Stopp Isolation

Stopp Isolation Wir sind eine Gruppe von Migrant*innen mit Negativentscheid. Wir kämpfen für unser Recht auf Leben und Freiheit! Wir wollen eine Zukunft!

Viele von uns sind seit vielen Jahren hier und wir leben in offenen Gefängnissen am Rande der Gesellschaft.

Wir rufen alle am 29. Mai nach Bern
21/05/2021

Wir rufen alle am 29. Mai nach Bern

15/01/2021
SCHLIMME  -SITUATION IN BERNER RÜCKKEHRZENTRENMenschen aus den Camps berichten von verheerenden Zuständen. Die ORS, das ...
16/11/2020

SCHLIMME -SITUATION IN BERNER RÜCKKEHRZENTREN

Menschen aus den Camps berichten von verheerenden Zuständen. Die ORS, das Amt für Bevölkerungsdienste und das Kantonsarztamt setzen Geflüchtete bewusst der Gefahr einer Ansteckung aus.


Veröffentlicht am 16. November 202016. November 2020 von Admin3Schlimme COVID-19-Situation in berner Rückkehrzentren COVID-19: Die ORS AG, das Amt für Bevölkerungsdienste ABEV und das Kantonsarztamt setzen abgewiesene Geflüchtete bewusst der Gefahr einer Ansteckung ausIn Institutionen, in denen...

Hier, des activistes du Poya Solidaire et des personnes solidaires se sont réunis à Fribourg pour la défense du droit au...
15/11/2020

Hier, des activistes du Poya Solidaire et des personnes solidaires se sont réunis à Fribourg pour la défense du droit au travail et à la formation, la régularisation pour toutes et tous, un accueil digne de ce nom.

Nous ne baissons pas les bras. La lutte continue!

OHNE BEWILLIGUNGhttps://www.pszeitung.ch/ohne-bewilligungProtest «ohne Bewilligung» war der Grund, warum die Stadt Bern ...
30/10/2020

OHNE BEWILLIGUNG

https://www.pszeitung.ch/ohne-bewilligung

Protest «ohne Bewilligung» war der Grund, warum die Stadt Bern Polizeibeamte schickte, um eine Demonstration von Flüchtlingen, die in Schweizer Abschiebelagern hausen müssen, zu stoppen. «Keine Bewilligung» war aber auch der Grund, weshalb Flüchtlinge auf die Strassen der Schweizer Hauptstadt Bern gelangten. Am 22. September zeigte sich einmal mehr, dass man sich im Schweizer Migrationssystem nicht sicher fühlen kann.

OHNE BEWILLIGUNG
https://www.pszeitung.ch/ohne-bewilligung

Protest «ohne Bewilligung» war der Grund, warum die Stadt Bern Polizeibeamte schickte, um eine Demonstration von Flüchtlingen, die in Schweizer Abschiebelagern hausen müssen, zu stoppen. «Keine Bewilligung» war aber auch der Grund, weshalb Flüchtlinge auf die Strassen der Schweizer Hauptstadt Bern gelangten. Am 22. September zeigte sich einmal mehr, dass man sich im Schweizer Migrationssystem nicht sicher fühlen kann.

Der ORS AG sind die Covid-Schutzmassnahmen egalGemäss Aussagen von geflüchteten Aktvist*innen der Camp in Aarwangen und ...
30/10/2020

Der ORS AG sind die Covid-Schutzmassnahmen egal

Gemäss Aussagen von geflüchteten Aktvist*innen der Camp in Aarwangen und Gampelen fördert die ORS AG im Kanton Bern die Verbreitung des Virus und gefährdet somit auch Leib und Leben der Menschen, für die sie verantwortlich wären.

Im Rückkehrzentrum Aarwangen wurden mehrere Mitglieder einer Familie positiv auf Covid getestet. Der negativ getestete Teil der Familie muss weiterhin im gleichen Schlafraum mit den positiv getesteten Personen zusammen wohnen.

