11/05/2026
Berner Arbeitnehmer und Arbeitgeber sagen gemeinsam: NEIN zur Chaos-Initiative
Am 14. Juni 2026 stimmt die Schweiz über eine Initiative ab, die eine starre Obergrenze von 10 Mio. Einwohnern bis 2050 fordert. Das ist kein Plan, das ist ein Risiko mit Ansage. Damit steht viel auf dem Spiel: Arbeitsplätze, Löhne, Versorgungssicherheit, Investitionen und der bilaterale Weg. Was Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände an dieser Vorlage besonders beschäftigt, haben sie in der heutigen Medienkonferenz dargelegt:
Mehr Fachkräftemangel statt Entlastung
«Die Betriebe spüren den Mangel bereits heute. Zusätzliche Hürden treffen am Ende auch die Beschäftigten», sagt Thomas Warring, Präsident der Die Berner Arbeitgeber.
Mehr Druck und weniger Rechte für Arbeitnehmende
«Wer wirklich entlasten will, insbesondere in den oft unterbezahlten Frauenberufen im Dienstleistungs- und Care-Bereich, muss Arbeitsbedingungen und Lohnschutz stärken – nicht Grenzen.», sagt Lirija Sejdi, Co-Präsidentin des Gewerkschaftsbundes des Kantons Bern.
Weniger Lohnschutz und Kontrollen der Arbeitsbedingungen
«Der griffige Vollzug von Gesamtarbeitsverträgen und der Lohnschutz in der Schweiz sind seit über 20 Jahren ein Erfolgsmodell - mit ihrer Abschaffung drohen unhaltbare Arbeitsbedingungen in unzähligen Branchen», sagt Wüthrich Stefan, Co-Präsident des Gewerkschaftsbundes des Kantons Bern.
Chaos statt Lösungen
«Ein starrer Deckel schafft keine Lösungen, sondern neue Probleme: weniger Fachkräfte, mehr Bürokratie und Unsicherheit für Investitionen. Das schwächt den Wirtschaftstandort», sagt Henrik Schoop, Direktor des HIV Kanton Bern
Fazit
Ein starrer Deckel schafft keine Lösungen, sondern Unsicherheit, Bürokratie und Mangel. Wer Probleme ernsthaft lösen will, setzt auf pragmatische Steuerung, funktionierenden Lohnschutz und eine starke Sozialpartnerschaft.
Darum sagen die Berner Arbeitnehmenden- und Arbeitgeberverbände gemeinsam klar:
Nein zur Chaos-Initiative am 14. Juni 2026.