im Juni und Juli purzelten die Hitzerekorde auch in Österreich nur so. Mit 41° fiel heute zudem der Allzeitrekord in Wien. Und aktuell stehen wir schon in der nächsten Rekord-Hitzewelle. Die Erderwärmung mit all ihren dramatischen Folgen schreitet ungebremst rasant voran. Entsprechend erlebte Europa schon in vergangenen Jahren die heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen und die Zahl der Hitzetoten, Waldbrände und Dürren wird weiter zunehmen. Dominierten in den letzten Wochen die wütenden Waldbrände und Feuerbrünste in Frankreich, Spanien und Griechenland die mediale Berichterstattung, so komplettieren die aus dem Lot geratenen Ozeane und das daraus folgende regelrechte Ersticken der Fische in den „kochenden Weltmeeren“ wie auch in den Binnengewässern mit ihren abnormen Oberflächentemperaturen, die niedrigen Pegelstände bis zu Wasserknappheiten selbst in Österreich die Lage. Ein Überblick über die aktuelle Situation: https://www.komintern.at/feuerbruenste-bruetende-hitze-wasserknappheit-hitzetote-absehbar-unbewohnbare-teile-des-globus/

Zeigen wir dem Sparbudget die rote Karte!📍Kundgebung diesen Freitag, 10. Juli, 17:30, Finanzministerium (Johannesgasse 5...
07/07/2026

Zeigen wir dem Sparbudget die rote Karte!

📍Kundgebung diesen Freitag, 10. Juli, 17:30, Finanzministerium (Johannesgasse 5)

Warum? Im Sozial- und Klimabereich stehen massive Kürzungen bevor, sei es bei der Mindestsicherung von subsidiär Schutzberechtigten, im Kulturbudget oder bei den Öffis. Drei Viertel der Haushalte sind von den Kürzungen betroffen. Über 900.000 Beschäftigte (davon zwei Drittel Frauen) zahlen bis zu 630 Euro zusätzlich an die Arbeitslosenversicherung. Währenddessen bleiben ernsthafte Besteuerung großer Vermögen, Erbschaften und Konzernprofite ein Tabu, 5,7 Milliarden klimaschädliche Subventionen unangetastet und das Aufrüstungsbudget erreicht ein Niveau, das über den Hochphasen des kalten Krieges liegt.

Dagegen demonstrieren wir am 10. Juli, dem Tag des Budgetbeschlusses, vor dem Finanzministerium!

Gestern fanden in ganz Europa Kundgebungen und Demos gegen den NATO-Gipfle in Ankara statt. Im Kampf gegen imperialistis...
05/07/2026

Gestern fanden in ganz Europa Kundgebungen und Demos gegen den NATO-Gipfle in Ankara statt. Im Kampf gegen imperialistische Bündnisse und ungerechte Kriege, im Geist der Freundschaft der Völker und der internationalistischen Solidarität gingen tausende Menschen in Brüssel, Paris, London, Athen, Basel, Zürich, Frankfurt, Köln, Düsseldorf und Hamburg auf die Straße – und auch in Wien!
In ihrer Rede betonte KOMintern-AK-Rätin Selma Schacht: „Auf dem NATO-Gipfel in Ankara am 7. und 8. Juli trachten die Vertreter des metropolitanen Imperialismus und Nordatlantikpakts, die nächsten Wegmarken ihrer imperialistischen Globalstrategie und Kriegspolitik einzuschlagen. Sie spannen ihren über den Globus verhängten militärischen Ausnahmezustand auf weitere Fronten und Regionen aus. Mit atemberaubendem Wahnsinn wird dabei immer weiter die Schwelle zur apokalyptischen Gemeingefährlichkeit überschritten.
Aber der Widerstand wächst. Gerade erst trafen sich Tausende Antiimperialist:innen und Gewerkschafter:innen zur II. Antikriegskonferenz in London, demonstrierten verschiedene Bewegungsströmungen gegen „ReArm Europe“ in Brüssel und gehen seit Längerem auch in Österreich unterschiedliche Zusammenhänge, teils zu mehreren Tausenden, gegen die imperialistischen Kriege rund um den Erdball auf die Straße. Und so stehen wir heute im Geiste der Freundschaft der Völker und der internationalen Solidarität hier. Denn der Kampf gegen die NATO, imperialistische Kriege und die immer stärkere Militarisierung der Gesellschaften zählen heute - zusammen mit dem Aufbau einer in den Gewerkschaften verankerten Antikriegsbewegung - zu den wichtigsten Aufgaben. Hoch die internationale Solidarität!“

