24/02/2023
Voraussichtlicher Rücktritt Vorstand Pflegedurchbruch und die daraus resultierende Vereinsauflösung
Liebe Mitglieder
Mit sehr schwerem Herzen, hat der Vorstand vom Pflegedurchbruch bei der letzten Vorstandssitzung die Zukunft des Vereins besprochen. Wir blickten zurück auf unsere Erfolge und was die Ziele waren.
Vor knapp 3 Jahren, wurde diese Gruppe hier von Alain R. Müller gegründet. Er war zu Beginn sehr aktiv und kämpferisch unterwegs und seine Ziele waren bereits da, dass die Gewerkschaften und Berufsverbände zusammenarbeiten. Aber auch, dass wir Pflegenden uns selbst schauen, unsere Rechte kennen und kämpferisch zusammenstehen!
Die Gruppe wuchs ziemlich schnell und wir konnten somit immer wieder auf Aktionen aufmerksam machen und selbst welche durchführen. Ich erinnere mich dabei gerne noch an die Aktion „Pflege trauert“. Einen Monat lang wurde jede Woche eine Kerze angezündet und bei der Arbeit trugen viele von uns ein schwarzes Band beim Namensschild oder sonst wo.
Ausserdem lancierte der Pflegedurchbruch zur Umsetzung der Pflegeinitiative eine sehr erfolgreiche Petition welche in Bern übergeben wurde.
Aber ich finde eines unserer grössten Ziele - und da war der Verein Pflegedurchbruch nicht ganz unbeteiligt, sondern sehr massgebend - war die langsam beginnende zusammenarbeit zwischen dem Berufsverband SBK und den Gewerkschaften Unia, Syna und VPOD. Wir haben in den letzten drei Jahren immer wieder öffentlich dazu aufgerufen, angeprangert, innerhalb dieser Gruppen dieses Wichtige Thema angesprochen und waren manchmal auch etwas unangenehm. Natürlich ist dies noch nicht in allen Kantonen gleich, aber sie sind sensibilisiert darauf und es werden Gespräche geführt.
Der aktuelle Vorstand bestehend aus:
Deniz Can
Tanja Wolleb
Marianne Quensel
Maria Van de Vlekkert
Sarah Rimann
Jan Honegger
möchte nun bei der nächsten Mitgliederversammlung als Traktandum die Aktivmitglieder informieren bezüglich Rücktritt. Dafür muss noch abgestimmt werden, wohin die Vereinsgelder fliessen, welche durch Spenden und Mitgleiderbeiträge eingenommen wurden.
Die Arbeit in einem solchen Verein ist Ehrenamtlich und benötigt sehr viel Arbeit und erliche Ressourcen welche durch uns aktuell nicht mehr aufrechterhalten werden können. Wie zum Beispiel eine Website, Mitgliederdaten, Social Media usw.
Viele von uns arbeiten hochprozentig in der Pflege und sind nebenbei auch noch aktiv in Berufsverband, Gewerkschaften und in der Politik. Ausserdem haben wir zwei Pensionierte im Team, ohne sie wären wir schon früher aufgeschmissen gewesen. Wir machten in der Vergangenheit auch immer wieder Aufrufe zur Unterstützung, verständlicherweise sahen wir viele kommen und gehen welche Interesse hatten. Genau aus diesen Gründen, weil diese Arbeit auch Kapazitäten benötigt.
W***y Honegger hat sich gemeldet und bereit erklärt den Verein allenfalls weiterzuführen. Er ist ebenfalls sehr kämpferisch unterwegs und hat uns auch regelmässig Unterstützt. Bitte meldet euch bei ihm, wenn ihr möchtet, dass dieser Verein aktiv bleibt. Wir vom Vorstand gehen auch mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge, deshalb würde es umso mehr freuen wenn weiterhin aktive Pflegende sich mit dem Verein stark machen!
Diese Gruppe hier sehen wir als sehr starkes und wertvolles Werkzeug um uns weiterhin zu vernetzen, Pflegende über ihre Rechte aufzuklären, Aktionen zu planen und auch durchzuführen. Deshalb wird diese bestehen bleiben, egal, wie und ob der Verein bestehen bleibt.
Wir bleiben alle dran, kämpfen weiterhin für bessere Arbeitsbedingungen, stehen zusammen und freuen uns euch alle immer wieder bei Aktionen zu sehen! 💪
Vielen Dank euch allen für euer Engagement welches ihr tagtäglich in der Pflege aber auch im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen tätigt und gebt nie auf, es lohnt sich!
Text von Jan Honegger, Vorstandsmitglied