Im Rückkehrzentrum Gampelen verweigert die ORS AG den Geflüchteten die Möglichkeit sich vor der Pandemie zu schützen. Nachdem eine geflüchtete Frau positiv auf Covid getestet wurde, kam es zu folgenden Fehlleistungen der ORS AG:

1. Den Frauen, die den selben Schlafraum teilen, wie die positiv getestete Frau, verweigert die ORS AG die Möglichkeit sich richtig zu isolieren. Gemäss BAG müssen Personen, die engen Kontakt mit der positiv getesteten Person hatten, zehn Tage in Isolation.
2. Nachdem das positive Testergebnis bekannt wurde, setzte die ORS AG den gesamten Trakt der Frauen im Camp unter Quarantäne. Gleichzeitig – am Mittwoch morgen – wurde ihnen gesagt, dass ihnen während der Quantäne Nahrung geliefert würde. Bis jetzt haben die Menschen keine Nahrung mehr erhalten.
3. Die Bewohner*innen beklagen, dass die ORS AG sie schlecht über die Covid-Situation und den geplanten Umgang damit bei Erkrankungen im Camp informiert. Der Zugang zu Informationen ist wichtig, um Ruhe und Sicherheit entwickeln zu können. Stattdessen ist die Stimmung nun aufgebracht und verunsichert.

Das Migrant Solidarity Network kritisiert, dass die ORS AG:
> die Gefährdung von Menschen und die Verbreitung des Virus in Kauf nimmt.
> den Menschen mit engem Kontakt zu positiv Getesteten oder den Menschen mit Symptomen keine Möglichkeit zur Isolation bietet.
> den Menschen in Quarantäne keinen Zugang zu Nahrungsmitteln gewährleistet.
> die Menschen selber nicht genügend informiert und im Camp kein WLAN anbietet damit sich alle selber informieren können.

Das Kantonsarztamt und die kantonalen Migrationsbehörden wurde bereits gestern informiert.

Veröffentlicht am 30. Oktober 202030. Oktober 2020 von adminDer ORS AG sind die Covid-Schutzmassnahmen egal Gemäss Aussagen von geflüchteten Aktvist*innen in den Camps Aarwangen und Gampelen fördert die ORS AG die Verbreitung des Virus und gefährdet somit auch Leib und Leben von Menschen, für ...

“TIBETISCHE SANS-PAPIERS-GEMEINSCHAFT SCHWEIZ” FORDERT: SOFORTIGE LEGALISIERUNG DER RUND 300 TIBETISCHEN SANS-PAPIERSMit...
27/10/2020

“TIBETISCHE SANS-PAPIERS-GEMEINSCHAFT SCHWEIZ” FORDERT: SOFORTIGE LEGALISIERUNG DER RUND 300 TIBETISCHEN SANS-PAPIERS

Mit viel Frustration aber auch einem Gefühl von Bestärkung haben wir gestern den Artikel in der NZZ am Sonntag1 zur Kenntnis genommen. Unsere Befürchtung, dass die LINGUA-Analysen, worauf mit basierend unsere Asylgesuche abgelehnt wurden, nicht nur mangelnde Qualität, sondern eine politisch motivierte Nähe zu China aufweisen, wurde von vier unabhängigen Tibet-Experten bestätigt.

Diese vier anerkannten und unabhängigen Tibetologen haben vertrauliche Akten des Staatssekretariats für Migration SEM wissenschaftlich untersucht und kamen zu einem vernichtenden Ergebnis. Die vom SEM beauftragte Fachstelle «Lingua», welche das Landeswissen und die Sprache von Asylsuchenden mit ungeklärter Herkunft prüft, arbeitet unwissenschaftlich, mit «substanziellen Defiziten und nicht akzeptierbaren Fehlern». So ist eine «objektive Bewertung des Sachverhaltes nicht möglich». Doch diese Lingua-Expertisen sind entscheidend für unsere Aufnahme oder Wegweisung aus der Schweiz.

Wird das SEM von China beeinflusst?
Besonders erschreckt hat uns abgewiesene Tibeter und Tibeterinnen die Aussage von Frau Prof. Kollmar-Paulenz der Universität Bern, dass der überprüfte Experte «offensichtlich sehr chinafreundlich» ist und «eine Reihe seiner Aussagen wie die offizielle chinesische Staatspropaganda tönen.»