Am Samstag in Wien heraus zur Demo anlässlich des NATO-Gipfels in Ankara: NEIN zur NATO – Widerstand den imperialistisch...
01/07/2026

Am Samstag in Wien heraus zur Demo anlässlich des NATO-Gipfels in Ankara: NEIN zur NATO – Widerstand den imperialistischen Kriegen!

Samstag, 4.7., 16:00, Mariahilfer Straße / Ecke Schottenfeldgasse

Der globale Kapitalismus ist heute von einer tiefen multiplen Krise geprägt und zeichnet sich durch eine neue Ära forcierter imperialistischer Konfrontationspolitik und Kriege sowie eine latente Weltkriegslage aus. Nicht nur, aber allen voran durch den geradezu wild gewordenen US-Imperialismus: von der verbrecherischen Aggression gegen Venezuela samt Kidnapping dessen unliebsamen Präsidenten, über das per militärischer und wirtschaftskriegerischer Drohkulisse in die Knie gezwungene Panama, zum Unterfangen Kuba durch ein totales Abschneiden von jedwedem Ölimport auszutrocknen und so per nochmals ultimativ verschärfter Blockade zu erdrosseln (samt angelaufenen Vorbereitungsmaßnahmen von Militäroperationen und Militärschlägen), begleitet von der Kriegsassistenz im genozidalen Palästina-Krieg, bis zum US-israelischen Angriffskrieg gegen den Iran.

Parallel haben die europäischen NATO-Staaten und die EU, als seit dem NATO-Gipfel in Madrid 2022 auch offiziell als „einzigartiger und unentbehrlicher Partner“ des Nordatlantikpakts gekennzeichnet, in transatlantischer Arbeitsteilung die bellizistische Speerspitze im Stellvertreterkrieg in der Ukraine übernommen. Ein Amalgam und Lunte am globalen Pulverfass, die, zusammen mit den entbrannten Weltordnungs- und darin eingeordneten Stellvertreter-Kriegen, die Welt Schritt um Schritt an die Kippe regelrechter regionaler Flächenbrände und den Rand eines neuen großen heißen Krieges und die Weltwirtschaft in die nächste Krise führen.

Entsprechend fegt heute zugleich ein historisch beispielloser Auf- und Hochrüstungs-Tsunami über den Globus. Allen voran entfesselt und vorangepeitscht durch die NATO, die auf ihrem letztjährigen Gipfel in Den Haag die Militärausgaben der Mitgliedsländer des Militärpakts bekanntlich auf irre 5% des BIP – oder monströse 11,5 Billionen Dollar bis zum Zieljahr 2035 – hinaufgeschraubt hat. Dabei entfielen schon zuletzt exorbitante 55% der weltweiten Militärausgaben auf die NATO. Stärker noch: fasst man die NATO und ihr Lager (also plus Nicht-NATO Staaten der EU, Japan, Australien, Philippinen, Neuseeland, Süd-Korea, …) zusammen, steht dieses bereits für 2/3 der weltweiten Militär- und Rüstungsausgaben. Maßgeblich beigetragen zu diesem schmähliche Allzeithoch von derzeit fast 3 Billionen Dollar hat dabei die neu eingeschlagene, rigorose „Kanonen statt Butter“-Politik in der EU. Mit 2025 allein im Vergleich zu 2024 um 14% angestiegenen Rüstungsausgaben, kletterten diese in Europa um den höchsten Wert seit den SIPRI-Aufzeichnungen empor und haben sich in der Dekade von 2016 bis 2025 mehr als verdoppelt. Und dies markiert erst den Einstieg ins europäischen Rüstungs- und Militarisierungs-Delirium wie den NATO-Hochrüstungswahnsinn der Gegenwart.

