21/08/2026
Der Kollege von Wikon hat unten dazu schon alles gesagt.
«Windenergie zum Beispiel ergänzt den Strommix in der kalten Jahreszeit: Rund zwei Drittel des Windstroms werden im Winter produziert, wenn die Nachfrage besonders gross ist.» Toll, nicht?!
Aber wie sieht dieser Slogan aus, wenn man genauer hinschaut?
Bei der Anlage auf dem Bild handelt es sich um den Windpark Lutersarni der CKW.
Diese Anlage lieferte 2025 genau 974 Volllaststunden Strom. Laut dem Werbetext entfallen davon rund zwei Drittel auf das Winterhalbjahr – also gut gerechnet und gerundet etwa 650 Volllaststunden.
Bitte beachten: Ein grosser Teil dieser Stunden dürfte bereits im windreichsten Monat Oktober (744 Stunden) angefallen sein.
Das Winterenergiehalbjahr (Oktober bis März) umfasst insgesamt 4368 Stunden.
Die 650 Volllaststunden entsprechen damit anteilsmässig nur rund 15 % der Winterhalbjahresstunden.
Mit anderen Worten: Auch wenn der grössere Teil der Jahresproduktion im Winter anfällt, läuft die Anlage im Winterhalbjahr im Durchschnitt nur mit einer sehr geringen Auslastung.
Wie wäre es, wenn man das dem Steuerzahler, der das ganze mitfinanzieren muss, auch so mitteilen würde?