06/05/2026
Es war uns eine große Freude, gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft im Haus der deutschen Wirtschaft in Brüssel über „Bürokratieabbau in der EU – Anspruch und Wirklichkeit“ zu diskutieren. 🤝🇪🇺
🧠📊 Dr. Klaus-Heiner Röhl, Senior Economist am Institut der deutschen Wirtschaft, stellte aktuelle Befragungsergebnisse zu Bürokratielasten aus Sicht der deutschen Wirtschaft vor. Seine Ausführungen machten deutlich, dass Dokumentations-, Berichts- und Nachweispflichten erhebliche Ressourcen in Unternehmen binden und sich auf Investitionsentscheidungen, Innovationsfähigkeit und wirtschaftliche Dynamik auswirken können.
💡⚖️ In der anschließenden Podiumsdiskussion mit Dr. Alexander Hempfing, Europäische Kommission, GD IDEA, Markus Ferber MdEP und Dr. Klaus-Heiner Röhl wurde deutlich: Bürokratieabbau bedeutet nicht einfach, Regeln zu streichen. Entscheidend ist vielmehr, Regulierung kohärenter, verhältnismäßiger und praxistauglicher zu gestalten und unterschiedliche Regulierungsebenen abzustimmen.
🚀📑 Die Diskussion zeigte, dass wirksame Entlastung bessere Folgenabschätzungen, systematischere Evaluierungen, weniger Widersprüche zwischen Rechtsakten und eine konsequentere Digitalisierung der Verwaltung erfordert. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen wird sich der Erfolg europäischer Vereinfachungsinitiativen daran messen lassen, ob Entlastung tatsächlich im betrieblichen Alltag ankommt und im nicht produktiven Bereich Personal eingespart werden kann.
🇪🇺🤝 Zugleich wurde deutlich, dass Bürokratieabbau auf mehreren Ebenen ansetzen muss. Europäische Initiativen können wichtige Impulse geben, entscheidend bleibt jedoch auch die Umsetzung in den Mitgliedstaaten. Die Herausforderung besteht darin, unnötige Belastungen abzubauen, ohne die Ziele notwendiger Regulierung zu schwächen.
Vielen Dank an alle Referenten, Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Partner für den anregenden Austausch!