Auf dem bevorstehenden diesjährigen NATO-Gipfel in Ankara am 7. und 8. Juli – dessen dreckiger Krieg gegen Kurdistan und schmutzige Rolle vom Kaukasus bis in den Nahen Osten noch frisch im Gedächtnis sind – trachten die Vertreter des metropolitanen Imperialismus und Nordatlantikpakts, die nächsten Wegmarken ihrer imperialistischen Globalstrategie und Kriegspolitik wie transatlantischen Arbeitsteilung einzuschlagen und ihren über den Globus verhängten militärischen Ausnahmezustand auf weitere Fronten und Regionen auszuspannen.

Aber der Widerstand wächst. Gerade erst trafen sich Tausende Antiimperialist:innen und Gewerkschafter:innen zur II. Antikriegskonferenz in London, demonstrierten verschiedene Bewegungsströmungen gegen „ReArm Europe“ in Brüssel und gehen seit Längerem auch in Österreich unterschiedliche Zusammenhänge, teils zu mehreren Tausenden, gegen die imperialistischen Kriege rund um den Erdball auf die Straße.

Entsprechend ruft die PLATTFORM GEGEN NATO UND IMPERIALISTISCHEN KRIEG (PAN-IW), neben den Migrant:innen aus der Türkei und Kurdistan, „im Geiste des revolutionären Erbes der 68er-Generation, die die 6. Flotte ins Meer trieb, und der Kampftradition, die der NATO in Istanbul während des NATO-Gipfels 2004 keinen Fußbreit gewehrte“, auch alle anderen Antiimperialist:innen, Friedensaktivist:innen, Werktätigen und fortschrittlich gesinnten Kräfte in Brüssel, Paris, London, Athen, Wien, Basel/Zürich, Frankfurt, Köln/Düsseldorf und Hamburg auf, an den Demonstrationen, Kundgebungen und Aktionen am 4. Juli teilzunehmen und mit „auf die Straße zu gehen“.

Setzen wir anlässlich des NATO-Gipfels in Ankara im Geist der Freundschaft der Völker und der internationalistischen Solidarität gemeinsam ein kräftiges Zeichen des Kampfes gegen die NATO, imperialistische Kriege und die immer stärkere Militarisierung der Gesellschaft. Tragen wir unter den Symbolen und Fahnen der Arbeiter:innen- und Friedensbewegung, der Frauen- und LGBTI+-Bewegung, der politischen Bewegungsströmungen …, den Widerstand – unter Absehung von auf dieser Demo unerwünschten Nationalflaggen – zusammen auf die Straße.

Wir laden ein zum Themenabend: Budgetsanierung per Rotstiftpolitik - was kommt auf uns zu?Die neoliberale Politik der Zu...
29/06/2026

Wir laden ein zum Themenabend: Budgetsanierung per Rotstiftpolitik - was kommt auf uns zu?

Die neoliberale Politik der Zuckerlkoalition überrollt uns mit ihren Sparpaketen, sozialen Belastungen und Rückbau des Sozialstaats. Keine Budgetsanierung seit der neoliberalen Wende Mitte der 1980er war derart vom finanzpolitischen Rotstift-Dogma geprägt wie die aktuelle. Während die Arbeitenden und breiten Bevölkerungskreise auf „harte Zeiten” eingeschworen werden, wird der „Wehr-Etat” auf unbekannte, monströse Höhen geschraubt. Wir werfen einen genauen Blick auf die neoliberale Offensive.

