Archäologie Stadt Zürich

Archäologie Stadt Zürich Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Archäologie Stadt Zürich, Regierungsinstitution, Seefeldstrasse 317, Zürich.

Die Europäischen Tage des Denkmals stehen dieses Jahr unter dem Motto «In Gefahr?». Aus diesem Anlass lädt die Stadt Zür...
28/08/2026

Die Europäischen Tage des Denkmals stehen dieses Jahr unter dem Motto «In Gefahr?». Aus diesem Anlass lädt die Stadt Zürich am Samstag, 12. September 2026, zu fünf abwechslungsreichen Führungen ein, die sich mit bedrohten Bau- und Kulturgütern auseinandersetzen und neue Perspektiven auf das Zürcher Kulturerbe eröffnen.
Zum Programm gehören Führungen der Stadtarchäologie und der UWAD: «Burgruine Friesenberg» sowie «Erosion im See – Spuren der Pfahlbauten». Gemeinsam werfen wir einen Blick auf aktuelle Herausforderungen und Chancen im Umgang mit unserem kulturellen Erbe.
Die Anmeldung für die Führungen ist offen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Weitere Informationen: https://www.stadt-zuerich.ch/denkmaltage

Aufgrund der Neuverlegung der Frischwasserleitung am Fischerweg findet momentan eine vorgängige Ausgrabung rund um den m...
27/08/2026

Aufgrund der Neuverlegung der Frischwasserleitung am Fischerweg findet momentan eine vorgängige Ausgrabung rund um den mittelalterlichen Hardturm statt, der im 13. Jh. errichtet wurde. Diese Untersuchungen haben gezeigt, dass der Hardturm nicht nur ein alleinstehender Turm an der Limmat war, sondern mit einer Grabenanlage und einer Umfassungsmauer geschützt war. So kann der Hardturm als eigentliche «Niederungsburg», also eine Burg im flachen Gelände, bezeichnet werden. Diese Burg schützte zudem im 14. Jahrhundert die einzige Brücke über die Limmat zwischen der Stadt Zürich und Baden

Das SRF-Reginaljournal Zürich-Schaffhausen sowie weitere Medien haben ausführlich darüber berichtet:

SRF-Regionaljournal: https://www.srf.ch/news/schweiz/archaeologischer-sensationsfund-der-zuercher-hardturm-gibt-sein-geheimnis-preis?srg_sm_medium=em

Tages-Anzeiger: https://www.tagesanzeiger.ch/hardturm-zuerich-archaeologen-entdecken-niederungsburg-981906972369?utm_term=Autofeed&utm_campaign=ta&utm_medium=Social&utm_source=Facebook&fbclid=IwY2xjawT6GwlwZG9mAWV4dG4DYWVtAjEwAGJyaWQRMEdVeDRrMVM1anMyaFZEbUNzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEehrvX6ZDxsr960zgVaRu7HUs_2n2ZUpsfznJuBUDqbi-2x_Ljs9kUDbaz6Sk_aem_NOilIcEM0A3VgcNhAQoBgg =1787574464

20/08/2026

Eine der Hauptaufgaben der UWAD ist es, die Holzpfähle von Pfahlbaufundstellen zu dokumentieren. Diese waren einst Teil von Häusern, Stegen oder anderer Bauten innerhalb einer Pfahlbausiedlung.
Anhand der Pfähle und der daraus entnommenen Holzproben können wir unter anderem auf das Jahr genau bestimmen, wann ein Baum gefällt wurde, die Holzart identifizieren und daraus ganze Häuser und Siedlungsstrukturen rekonstruieren. So lässt sich auch die Baugeschichte einer Pfahlbausiedlung nachvollziehen.
Bevor ein Pfahl beprobt wird, erhält er eine individuelle Holznummer. Diese Nummer ist für die spätere Arbeit im Labor unerlässlich: Sie ermöglicht es, jede Probe eindeutig ihrem ursprünglichen Pfahl und damit ihrem genauen Standort in der Siedlung zuzuordnen.

15 Jahre UNESCO-Welterbe «Pfahlbauten um die Alpen»: Die Stadt Zürich hat die Augmented-Reality-App «pastZurich» dazu er...
17/08/2026

15 Jahre UNESCO-Welterbe «Pfahlbauten um die Alpen»: Die Stadt Zürich hat die Augmented-Reality-App «pastZurich» dazu erneuert. Entdecken Sie eine digitale Rekonstruktion des Pfahlbaudorfs in Originalgrösse und tauchen Sie gemeinsam mit einem Avatar in die früheste Geschichte Zürichs ein. Neu ortsunabhängig!

