03/09/2026
Am 10. September eröffnet die neue Bibliothek Kammgarn. Bis dahin werfen wir in einer kleinen Serie einen Blick auf die Geschichte des Areals und seiner Bebauung.
Teil 3: Die Hallen für Neue Kunst
Ab 1984 diente die leerstehende Kammgarnfabrik als Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst. Auf Initiative der Kunstsammler Christel und Urs Raussmüller wurden in den Hallen für Neue Kunst die Werke von zwölf Gegenwartskünstlern von Weltrang gezeigt: Neben Joseph Beuys' Installation «Das Kapital Raum 1970–1977» erfuhren hier die «Wall drawings» von Sol LeWitt (1928–2007) oder die «Iglus» von Mario Merz (1925–2003) grosse internationale Beachtung. Das zunächst als fünfjähriges Interim geplante private Museum bestand bis 2014 und wurde nach einem verlorenen Gerichtsprozess um die Eigentumsverhältnisse von Beuys' «Das Kapital Raum 1970–1977» geschlossen.
Bildnachweise:
1. Sol LeWitt, Christel Raussmüller-Sauer, Urs Raussmüller. Foto: Bruno + Eric Bührer, Schaffhausen. Museum zu Allerheiligen, Depositum der Sturzenegger-Stiftung, Inv.-Nr. C6918.14.
2. Inv.-Nr. C6918.14.2Joseph Beuys beim Einrichten des «Kapitals» 1984. Foto: Bruno + Eric Bührer, Schaffhausen. Museum zu Allerheiligen, Depositum der Sturzenegger-Stiftung, Inv.-Nr. C6918.15.
3. Sol LeWitt, Wall Drawings II, 1984. Foto: Bruno + Eric Bührer, Schaffhausen. Museum zu Allerheiligen, Depositum der Sturzenegger-Stiftung, Inv.-Nr. C6918.31.
4. Mario Merz vor einer «Iglu»-Installation, 1987. Foto: Bruno + Eric Bührer, Schaffhausen. Museum zu Allerheiligen, Depositum der Sturzenegger-Stiftung, Inv.-Nr. C6918.46.