Rheineck in alter Zeit

Rheineck in alter Zeit Antikes und verschwundenes aus Rheineck Ich beziehe die Informationen meiner Kommentare meist aus diesen Quellen. und 2. Und manchmal frage ich einfach nach.

Sämtliche Bilder, Ansichtskarten, Fotos, Stiche, Gemälde, Zeitungsausschnitte und Artikel sind aus einer Sammlung und nicht aus dem Netz kopiert, falls doch erwähne ich es in meinen Beiträgen. Rheineck um 1900
Das Rheintal um 1900
Rheineck Ansichten aus Zwei Jahrhunderten
Geschichte der Gemeinde Rheineck 1. Band von Gebhard Niederer
Geschichte der Gemeinde Kurzenberg von Ernst Züst
Der Alte Rhei

n Internationale Rheinregulierung
Evangelische Kirche Rheineck
Chronik des Kanton St.Gallen
Sagen des Kantons St.Gallen
Jacob Laurenz Custer von Jakob Bösch 1928

Zeitungsauschnitte, Schweizer Illustrierte, Texte von Stempel von Ansichtskarten um das Jahr zu bestimmen, div. Führer von Rheineck, Bodenseebücher, alte Rechnungen und Telefonbücher und einiges aus dem Netz. Danke für das Interesse. Freundliche Grüsse
Stefan Isler Rheineck.

Als sich der Rhein am Mülisendli im Langenhag noch trennte und an zwei verschiedenen Orten (der Alte Rhein in Staad und ...
02/06/2026

Als sich der Rhein am Mülisendli im Langenhag noch trennte und an zwei verschiedenen Orten (der Alte Rhein in Staad und der Vornächtige Rhein, so wie wir es kennen) in den See floss.

Bis 1845 war die Insel Mülisendli auf dem Bild von 1834 noch erhalten.
Bis Mitte des 16. Jhd. zweigte sich hier der Rheinlauf vom Hauptstrom ab, wurde zum Alten Rhein, der dann über das Bauriet, an der Rainstrasse, unterer Rain, hinterer Rain und an der Seglergasse vorbei floss.
Im Bützel, bei der Risegg machte der «Alte Rhein» kehrt und mündete bei Staad in den Bodensee.

Der Vornächtige und der Alte Rhein.
Von Dr. Bernhard Kobler, St.Gallen 1935

«In alten Zeiten mündete der Rhein unterhalb Rheineck, beim heutigen Mülisendli im Langenhag, mit zwei Armen in den Bodensee. Zwischen diesen beiden Flussarmen lag eine Insel.
Der Südlich Rheinarm floss von Rheineck weg durch das Bauriet am Fusse des Buchberges vorbei bis nach Buchen. Dort machte er einen Kehrt und wendete sich wieder dem Bauriet zu, wo er bei den Fuchslöchern vorbei sich gegen die Speck vor Staad hinzog und dort in den See einfloss.
Nach und nach verlandete dieser südliche Rheinarm und sein ganzes breites Bett wurde zu Sumpf und Riet, das man dann den alten Rhein nannte. Heute noch lässt sich dieser ehemalige südliche Rheinarm genau verfolgen. Jetzt noch heisst eine Strasse am hintern Buchberg Segelgasse, weil dort einst die Segelschiffe angebunden wurden, und bis vor Kurzem hiess bei der Altenrheiner Streuegant das Los Nr. 44 «der alte Rhein»
An der Stelle, wo der Rhein vor Buchen kehrte, steht auf einer Anhöhe das Schloss Ris-Egg, dessen Name ohne weiteres für sich spricht.»

Wann genau der Rhein nur noch an einer Stelle in See floss ist nicht genau überliefert, vielleicht änderte sich das bei Hochwasser stetig?
Es muss irgendwann zwischen 1530 und 1550 gewesen sein.

Joachim Vadian von St.Gallen berichtet 1522, dass der Rhein noch in 2 Armen in den See fliesst.: "Der Alte Rhein fliesst so langsam, dass man kaum erkennen kann in welche Richtung er strömt"

Auf der ca 1560 entstandenen Grosskarte der Schweiz von Aegidius Tschudi ist das Mülisendli schon als Insel eingezeichnet, bei der sich das Flussbett wieder vereinigt..

1554 wurde die Hinrichtungsstätte auf der Eggwiese an der Thalerstrasse auf Wunsch der Bürger von Landvogt Grüninger ins Bauriet an das linke Steinlibachufer verlegt, ergo existierte nur noch ein Flusslauf.