“Tibet ist nach wie vor besetzt von China. Die Tibeter werden im eigenen Land von der chinesischen Regierung unterdrückt und verfolgt. Wir sind staatenlos und es ist uns nicht möglich, die Schweiz zu verlassen.” sagt Tingle Scheletsang, Präsident der Tibetischen Sans-Papiers- Gemeinschaft Schweiz. “Die Schweiz verwehrt uns das humanitäre Recht Schutz zu geniessen und biedert sich damit politisch an China an. Somit wurden wir zum Spielball aussenpolitischer Interessen. Dies ist nicht haltbar und eine Schande für die Schweiz, die ihre humanitäre Tradition an China verkauft hat. Wir fordern die sofortige Legalisierung der 300 tibetischen Sans-Papiers.”

Deshalb fordern wir von der Bundesrätin Karin Keller-Sutter (EJPD) und vom Staatssekretariat für Migration (SEM):

1. Sofortige Legalisierung aller Aufenthaltstitel der abgelehnten tibetischen Asylsuchenden
2. Gewährleistung von unabhängigen und rechtsstaatlichen Asylverfahren für tibetische Asylsuchende
3. Sofortiger Stopp der Erneuerung des geheimen Abkommens zwischen der Schweiz und China2

Petition unterschreiben: https://www.change.org/p/bundesr%C3%A4tin-karin-keller-sutter-sofortige-legalisierung-der-tibetischen-sans-papiers

Derzeit leben knapp 300 abgelehnte tibetische Asylbewerber als Sans-Papiers in der Schweiz . Die Asylgesuche wurden abgelehnt, weil das Staatssekretariat für Migration (SEM) vermutet, dass sie ausserhalb von Tibet sozialisiert wurden. Diese abgelehnten Asylsuchenden wurden aufgefordert, die Schweiz zu verlassen, was jedoch aufgrund fehlender Papiere nicht möglich ist. Sie erhalten Nothilfe und leben in Notunterkünften. Aufgrund ihres “illegalen” Aufenthalts werden sie mit Geld- und Haftstrafen, in einigen Kantonen auch mit einer Eingrenzung belegt.

1 NZZ am Sonntag, “ Geheime Asyl-Abteilung des Bundes gerät unter Beschuss”, 24.10.2020: https://nzzas.nzz.ch/schweiz/geheime-asyl-abteilung-des-bundes-geraet-unter-beschuss-ld.1583455?reduced=true

2 NZZ am Sonntag, “ Geheimvertrag: Chinesen dürfen in der Schweiz ermitteln”, 22.08.2020: https://nzzas.nzz.ch/schweiz/geheimvertrag-chinesen-duerfen-in-der-schweiz-ermitteln-ld.1572784?reduced=true

LEGALISIERUNG DER TIBETISCHEN SANS-PAPIERS

16/10/2020

Rain season is coming again. Moria 1.0 was already full of mud and flooded tents after rainfall, Moria 2.0 is even worse. The inhabitans desperatly trying to dig ditches, to make sure the camp doesn't become part of the sea, but it's build on a spot that is without any protection from the elements. With winter fast approaching, there are still no complete tents, showers or any of the other facilities proudly proclaimed by the greek authorities when intially constructed. It is apperent that the only thing they cared about was building another prison where people can be left to rot. Left to rot, without access to adequate healthcare or food or diginity.