Schlagen wir die KV-Aufkündigung der Arbeitgeber gemeinsam zurück!Selber Tag, unterschiedliche Schlagzeilen: „KV-Verhand...
27/06/2026

Schlagen wir die KV-Aufkündigung der Arbeitgeber gemeinsam zurück!

Selber Tag, unterschiedliche Schlagzeilen: „KV-Verhandlungen für Tourismus ohne Einigung abgeschlossen“ – „Griechenland: Großer Streik im Tourismus“. Die ORF-Onlineredaktion brachte damit Mitte dieser Woche – wohl unbeabsichtigt – grundlegende gewerkschaftliche Unterschiede auf den Punkt. Denn während hierzulande die (vorläufige?) Defacto-Aufkündigung des Tourismus-Kollektivvertrags seitens Wirtschaft verlautbart wurde, traten Beschäftigte in ebenjener Branche in Griechenland in einen 24-stündigen Streik.

„Die Kollektivvertragsverhandlungen 2026 für das Hotel- und Gastgewerbe sind ohne Einigung abgeschlossen“, verlautbarte die Wirtschaftskammer am Mittwoch. Die Betriebe könnten ja nun das sogenannte Letztangebot der Arbeitgeber – plus 3% auf KV-Löhne und -Gehälter und 3,4% auf die unterste Lohngruppe – „freiwillig“ umsetzen. Dass Freiwilligkeit beim Interessengegensatz zwischen Kapital und Arbeit ohnehin ein schlechter Witz ist, muss an dieser Stelle nicht ausgeführt werden. Aber schon die „freiwillige“ Umsetzung würde zu Reallohnverlusten für die über 200.000 Beschäftigten der Branche führen – und das bei einem aktuellen Bruttolohn von 2.026 Euro. Ganz zu schweigen von den weiteren Auswirkungen dieses massiven Angriffs auf das heimische Kollektivvertragssystem.

Vor dem letzten Verhandlungstermin legte die zuständige Gewerkschaft vida das Arbeitgeber-Angebot zur Abstimmung vor. Seitens der gewerkschaftlichen Basis im Hotel- und Gastgewerbe wurde der Reallohnverlust-Affront klar abgelehnt. Die vida kommentierte das Votum folgerichtig: „Wenn die Menschen, die tagtäglich in dieser Branche arbeiten, dieses Angebot nicht annehmen können, dann ist das ein unmissverständlicher Auftrag an uns als Verhandlungsteam: Ein Reallohnverlust ist nicht zu machen.“

Ob dieser „unmissverständliche Auftrag“ aber tatsächlich verstanden und die Meinung der Beschäftigten wirklich ernstgenommen wird, erscheint fraglich. Die erste Reaktion auf die Defacto-Aufkündigung des Kollektivvertrags spricht die bekannte sozialpartnerschaftliche Sprache. Wirtschaftskammer und Arbeitgeber via Presseaussendungen gebeten, doch bitte wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Vorbereitung von Arbeitskämpfen, wird nur sanft angedeutet. Tatsächlich sind diese aber unbedingt notwendig, um die Arbeitgeber und deren Angriffe in die Schranken zu weisen.

Tatsächlich wäre es allerdings höchste Zeit, „καληνύχτα“ (Kalinichta / Gute Nacht) zur sozialpartnerschaftlichen Logik zu sagen. Wer sich permanent in der Bittstellerposition befindet, braucht sich über immer weitreichendere Angriffe der Arbeitgeber nicht wundern. Vielmehr ist es unbedingt notwendig, im Rahmen der Bedingungen in der Branche einen entschlossenen Kampf zu führen – Erfahrungen von Kolleg:innen in anderen Ländern können dabei zahlreiche Anregungen liefern.