1609 wurde das Siechenhaus von der Buechstieggass in Thal an die "Landstrasse" (demnach gab es hier schon eine Strasse) ins Buriet verlegt, weil es dort für die Almosen günstiger gelegen war.

Gute, aber auch verhasste Landvögte zu Rheineck.Die rätselhafte Bronzetafel vom Rheinecker Landvogt Scheuchzer an der Ma...
01/06/2026

Gute, aber auch verhasste Landvögte zu Rheineck.

Die rätselhafte Bronzetafel vom Rheinecker Landvogt Scheuchzer an der Mauer beim alten Friedhof.

Der Landvogt Hans Jakob Scheuchzer aus Zürich, war von 1750-1751 der 131ste Landvogt in Rheineck. Sein Stellvertreter war ein Weiss Rudolf aus Zürich. Scheuchzers Frau liess ihm diese bronzene Gedenktafel erstellen.

Die Tafel lag lange Zeit im Estrich der Evangelischen Kirche. Heinrich August Custer liess sie dann, beim alten Friedhof anbringen, wo sie bald mit Efeu eingewachsen war.
Heute sorgen die Geschwister Mangeng dafür, dass die Tafel frei von Gewächs, und immer gut lesbar ist.

Bericht vom Rheintaler 3.11.2022
von Peter Eggenberger

Die Ausserrhoder Kantonsbibliothekarin Heidi Eisenhut hat den lateinischen Text übersetzt und damit etwas Licht in die Rhein­ecker Geschichte gebracht.
Ein kurzer Blick in die Stadtgeschichte: Zwischen 1445 und 1463 überfallen die kriegerischen Appenzeller verschiedentlich das Städtchen am Rhein. 1490 besetzen eidgenössische Truppen das Rheintal, das damit gemeine Herrschaft und Untertanengebiet der alten Eidgenossenschaft wird. Mit der Gründung des Kantons St. Gallen im Jahr 1803 erlangen das Rheintal und damit auch Rheineck die politische Gleichberechtigung.Ab 1490 entsandten die eidgenössischen Kantone Landvögte nach Rheineck, die unter anderem die Verwaltungsgeschäfte besorgten. Im Buch «Geschichte der Gemeinde Rheineck» (Band 1) berichtet Autor Gebhard Niederer über gute, aber auch verhasste Vögte.
«Am schlimmsten war Sebastian Kretz von Unterwalden, der in Rheineck seines Lebens nicht mehr sicher war. Er flüchtete nach Appenzell und berichtete nach Unterwalden über den Ungehorsam der Untertanen im Städtli.»
Die in Rheineck residierenden Landvögte wurden immer wieder abgelöst. Gebhard Niederer: «Drei Vögte verstarben hingegen während ihrer Amtszeit im Städtchen.
So auch im Jahr 1751 Johann Jakob Scheuchzer, der vom Stande Zürich nach Rhein­eck delegiert worden war. Die bronzene, im Auftrag seiner Frau angebrachte Gedenktafel ist von Efeu umrahmt. Sie ist vom ‹Hecht› aus zu erkennen . . .
»In Erwartung der Auferstehung« Memoriae Sascrae, Hic resurrectionem expectat vir spectabilis» . . .
Hier erwartet die Auferstehung der hoch angesehene Mann Johann Jakob Scheuchzer, heisst es auf der Tafel. Den weiteren Text übersetzte Heidi Eisenhut wie folgt:
«J. J. Scheuchzer, geboren im Zürich im Jahre des Herrn 1690. Einer der zwölf Männer der Schusterzunft, dann Volkstribun und Küster der Kirche St. Peter. Zuletzt Verwaltungsbeamter (Landvogt) des Rheintals. Unter den Leuten in der Provinz noch nicht lange bekannt und trotzdem viel und lange beweint. 10. Februar 1751. Die Ehefrau und die Tochter Anna Magdalena haben dieses Grabmal in tiefer Trauer geweiht.»

Die Hexenprozesse in RheineckAus dem Jahre 1625 ist nachgewiesen, dass drei Frauen wegen Hexerei abgeurteilt wurden.Am 1...
31/05/2026

Die Hexenprozesse in Rheineck

Aus dem Jahre 1625 ist nachgewiesen, dass drei Frauen wegen Hexerei abgeurteilt wurden.

Am 17. Juni Anna Bischofberger aus Bernang (Berneck), am 13. November Elsbetha Tobler aus Bernang und Urschel Oberst aus Oberriet. Alle drei wurden enthauptet und ihre Körper verbrannt.

