25/05/2026
Ein Blick hinter die Kulissen im Archiv:
Hier steht aktuell die große Umverpackung an! Rund 30 Millionen historische Originaldokumente werden in den kommenden 24 Monaten bis zum Einzug in das neue Archivgebäude in neue und alterungsbeständige Boxen gepackt.
Als die Arolsen Archives 1948 – damals unter dem Namen International Tracing Service (ITS) – gegründet wurden, waren sie ein Suchdienst. Die Dokumente wurden nicht als Archivgut verstanden, sondern als Arbeitsmaterial, das dabei half, die Millionen Schicksale der NS-Opfer zu klären. Heute ist das anders: Um die Jahrtausendwende begannen wir mit der schrittweisen Konservierung der historischen Originaldokumente, indem das empfindliche Papier zum Beispiel entsäuert wurde. Aber nicht nur eine regelmäßige Konservierung und Restaurierung der Dokumente ist entscheidend für einen dauerhaften Erhalt, sondern auch ihre Lagerung.
Mit dem entstehenden Archivneubau haben wir nun endlich die baulichen Voraussetzungen für eine langfristige und archivgerechte, sichere Verwahrung der Dokumente. In Vorbereitung auf den Umzug werden aktuell alle Dokumente schrittweise neu verpackt. Zukünftig werden die Dokumente beispielsweise nicht mehr senkrecht, sondern liegend gelagert. Auf Dauer ist das schonender für das sensible Papier. Die Lagerung in archivgerechten Mappen und Boxen schützt außerdem noch besser vor schädlichen Umwelteinflüssen wie Licht, Wasser, Staub und Schädlingen.
Über den aktuellen Stand des Archivneubaus werden wir dich hier auf dem Laufenden halten!