Es zeigt sich erneut: Die Zeiten der „sozialpartnerschaftlichen Kompromisse“ am „Verhandlungstisch“ sind vorbei. Heute erfordert selbst die Verteidigung der historisch erfochtenen Errungenschaften den entschiedenen Arbeitskampf. Umso mehr gilt das fürs Ringen um eine deutliche Erhöhung der Einkommen und Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Tourismusbranche!

Internationale Antikriegskonferenz in London: Der gewerkschaftliche Widerstand wächst! Bereits letztes Jahr fanden sich ...
19/06/2026

Internationale Antikriegskonferenz in London: Der gewerkschaftliche Widerstand wächst! Bereits letztes Jahr fanden sich in Paris linke Persönlichkeiten und Gewerkschafter:innen aus ganz Europa zu einem internationalen Großreffen gegen Krieg und Aufrüstung zusammen. Aus Österreich unterstützt von Vertreter:innen der SGGN, KOMintern und des GLB sowie unabhängiger Einzelpersonen. Dieses Wochenende findet nun das Anschlusstreffen in London statt. 3.000 Teilnehmer:innen sind gemeldet. Unter ihnen viele Gewerkschaften, wie etwa Großbritanniens größte Gewerkschaft Unison und die französische CGT oder Vertreter der Hafenarbeiter in Genua und Piräus, die sich mehrfach geweigert haben, Waffenlieferungen abzufertigen: https://www.komintern.at/internationale-antikriegskonferenz-in-london-der-gewerkschaftliche-widerstand-waechst/

Alle zusammen gegen den Sozialabbau! Gestern beteiligten wir uns an der Demo von Sowiso in Wien. Hier die Rede von KOMin...
11/06/2026

Alle zusammen gegen den Sozialabbau!

Gestern beteiligten wir uns an der Demo von Sowiso in Wien. Hier die Rede von KOMintern-AK-Rätin Selma Schacht:

Diese Regierung macht ihre Budgetpolitik gegen jene, die weniger als 2600 Euro verdienen: Für bis zu einer Million Beschäftigte steigen die Beiträge in die Arbeitslosenversicherung nach und nach an. Besonders betroffen sind Menschen, die Teilzeit arbeiten oder sehr niedrige Einkommen haben. Überproportional trifft das Frauen, denn sie arbeiten oft diese Teilzeit, wegen der – unbezahlten – Care-Verpflichtungen wie Kinderbetreuung oder Altenpflege, die auch oft nicht mit einem Vollzeitjob vereinbar sind.

Die Kassierin beim Billa, die Teilzeit arbeitet, verliert 450 Euro im Jahr, weil sie höhere Arbeitslosenversicherungsbeiträge bezahlen muss. Der Rewe-Konzern erhält aber ein paar Millionen mehr durch die „Lohnnebenkostensenkung“. Die sogenannten „Lohnnebenkosten“ sind eigentlich die Soziallohnbestandteile bzw. Sozialstaatsbeiträge unserer Löhne und Gehälter. Sie gehören also zu unserem Einkommen, und daraus wird vieles bezahlt: Unser Arbeitslosengeld, unsere Sozialversicherung, unsere Pensionen, unsere Familienleistungen und auch Teile unseres Bildungssystems.

Also alles Kernleistungen unseres Sozialwesens.

Schon in den letzten Jahren wurden diese Sozialstaatsbeiträge markant und mit spürbaren sowie nachhaltigen Auswirkungen auf die Finanzierung des Sozialstaates gekürzt. Die nun für 2028 paktierte neuerliche Senkung des Dienstgeberbeitrags zum Familienlasten-Ausgleichs-Fonds ist ein weiterer gravierender Einschnitt und milliardenschweres Zuckerl an die Unternehmen in Höhe von rund 2 Milliarden Euro im Jahr.

Dabei wurden die Dienstgeberbeiträge zum FLAF schon 2017, 2018 und 2025 noch einmal abgesenkt – und nun zugunsten vor allem der großen Unternehmen und Konzerne auf 2,7% gedrückt.