Teils mit, teils ohne peinliche Examination (Folter) hatte Anna Bischofberger bekannt, sie habe mit ihrem verstorbenen Ehemann in Unfrieden gelebt und sich mit ihm gebalgt, sei mit dem Teufel, der sie oft besuchte, einmal auf dem Bock durch die Luft geritten und habe ihm versprochen, Gott, Maria und die heiligen Engel zu verleugnen.
Durch Säen von Pulver, das sie vom Teufel erhalten hatte, habe sie Haustiere zugrunde gerichtet und eine Menge Würmer aus dem Boden gelockt.
Weiter habe sie öfters Hagel gemacht und den Krämer von Thal durch einen Schlag auf die Achseln lähmen wollen.

Am 26.Mai 1636 wurden im Bauriet die Schwestern Anna und Agnes Frei von Widnau hingerichtet. Sie waren wegen begangener Unholderei mit dem bösen Feind vor das Hochgericht gestellt worden. Sie haben Gott den Allmächtigen verleugnet sowie Leute und Vieh geschändet.
Auf ihre so schwere Missetat wird erkannt, dass man beide dem Scharfrichter überantworten, auf zwei Wagen an die gewöhnliche Richtstatt im Bauriet führen, daselbs binden und ihnen das Haupt abschlagen, darnach ihre Körper zu Asche verbrennen und diese unter die Erde schieben soll, auf das niemand beschädigt werde.
«Ist auch vollzogen worden», so schliesst der Schreiber das Protokoll.

Der 94. Landvogt 1676-1678 war ein Paul Müller aus Zug, er war einer der Ersten, die Gebrauch vom Begnadigungsrecht machten.

Die Hexenprozesse sind Teil unserer Geschichte und dürfen nicht totgeschwiegen werden.
Quelle: Entstehung und Geschichte der Gemeinde Rheineck von Gebhard Niederer.
Bild: Albrecht Dürer, Die Hexe, um 1500 Kupferstich

Die Schwörtafel der "Statt Reineck"Eine besondere Rarität im Rheinecker Ratssaal ist die Schwörtafel vom Jahre 1614.Sie ...
30/05/2026

Die Schwörtafel der "Statt Reineck"
Eine besondere Rarität im Rheinecker Ratssaal ist die Schwörtafel vom Jahre 1614.
Sie wird dort in einem eigenen Wandschrank aufbewahrt.

Um vom Meineid abzuschrecken, wird auf dieser Tafel berichtet, wie ein Falschschwörer in Lausanne auf elende Weise ums Leben kam.
Es wird ferner gezeigt, wie einem Meineidigen der Arm aus dem Boden wuchs. Einem weiteren bläst der Teufel das Augenlicht aus, der nächste wird vom Bösen in Ketten gelegt und im letzten Bild ein Meineidiger in den brennenden Höllendrachen befördert.

An den beiden Rändern der Schwörtafel sind die Namen der damaligen Ratsmitglieder aufgeführt.

Bilder: St.Galler Tagblatt und meine. ☺️

Ansicht auf das Fahr mit den beiden Burgen, Vesti Rinegg und der vorderen Burg Neu-Rheineck.Diese Kupferradierung muss z...
29/05/2026

Ansicht auf das Fahr mit den beiden Burgen, Vesti Rinegg und der vorderen Burg Neu-Rheineck.

Diese Kupferradierung muss zwischen 1722 (Bau der Kirche) und 1746 (Abbruch der vorderen Burg) entstanden sein.

Vor dem Ausbau der Stadtbefestigung im 13.Jhd, bildete die hintere Burg, die «Vesti Rinegg» 1163 das erste Mal erwähnt, die einzige Wehranlage.
Sie umfasste damals nicht nur den imposanten Turm, auch ein Geviert (befestigter viereckiger Platz) von zehn Meter Seitenlänge mit einer Mauerdicke von bis zu dreieinhalb Meter, sondern auch Wohngebäude und Stallungen sowie eine Ringmauer.