The power and competence of the greek state was also on display with the supposed eviction of Pikpa. This was indefinetly postponed, because apperently the public prosecutor had not realised that Pikpa also housed some unaccompanied minors. These where UNHCR referrals, so how could they not know? And why postpone it? The answer is easy. In Greece unaccompanied minors are under the protection of the public prosecutor. And when he is personally responsable, how could he put people in this new prison? What if the greek goverment, or any goverment for that matter, would feel so responsable for the people that they care for? We will never know, because all the public discourse around migrants has been overtaken by the far and extrem right. Our goverments are deliberatly keeping people in prisons. They are deliberatly generalising ever migrant as a "refugee", so they can keep them in "Detention Centres". Along the Aeagean, in the direction of the Central Med, they will build new closed facilities. Together with europe, money will flow over the backs of people suffering every single day as "compensation" to host states in new schemes being thought out as we are writing this. Plans are being made to close the borders even more to "combat smuggeling". Every concession to populism takes more of the public space in their favour. All the words spoken or written by the european union with regards to dignity, self determination and supposed human rights, are just that, words. Europe lies, to benefit career politicians and corperations that use the suffering of thousands to make money and keep white supremacy in place.

Most likely, conservative far right and extreme right think tanks, parties and organisations will create a privatised prison system, for people fleeing from western neo-colonial engineered wars and poverty. Our worst nightmares from fifteen years ago are already coming true, with Moria 2.0 being surveilled by drones and undercover cops in addition to the fences and police checks on the way in. How long will we stand and watch? How long will we let europe and it's goverments dicate the terms and circumstances in this struggle?

Get Angry. Plan. Strategize, Organise. Mobilise

11/10/2020

Wir müssen über unsere Privilegien sprechen. Während dem Rise Up For Change in Bern fanden am Dienstag parallel zwei politische Protestaktionen statt: Unser Klimacamp auf dem Bundesplatz und die Demonstration von Stopp Isolation. Der Status der beiden Aktionen war vor dem Gesetz gleich, reagiert wurde von Seiten der Polizei aber ganz unterschiedlich. Während das Klimacamp zu diesen Zeitpunkt schon einen Tag und eine Nacht auf dem Bundesplatz geduldet worden war, gingen schwer gerüstete Polizeikräfte gegen die Teilnehmenden der Demonstration ziemlich schnell mit Wasserwerfer, Tränengas und Gummischrot vor. Der Unterschied: Im Camp befanden sich mehrheitlich weisse Menschen mit bildungsbürgerlichem Hintergrund, die von viel Medienpräsenz umgeben waren, während die Teilnehmenden von Stopp Isolation mehrheitlich Geflüchtete waren.
Die Demonstration geriet somit zu einem Beispiel dessen, wogegen die Demonstrant*innen protestierten: Die rassistische Diskriminierung geflüchteter Menschen durch Polizei und Behörden. Auch wenn wir uns gelegentlich ohnmächtig fühlen, wenn Aktivist*innen Ungerechtigkeit widerfährt, so dürfen wir darüber nicht vergessen, dass wir im Allgemeinen noch immer privilegiert sind gegenüber denjenigen Menschen, die oft gar nicht erst auf gerechte Behandlung hoffen können.

Eine klimagerechte Zukunft ist eine solidarische Zukunft! Einem System, das Solidarität zerstört, müssen wir umso mehr Solidarität entgegensetzen! Und zwar mit all jenen, die für einen positiven Wandel hin zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft in Würde und Respekt einstehen!

Während die Klimabewegung den Bundesplatz besetzt, demonstrieren in Bern zum wiederholten Male Geflüchtete gegen ihre Is...
09/10/2020

Während die Klimabewegung den Bundesplatz besetzt, demonstrieren in Bern zum wiederholten Male Geflüchtete gegen ihre Isolation am Rand der Gesellschaft.

Die Polizei geht mit Härte gegen die friedliche Kundgebung vor. Nun muss sie sich in mindestens acht Fällen dem Vorwurf der Übergriffigkeit stellen. Das Megafon hat die Geschehnisse dokumentiert – und der Polizei Fragen gestellt. dankt dem megafon - die Zeitung aus der Reitschule Bern!

9. Oktober 2020 Isolation um jeden Preis Text: Basil Schöni Während die Klimabewegung den Bundesplatz besetzt, demonstrieren in Bern zum wiederholten Male Geflüchtete gegen ihre Isolation am Rand der Gesellschaft. Die Polizei geht mit Härte gegen die friedliche Kundgebung vor. Nun muss sie sich ...