Und: Bis zum 11. September bieten Ihnen Infoplakate auf dem Sechseläutenplatz zusätzliche Einblicke in bedeutende Fundstellen des Pfahlbauerbes im Kanton Zürich.

«pastZurich» steht in den App-Stores kostenlos zur Verfügung. Weitere Informationen: https://www.stadt-zuerich.ch/pastzurich

An einer Fundstelle in der Nähe von Meilen hat die UWAD erneut spannende Funde an die Wasseroberfläche gebracht. Neben e...
13/08/2026

An einer Fundstelle in der Nähe von Meilen hat die UWAD erneut spannende Funde an die Wasseroberfläche gebracht. Neben einem Steinbeil und einem Topfboden gehören ein flacher Stein mit Bohrloch sowie eine Leinkapsel zu den besonderen Highlights.
Bei dem durchbohrten Stein könnte es sich um einen Anhänger handeln. Heute kennen wir Lein eher vom Öl, in der Jungsteinzeit wurden die Fasern von Lein oder Flachs aber eher zur Herstellung von Textilien verwendet.
Ein weiterer bemerkenswerter Fund ist ein fein gearbeitetes Holzobjekt. Dabei könnte es sich entweder um das Halbfabrikat eines Beilgriffs oder um ein Wurfholz handeln. Sehr ähnliche Wurfhölzer wurden bereits an den Pfahlbaufundstellen Burgäschisee-Süd und Egolzwil 4 entdeckt. Die Fundstelle Egolzwil 4 datiert in die Cortaillod-Zeit (ca. 4200–3500 v. Chr.).

Die Liegenschaft an der Zehntenhausstrasse 8 in Zürich Affoltern wird zurzeit umfassend saniert. Das Haus ist vom Erdges...
06/08/2026

Die Liegenschaft an der Zehntenhausstrasse 8 in Zürich Affoltern wird zurzeit umfassend saniert.
Das Haus ist vom Erdgeschoss bis unter den Giebel massiv gemauert. Die dendrochronologische Untersuchung ergab, dass die erste Bauphase um 1590 zu datieren ist.
Die älteste bekannte Erwähnung des Gebäudes stammt erst aus dem Jahr 1698. Es war damals ein nobles Landgut für die Stadtzürcher Oberschicht. Ab 1961 wurde darin eine mechanische Bauschlosserei eingerichtet. Heute ist das Haus im Besitz der Stadt Zürich. Seit 2013 befindet sich darin unter anderem der Quartiertreff von Zürich Affoltern.
Die komplexe Geschichte dieses herrschaftlichen Gebäudes durch die Jahrhunderte kann mithilfe der aktuellen Untersuchungen der Stadtarchäologie nun nachgezeichnet werden (s. Bilder).

Seit ein paar Monaten arbeitet die UWAD an einer Pfahlbaufundstelle in der Nähe von Meilen. Dabei kommen immer wieder sp...
30/07/2026

Seit ein paar Monaten arbeitet die UWAD an einer Pfahlbaufundstelle in der Nähe von Meilen. Dabei kommen immer wieder spannende Funde zum Vorschein. Heute möchten wir einige Highlights aus der UWAD vorstellen.
Zu sehen sind eine schön erhaltene Silexklinge, ein Kratzer sowie mehrere grosse Keramikscherben. Besonders interessant ist eine Randscherbe mit einer nicht durchgehenden Einstichverzierung: ein typisches Merkmal der Keramik aus der Horgener Zeit.
Die gezeigten Funde datieren in die Horgener Kultur und sind rund 5'200 Jahre alt (ca. 3200 v. Chr.). Charakteristisch für die Keramik dieser Epoche sind ihre dicken Gefässwände und die oft noch massiveren Böden. Da die Gefässe häufig bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen gebrannt wurden, ist die Keramik heute sehr fragil und stellt bei der Bergung eine besondere Herausforderung dar. Jeder Fund trägt dazu bei, das Leben der Menschen am Seeufer vor über fünf Jahrtausenden besser zu verstehen.