Die Sage vom Schatzgräberloch weiss zu berichten:
Im Biberhölzli, bei der hinteren Burg, ist das Schatzgräberloch, eine Höhle, in welcher die Burgherren in Zeiten der Gefahr ihre Schätze verborgen haben sollen. Noch liegt vieles dort, wenn man es nur finden könnte.
Beide Burgen waren, wie das Volk weiss, durch unterirdische Gänge miteinander verbunden, und ein solcher führte auch hinunter an den Rhein in dem die Ritter ihre Pferde tränkten. T.Glarner

Zwischen der Kirche und den ersten Häusern im Fahr ein Landstück, welches sumpfig und zu Bauzwecken nicht geeignet war, genannt Gochs-Wasen. (heutiger Standort zwischen Hotel Hecht und der Kantonalbank.)

Nach dem grossen Brand von 7. Feb. 1740 musste vieles neu aufgebaut werden.

Als Brandursache wurde wortwörtlich ausgeführt, dass sich Conrad Stuckli, Schuhmacher und Nachtwächter: «am Abend gelegt und Tabak (getrunken) und folgsam aus seiner Pfeifen in das Bett Feuer fallen lassen und gleichwolen zu Ulrich Bösch sich zum Trunk verfügte und hernach das Feuer ausgebrochen ist.»
Da es sehr kalt war, erwiesen sich die Löscharbeiten als besonders schwierig, so dass sogar Hilfe aus Lindau kam. Der Brand kostete 4 Männern das Leben.

Um Baumaterial für die neuen Häuser zu beschaffen wurde die vordere Burg bis auf das Fundament abgetragen, damit wurde auch der Löwenhof und das Haus zur Rose gebaut.

Der Löwenhof
Im Jahre 1742 kaufte Giovanni Heer aus Verona westlich der Stadt vier Grundstücke und vereinigte sie zu einem Ganzen. Die Bauzeit des Löwenhofes wird von 1744 bis 1746 angegeben.
Wer der Schöpfer dieses für die Ostschweiz einmaligen barocken Baudenkmals ist, kann nur vermutet werden.

Das Hungerjahr 1816/17 in der Ostschweiz und wie die Einwohner von Altenrhein ihre Häuser durch die Flut abrupt verlasse...
28/05/2026

Das Hungerjahr 1816/17 in der Ostschweiz und wie die Einwohner von Altenrhein ihre Häuser durch die Flut abrupt verlassen mussten.

Das Bild rechts zeigt die Überschwemmungen von Gaissau und Altenrhein bis in den Löwenhof hinauf.

Als Hauptursache wird heute der Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora im April 1815 angesehen. Das Jahr 1816 und die kalten Folgejahre liegen in der Endphase der Kleinen Eiszeit und verzerren deren längerfristige Messungen.

In Mitteleuropa kam es zu schweren Unwettern. Zahlreiche Flüsse (unter anderem der Rhein) traten über die Ufer.
In der Schweiz schneite es jeden Monat mindestens einmal bis auf 800 m Meereshöhe und am 2. und 30. Juli bis in tiefe Lagen.

Im Rheintal war das Hungerjahr 1817 ebenfalls von grosser Bedeutung. Die Region war stark von der Landwirtschaft abhängig, und die Missernten führten zu grossen Problemen.
Die Menschen waren gezwungen, auf Ersatznahrung wie Gras, Blätter oder Rinde zurückzugreifen.
In der Zentralschweiz war die Hungersnot besonders gross, nach Beschreibungen des Frühmessers Augustin Schibig verzehrten die Leute „die unnatürlichsten, oft ekelhaftesten Sachen, um ihren Heisshunger zu stillen."

100 Personen mussten in Altenrhein Hals über Kopf ihre Haushaltungen verlassen und befanden sich ohne Obdach und Nahrung im kläglichsten Zustande.
Im Klosterbau «Mariaberg» in Rorschach wies ihnen der Kleine Rat ein Asyl an und sorgte dafür, dass sie Geld und Verpflegung erhielten.

Trostlos war auch die Situation in Diepoldsau, wo Nachen «über die Spitzen des starken Maisstengels» fuhren. «Die nährende Kartoffel lag unter Schuh hohem Schlamme erstickt, vom lange auf ihr ruhenden Wasser verfault; das Gras war unbrauchbar geworden; auf weiten Ebenen, die mit schon geschnittenem Flachs und Hanf ganz bedeckt lagen, die diesen unglücklichen Thalbewohnern Beschäftigung, Nahrung und Kleidung für den Winter geben sollten, war bald keine Spur mehr davon vorhanden.»
Vierzehn Tage bedeckte das Wasser die Wiesen und Felder.

Bild/Karte: Überschwemmung in der Region vom 28.August 1817.

