Nein zu mehr Sonntagsarbeit

Nein zu mehr Sonntagsarbeit Kampagneseite des Referendumskomitee gegen mehr Sonntagsarbeit.

Danke allen, die zu diesem klaren Nein beigetragen haben. Es war nicht selbstverständlich, dass eine Mehrheit der Berner...
07/03/2021

Danke allen, die zu diesem klaren Nein beigetragen haben. Es war nicht selbstverständlich, dass eine Mehrheit der Berner Stimmbevölkerung die Anliegen der VerkäuferInnen stärker gewichtet als die Forderungen der grossen Detailhändler.
In der Beilage unser Mediencommunique, das von den beiden «grossen» Zeitungen ignoriert wurde - wohl aus Scham, weil sie mit ihrer Berichterstattung im Vorfeld an der politischen Stimmung im Kanton vorbeigeschrieben haben.

Anleitung zum Abstimmen. Es ergibt sich nicht von alleine, wie abgestimmt werden muss, wenn man gegen zusätzliche Sonnta...
05/03/2021

Anleitung zum Abstimmen. Es ergibt sich nicht von alleine, wie abgestimmt werden muss, wenn man gegen zusätzliche Sonntagsarbeit ist. Und für alle, denen die Regulierung der E-Zigarette eine wichtiges Anliegen ist: Dieses Anliegen wird erfülllt, wenn der Eventualantrag angenommen wird. Und bitte nicht vergessen, bei der Stichfrage das Kreuz beim Eventualantrag zu machen.

03/03/2021
Kolumme von Nationalrätin Tamara Funiciello in der Sonntagszeitung vom 27.02.2021Ohrfeige für die KassiererinDie Zahl de...
28/02/2021

Kolumme von Nationalrätin Tamara Funiciello in der Sonntagszeitung vom 27.02.2021

Ohrfeige für die Kassiererin

Die Zahl der Sonntagsverkäufe soll erhöht werden. Das ist ungesund und bringt den Läden wenig.MeinungTamara Funiciello

Meine Mutter ist seit einigen Jahren pensioniert. Vorher arbeitete sie jahrzehntelang an der Kasse eines grossen Schweizer Detailhändlers. Der Job als Kassiererin ist hart. Die Löhne sind tief, die Wochenarbeitszeit beträgt gerne mal 45 Stunden, und gesellschaftliche Anerkennung gibt es sowieso nicht. Auch die Arbeitszeiten zehren an den Angestellten. Je nach Kanton haben die Läden abends bis 21 Uhr geöffnet, auch am Samstag. Von den Mitarbeitenden wird maximale Flexibilität erwartet.

Für uns als Familie war deshalb der Sonntag extrem wichtig. Egal wie hektisch die Woche war, wir Kinder wussten, dass unsere Mutter am Sonntag frei hatte und dass wir gemeinsam Zeit verbringen konnten. Das ist nicht nur meine persönliche Erfahrung. Eine französische Studie hat vor kurzem untersucht, wie sich Sonntagsarbeit auf das soziale Leben der Angestellten auswirkt. Das Fazit war eindeutig: Sonntagsarbeit reduziert den Kontakt zur Familie, zu Freunden und zu Bekannten.
Ein freier Tag unter der Woche reicht nicht

Ein freier Tag unter der Woche gleicht das nicht aus, es bleibt ein Manko. Das ist ja auch logisch: Wenn ich am Dienstag freihabe, kann ich persönlich mich zwar schon erholen. Wenn aber meine Kinder dann in der Schule und meine Freundinnen und Freunde bei der Arbeit sind, fehlen mir meine sozialen Kontakte.

Man muss nicht Psychologie studiert haben, um zu sehen, dass das nicht gesund sein kann. Man muss auch nicht Wirtschaft studiert haben, um zu sehen, dass Sonntagsarbeit auch den Läden wenig bringt: Die Konsumentinnen und Konsumenten haben ja nicht plötzlich mehr Geld in der Tasche, nur weil die Läden einen Tag mehr geöffnet haben. Es wurde deshalb schon mehrfach belegt, dass Sonntagsverkäufe nur zu einer Verlagerung des Umsatzes führen, nicht aber zu einer Steigerung. Das können sich nur die grossen Player leisten. Kleine Boutiquen und Quartierlädeli haben das Nachsehen.

Sonntagsarbeit reduziert den Kontakt zur Familie, zu Freunden und zu Bekannten.

Und trotzdem blasen im Moment die bürgerlichen Parteien zum Grossangriff auf die Detailhandelsangestellten. Im Kanton Bern wird nächsten Sonntag über eine Erhöhung der Anzahl Sonntagsverkäufe von zwei auf vier pro Jahr abgestimmt. Und die Wirtschaftskommission des Ständerats hat gerade angekündigt, dass er die Sonntagsverkäufe von vier auf zwölf pro Jahr ausdehnen will. Und das, nachdem wir im vergangenen Frühling alle noch klatschend auf unseren Balkonen standen und darüber diskutierten, dass systemrelevante Berufe wie der Detailhandel endlich bessere Arbeitsbedingungen und bessere Löhne brauchen. Das ist ein Hohn.