Zum 15-jährigen Jubiläum des UNESCO-Welterbes «Pfahlbauten um die Alpen» präsentiert die Stadt Zürich die erneuerte Augm...
27/07/2026

Zum 15-jährigen Jubiläum des UNESCO-Welterbes «Pfahlbauten um die Alpen» präsentiert die Stadt Zürich die erneuerte Augmented Reality App «pastZurich». Betreten Sie die digitale Rekonstruktion des Pfahlbaudorfes auf dem Sechseläutenplatz in Echtgrösse und entdecken Sie die Geschichte der Pfahlbauer – interaktiv und informativ. Ein Avatar begleitet Sie auf der Reise in die früheste Vergangenheit der Stadt Zürich.
Mehrere der rekonstruierten Häuser sind den UNESCO-Fundstellen an den Zürcher Seen gewidmet.

Die Fundstelle in der Gemeinde Erlenbach am nördlichen Zürichseeufer befindet sich auf einer flachen Strandplatte. In prähistorischer Zeit war der Platz im Zeitraum zwischen 4000 - 900 v. Chr. immer wieder bebaut worden. Davon zeugen nebst den so genannten Kultur-schichten – abgelagerter Abfall der Pfahlbauer – gebrannte Lehmfragmente mit Abdrücken von Ruten und Brettern, die als Reste von Hauswänden und Herdstellen interpretiert werden. Die Schichten stammen aus der Zeit der Pfyner-Kultur um 3700 v.Chr. Weitere Dorfreste sind aufgrund von dendrochronologisch datierten Hausgrundrissen aus der Schnurkeramischen Kultur im 28.-25. Jahrhundert v. Chr. nachgewiesen. Im Fundmaterial sind auch die Horgener-Kultur, die frühe und die späte Bronzezeit nachgewiesen.

Heute teilen wir einige Unterwasseraufnahmen der UWAD.Im Video sind zwei Keramikgefässe in situ zu sehen. Das bedeutet, ...
23/07/2026

Heute teilen wir einige Unterwasseraufnahmen der UWAD.
Im Video sind zwei Keramikgefässe in situ zu sehen. Das bedeutet, sie befinden sich noch in ihrer ursprünglichen Lage innerhalb der Kulturschicht und wurden bislang nicht bewegt.
Das langfristige Ziel der UWAD ist der Schutz archäologischer Fundstellen unter Wasser. Dafür werden die Fundstellen mit einem Geotextil und einer Kiespackung abgedeckt, um sie vor Erosion und anderen Einflüssen zu bewahren.
Bevor diese Schutzschicht eingebracht wird, werden jedoch alle Holzpfähle beprobt und Streufunde eingesammelt, da sie nach der Abdeckung nicht mehr zugänglich sind. Auch die vollständig erhaltenen Keramikgefässe werden geborgen: Da sie sehr nahe an der Oberfläche liegen, könnten sie durch Erosion, Schutzarbeiten oder weitere Eingriffe an der Fundstelle beschädigt oder zerstört werden.
Diese Arbeiten helfen dabei, wertvolle archäologische Informationen für die Zukunft zu erhalten.

Der Neubau der Rathausbrücke ist im vollen Gange. Die Arbeiten werden durch die Stadtarchäologie Zürich begleitet. Kürzl...
16/07/2026

Der Neubau der Rathausbrücke ist im vollen Gange. Die Arbeiten werden durch die Stadtarchäologie Zürich begleitet. Kürzlich konnten wir dabei einen interessanten Befund dokumentieren, der uns Rätsel aufgibt. Wir haben nämlich eine grosse Zahl an Pferdekiefern gefunden, welche dicht beieinander in einer Auffüllschicht lagen. Nach jetzigem Kenntnisstand datieren sie ins 17. Jh. Es sind Knochen von mindestens 8 Pferden, grösstenteils Unterkieferknochen und einige Fragmente von Oberkiefern. Die Knochen weisen, soweit wir das bisher beurteilen können, keine Schnitt- oder Bearbeitungsspuren auf. Den Abnützungsspuren an den Zähnen nach zu urteilen, handelte es sich dabei um erwachsene bis eher alte Pferde.

Da stellen sich einige Fragen: Wo ist der Rest der Skelette? Wieso finden sich hier nur Kiefer?

Habt ihr eine Idee, was es damit auf sich haben könnte?

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