Reflexion nach der Demo gegen IsolationAnnika BeckerIch habe lange darüber nachgedacht, ob ich meine Gedanken nach der D...
06/10/2020

Reflexion nach der Demo gegen Isolation

Annika Becker

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich meine Gedanken nach der Demonstration von abgewiesenen Asylsuchenden am 22. September aufschreiben soll.

Wie andere Teilnehmerinnen dieser friedlichen Demonstration erlebte ich physische Angriffe und die unverhältnismässige Wut der Berner Polizei und die anschliessende Deprimierung.
Der Staat hat erneut gezeigt, dass die Geflüchtete - nichtweisse Menschen aus Drittländern, quasi Menschen der dritten Klasse sind.

In diesem Fall spielte es keine Rolle, ob es sich bei den Demonstranten um Kinder, schwangere Frauen oder Behinderte handelte. Sowohl Kinder als auch behinderte Menschen litten unter dem Tränengas, und auch schwangere Frauen wurden durch Gummischrot verletzt.

Wenn man mit dem System nicht einverstanden ist, hat man die Idee, dass man ihre Meinung in Mitteleuropa friedlich äussern könnte - lässt man sich enttäuschen.

Die grösste Diskrepanz besteht darin, dass die Polizei den Anweisungen von oben folgt. Die Nothilfe, die 2009 eingeführt wurde, die die Isolation von Einzelpersonen und Familien in kollektiven Zentren unter der wachsamen Kontrolle der Privatfirma ORS impliziert, ist repressiv und richtet sich an Menschen, die die Schweiz verzweifelt verlassen müssen.
Geflüchtete Aktivisten, die versuchen, für ihre Rechte zu demonstrieren, könnten sich einer ganzen Reihe von Verfolgungen durch die Behörden "erfreuen".

Geflüchtete Protestierende von der Demonstration können nicht einmal eine Beschwerde gegen Polizeigewalt einreichen, ohne keine Repressalien zu erhalten.

Aktivität und Uneinigkeit mit der vorherrschenden Meinung der rechten Parteien werden bestraft und werden in der Tat zu einem Privileg.

Ich hätte mir gewünscht, dem weinenden wegen des Tränengas Jungen zu versichern, dass der Kampf seiner schwangeren schwarzen Mutter um ihre Rechte nicht vergessen wird. Ich würde ihm sagen, dass er, wann er gross wird, diese Demonstration wie einen bösen Traum vergessen wird, und dass es keine Diskriminierung geben wird. Ich wollte sagen - morgen wird alles gut.

Das kann ich aber nicht. Ich kann sogar diesen Text nicht selbst unter meinem eigenen Namen schreiben.

Weil Aktivismus strafbar seien könnte, weil es Konsequenzen geben könnte.

Und ich frage mich immer wieder, warum alles so passiert - warum muss ich im 21. Jahrhundert in einem Staat, der stolz auf seine humanitären Traditionen ist, meinen Namen verstecken, wenn ich diese Zeilen schreibe?

Warum haben Geflüchtete Personen kein Recht, gegen die Isolation zu protestieren und bessere Bedingungen zu fordern? Und wenn sie protestieren, müssen sie mit Gummischrot, Wasser aus einem Wasserwerfer oder Tränengas und Pfefferspray erschossen werden? Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

Die Gewalt der Polizei bei der Demonstration am 22.September hat Konsequenzen. Wenn wir schweigen, Medien schweigen, stimmen wir Alle der stillschweigend zu, und unsere stillschweigende Zustimmung unterstützt und gibt den Machthabern Nahrung und Hoffnung, mit denen solche Aktionen der Polizei in Zukunft auch weitergemacht werden können.

Ist das die Zukunft, die wir wollen?

Ich möchte in einer Gesellschaft leben, in der diese Kinder von der Demonstration offen über Probleme oder Proteste diskutieren können.

In dem meine Schwestern und Brüder, die jetzt in den Asylcamps leben, unter uns leben und arbeiten würden.

Damit wir nie wieder über staatliche Repressionen und die Racial Profiling der Polizei schreiben müssen.

Damit ich mich nicht mehr unter einem Pseudonym verstecken muss ...