Und noch eine Bemerkung am Rande: Klar, ich war auch selbst schon froh, dass der Coop am Bahnhof Bern am Sonntag geöffnet hat. Das gilt noch mehr für Leute, die selbst Jobs in der Grundversorgung haben. Es gibt jedoch einen grossen Unterschied, ob man am Sonntag an gewissen neuralgischen Punkten Noteinkäufe machen kann oder oder ob man Sonntagsverkäufe flächendeckend normalisieren will. In diesem Sinne hoffe ich nächsten Sonntag auf ein wuchtiges Nein im Kanton Bern und ein wuchtiges Nein im Parlament zum Vorstoss der Wirtschaftskommissio

Heute erscheint in der Stadtausgabe BZ / Bund dieses Inserat gegen die Sonntagsarbeit. Jetzt abstimmen und zusätzliche S...
27/02/2021

Heute erscheint in der Stadtausgabe BZ / Bund dieses Inserat gegen die Sonntagsarbeit. Jetzt abstimmen und zusätzliche Sonntagsarbeit verhindern.

Es ist eben nicht das gleiche ob die Freizeit auf den Sonntag fällt oder nicht.
26/02/2021

Es ist eben nicht das gleiche ob die Freizeit auf den Sonntag fällt oder nicht.

Medienmitteilung des schweizerischen Gewerkschaftsbundes vom 24. Februar 2021WAK-S beschliesst Ausweitung von Sonntagsar...
24/02/2021

Medienmitteilung des schweizerischen Gewerkschaftsbundes vom 24. Februar 2021

WAK-S beschliesst Ausweitung von Sonntagsarbeit

Sonntagsruhe mit Covid-19-Gesetz ausgehebelt

Über die Köpfe von Verkaufsangestellten und Kantonen hinweg hat die Wirtschaftskommission des Ständerats durch die Hintertüre die Ausdehnung der Sonntagsverkäufe von vier auf zwölf pro Jahr beschlossen. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund lehnt diese Liberalisierung der Sonntagsarbeit dezidiert ab. Das Parlament muss diesen Angriff auf das Arbeitsgesetz via Covid-19-Gesetz zurückweisen.

Der SGB lehnt eine Ausweitung der Sonntagsarbeit entschieden ab. Die Ausdehnung auf zwölf Sonntagsverkäufe via Covid-19-Gesetz ist rechtsstaatlich bedenklich und undemokratisch, weil so der Wille der Stimmbevölkerung mit Füssen getreten wird, die sich in zahlreichen kantonalen Abstimmungen immer wieder klar gegen die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten ausgesprochen hat.

Sonntagsverkäufe erhöhen nachweislich die psychosozialen Risiken für das Verkaufspersonal, das in der Pandemie bereits sehr viel erleiden musste, mit Stress in Läden mit grossen Verkaufsflächen, Angst vor Ansteckungen oder harten Lohneinbussen durch Kurzarbeit. Dass die Kommission diese ebenso nutzlose wie schädliche Liberalisierung nun auch noch als «Massnahmen im Bereich des Arbeitnehmerschutzes» verkaufen will, ist an Respektlosigkeit gegenüber den Betroffen kaum mehr zu überbieten.

Dass Sonntagsverkäufe kaum mehr Umsatz generieren, sondern nur eine Umlagerung des Umsatzes bewirken, wurde bereits mehrfach belegt. Diese Sonntagsverkäufe könnten sich nur Detailhandelsketten mit grossen Verkaufsflächen leisten. Kleinere Läden und Boutiquen dagegen machen ein Verlustgeschäft mit Sonntagsverkäufen. Die Folge wäre ein «Lädelisterben». Gerade die Angestellten in den kleinen Läden haben in der Pandemie bereits durch massive Einkommensverluste auf ohnehin zu tiefen Löhnen einen sehr hohen Preis bezahlt.

Das Parlament muss diese schädliche und zynische Deregulierung ablehnen. Das Covid-19-Gesetz darf nicht zum Angriff auf das Arbeitsgesetz und den Gesundheitsschutz missbraucht werden.

24/02/2021

Abends länger shoppen oder an mehr Sonntagen einkaufen? Ein Pfarrer erklärt, wieso er dagegen ist. «Wir müssen die Arbeit menschlich gestalten» Abends länger shoppen oder an mehr Sonntagen einkaufen? Die Liberalisierung der Öffnungszeiten ist umstritten. Pfarrer Bertholet Jean-Eric erklärt, ...

20/02/2021

Das Plädoyer für mehr Sonntagsarbeit in der BZ ist flau: Man lässt sich von den Umständen treiben, denen man nichts entgegenzusetzen will. Das ist keine politische Haltung, das ist Fatalismus. Wer aktiv etwas beeinflussen will, stimmt deshalb Nein zu zusätzlichen Sonntagseinkäufen. Wir brauchen keine weitere Deregulierung auf dem Buckel der Beschäftigten.

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