Schon heuer und letztes Jahr hat diese Regierung die Inflations-Anpassung der Sozialleistungen ausgesetzt. Das macht sie nun auch für 2027 und 2028. und Konkret heißt das: Deutlich weniger Einkommen für Familien. Je nach Anzahl der Kinder im Haushalt verlieren Familien bis zu 1.170 Euro jährlich. Darüber hinaus belastet die Maßnahme Frauen deutlich stärker als Männer.

All das zeigt: Diese Regierung kürzt damit unsere Einkommen und unseren Sozialstaat. Und es trifft uns Frauen doppelt und dreifach.

Das Doppelbudget 2027/28 stellt Österreich vor erhebliche finanzielle und soziale Herausforderungen. Weil es keine wirklichen zusätzlichen Einnahmen gibt, die das Budget entlasten würden, drohen uns Kürzungen in zentralen Bereichen des Sozialstaats, bei der sozialen Infrastruktur, bei öffentlichen Dienstleistungen, bei Care-Leistungen oder Pensionen. Diese treffen die breite Bevölkerung und verstärken die soziale Ungleichheit.
Es stimmt, wenn die Arbeiterkammer sagt: „Eine gerechte Budgetsanierung braucht einen Beitrag der Millionenerben. Es müssen jene mehr beitragen, die es sich finanziell mühelos leisten können, anstatt bei den Sozialausgaben zu kürzen.“ Alleine durch eine bloße Anhebung vermögensbezogener Steuern auf den OECD-Durschnitt könnte man mit einem Schlag 8 bis 9 Milliarden Euro reinbekommen.

Aber wo bleibt der Aufschrei von Gewerkschaften und Arbeiterkammer zu disem Kürzungswahn der Bundesregierung? Wo bleibt die Organisation der Arbeitenden, wenn den Arbeitenden der Lohn gekürzt wird? Wo bleibt die Gewerkschaftsbewegung, wenn der Sozialstaat zertrümmert wird?

Meine Kolleg:innen im Betrieb und viele andere, gerade Teilzeitbeschäftigte, sind verzweifelt: Jetzt haben sie bald noch weniger zum Leben für sich, ihre Familie, ihre Angehörigen.

Aber: Sie sind auch bereit, für Verbesserungen zu kämpfen! Die „Resolution“ als höchste Kampfform wird hier nicht reichen.

Was wir brauchen, sind konsequente gesellschaftliche Kämpfe um eine soziale Wende!

Solidarisch mit dem legitimen Streikkampf in der Chemie - kein Streik ist illegal! Die Erdgasleitung im Chemiepark Linz ...
06/06/2026

Solidarisch mit dem legitimen Streikkampf in der Chemie - kein Streik ist illegal! Die Erdgasleitung im Chemiepark Linz bereits lahmgelegt, der Streik in der Chemieindustrie nächste Woche nochmals kräftig ausgedehnt, und auf dem bisherigen KV-Affront der Wirtschaftsvertreter, wenn sie sich partout nicht bewegen, auch schon mal einen unbefristeten Streik in den Raum gestellt. Die Chemie-Boss reagieren mit einem Rundumschlag und erklären die Streiks für angeblich "nicht legal". Solche Unwahrheiten kommen mittlerweile regelmäßig auf, wenn Kolleg:innen sich mit Arbeitsniederlegung zur Wehr setzen. Doch: Es gibt schlicht kein rechtliches Instrument, um einen Streik zu unterbinden. Stellen wir uns gemeinsam und konsequent gegen Fakenews, Einschüchterung und juristischen Druck und verteidigen die österreichische Streikfreiheit auf das Entschiedenste! Mehr dazu: https://www.komintern.at/glueck-auf-solidarisch-mit-dem-legitimen-streikkampf-in-der-chemie/

Adresse

Hettenkofergasse 21/1/3
Wien
1160

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