Reflexion nach der Demo gegen Isolation

Annika Becker

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich meine Gedanken nach der Demonstration von abgewiesenen Asylsuchenden am 22. September aufschreiben soll.

Wie andere Teilnehmerinnen dieser friedlichen Demonstration erlebte ich physische Angriffe und die unverhältnismässige Wut der Berner Polizei und die anschliessende Deprimierung.
Der Staat hat erneut gezeigt, dass die Geflüchtete - nichtweisse Menschen aus Drittländern, quasi Menschen der dritten Klasse sind.

In diesem Fall spielte es keine Rolle, ob es sich bei den Demonstranten um Kinder, schwangere Frauen oder Behinderte handelte. Sowohl Kinder als auch behinderte Menschen litten unter dem Tränengas, und auch schwangere Frauen wurden durch Gummischrot verletzt.

Wenn man mit dem System nicht einverstanden ist, hat man die Idee, dass man ihre Meinung in Mitteleuropa friedlich äussern könnte - lässt man sich enttäuschen.

Die grösste Diskrepanz besteht darin, dass die Polizei den Anweisungen von oben folgt. Die Nothilfe, die 2009 eingeführt wurde, die die Isolation von Einzelpersonen und Familien in kollektiven Zentren unter der wachsamen Kontrolle der Privatfirma ORS impliziert, ist repressiv und richtet sich an Menschen, die die Schweiz verzweifelt verlassen müssen.
Geflüchtete Aktivisten, die versuchen, für ihre Rechte zu demonstrieren, könnten sich einer ganzen Reihe von Verfolgungen durch die Behörden "erfreuen".

Geflüchtete Protestierende von der Demonstration können nicht einmal eine Beschwerde gegen Polizeigewalt einreichen, ohne keine Repressalien zu erhalten.

Aktivität und Uneinigkeit mit der vorherrschenden Meinung der rechten Parteien werden bestraft und werden in der Tat zu einem Privileg.

Ich hätte mir gewünscht, dem weinenden wegen des Tränengas Jungen zu versichern, dass der Kampf seiner schwangeren schwarzen Mutter um ihre Rechte nicht vergessen wird. Ich würde ihm sagen, dass er, wann er gross wird, diese Demonstration wie einen bösen Traum vergessen wird, und dass es keine Diskriminierung geben wird. Ich wollte sagen - morgen wird alles gut.

Das kann ich aber nicht. Ich kann sogar diesen Text nicht selbst unter meinem eigenen Namen schreiben.

Weil Aktivismus strafbar seien könnte, weil es Konsequenzen geben könnte.

Und ich frage mich immer wieder, warum alles so passiert - warum muss ich im 21. Jahrhundert in einem Staat, der stolz auf seine humanitären Traditionen ist, meinen Namen verstecken, wenn ich diese Zeilen schreibe?

Warum haben Geflüchtete Personen kein Recht, gegen die Isolation zu protestieren und bessere Bedingungen zu fordern? Und wenn sie protestieren, müssen sie mit Gummischrot, Wasser aus einem Wasserwerfer oder Tränengas und Pfefferspray erschossen werden? Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!

Die Gewalt der Polizei bei der Demonstration am 22.September hat Konsequenzen. Wenn wir schweigen, Medien schweigen, stimmen wir Alle der stillschweigend zu, und unsere stillschweigende Zustimmung unterstützt und gibt den Machthabern Nahrung und Hoffnung, mit denen solche Aktionen der Polizei in Zukunft auch weitergemacht werden können.

Ist das die Zukunft, die wir wollen?

Ich möchte in einer Gesellschaft leben, in der diese Kinder von der Demonstration offen über Probleme oder Proteste diskutieren können.

In dem meine Schwestern und Brüder, die jetzt in den Asylcamps leben, unter uns leben und arbeiten würden.

Damit wir nie wieder über staatliche Repressionen und die Racial Profiling der Polizei schreiben müssen.

Damit ich mich nicht mehr unter einem Pseudonym verstecken muss ...

Adresse

Bern

Webseite

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Stopp Isolation erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Teilen