Der Einzug der Eisenbahn bedeutete das Ende der Flösserei. 🚂🚃🚃Rheineck noch mit der alten Freibachmündung beim Pöstli (d...
27/05/2026

Der Einzug der Eisenbahn bedeutete das Ende der Flösserei. 🚂🚃🚃

Rheineck noch mit der alten Freibachmündung beim Pöstli (damals Löwen) um1850.

Am linken Bildrand der ehemalige Salzstadel.
Gut zu sehen sind die Flösse vor dem Rathaus, die mit Pferden bis nach Chur gezogen wurden.
Das Erdgeschoss im Rathaus diente bis zum Umbau 1876 als Kaufhaus, auch Sust oder Gredhaus genannt. Hier befand sich ein einziger grosser Lagerraum. Da wurden die Transitgüter aufgestapelt, die von den Schiffen hertransportiert wurden.

Die Eisenbahn und die Regulierung des Freibachs (Nesplerbach) anno 1858

Der Bau der Eisenbahn hatte zur Folge, dass der Freibach umgeleitet werden musste.
Bis anhin floss er von der Neumühle auf der Strasse zwischen Löwenhof und Kindergarten/Spielplatz und dann bei der Poststrasse in den Rhein.

Der Bahnhof (damals nannte man das Stationsanlage) wollte man erst, aufgrund der engen Platzverhältnissen im Städtli, am Langen Hag bei den Baumgärten platzieren.
Mann entschied sich dann doch, den Rhein einseitig aufzufüllen, und beim Städtli zu bauen.

Da der Rhein als Handelsweg nun nichtig geworden war, stellten sich die Rheinecker einer Rheinregulierung nicht mehr quer und unterstützen das Projekt.

Die 1857 gegründeten Vereinigten Schweizerbahnen VSB übernahm den Bau am 1. Mai 1857 der St.Gallisch-Appenzellischer Eisenbahn, die in finanziellen Schwierigkeiten steckten, von Rorschach nach Rheineck.
Und vollendeten im Sommer 1858 die Bahnstrecke bis nach Sargans-Chur.

Bild nach einer Radierung von J.Gsell von Conrad Höhener Sen. 1931.

26/05/2026

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Eure Unterstützung zeigt, wie breit verankert der Wille ist, dieses Jubiläum gemeinsam zu feiern.

Das Hochwasser von 1868 beim Rathaus Rheineck.Ein seltenes Bild noch mit dem Tor über die Rathausgasse kurz vor dem Abri...
26/05/2026

Das Hochwasser von 1868 beim Rathaus Rheineck.

Ein seltenes Bild noch mit dem Tor über die Rathausgasse kurz vor dem Abriss.🤓

Im Jahr 1762 stieg die Flut sogar 7 Fuss hoch (2,1m), bis zu Scheitel der Fenster.😟

Im Zuge der Rathausrenovation 1876 beseitigte man das Rathaustor, das zum Rhein führte.
Über dem Rathaustor befand sich die sogenannte Trestkammer, in der die alten Urkunden und sonstigen Wertsachen der Stadt aufbewahrt wurden.

Die kleine Eiszeit

Seit dem 16. Jahrhundert wuchs im Rheintal die Bedrohung durch den Fluss. Das lag weniger am viel zitierten Raubbau in den Bergwäldern als vielmehr am Klima. Dieses veränderte sich in der Phase zwischen 1560 und 1900, die man als «Kleine Eiszeit» bezeichnete.

Kälterückfälle brachten im Frühjahr oft ungewöhnliche Schneemengen.
In nasskalten Sommern verzögerte sich die Schneeschmelze und trat öfters zusammen mit extremen Niederschlägen ein.
Die Alpengletscher wuchsen, ebenso Anzahl und Ausmass von Hochwassern.
Die Erosion im Gebirge beschleunigte sich. Verstärkter Geschiebetransport landete das Flussbett auf.
Seit der Flut von 1762 lag dieses mancherorts höher als das umliegende Land. Hatte sich grobes Material früher im oberen Rheintal abgelagert, so entstanden nun grosse Kiesbänke auch im Deltagebiet.
Am Eingang zum Eselschwanz bildete das Geschiebe einen Schwemmfächer, so dass das Flussbett hier rund 600 Meter breit war.

Die Stromwindung weitete sich zudem nach Norden aus. Der Eselschwanz wurde zu einer Hauptschwierigkeit am Rhein.
Autor: Markus Kaiser, Historiker im Staatsarchiv St.Gallen
aus dem Buch «Der Alte Rhein"
Bild: Staatsarchiv St.Gallen

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