17/06/2026
💡 Wenn Deutschland wüsste, was Deutschland weiß.
Heute startete der IGP 6. Call Jury-Marathon: drei Tage online, 68 marktreife Projekte, 35 Juror*innen und hunderte Pionier*innen, die etwas
u.n.t.e.r.n.e.h.m.e.n wollen — für mehr Attraktivität, Wirtschaftskraft und Lebensqualität in Stadt und Land.
Schon nach den ersten Pitches bin ich beeindruckt: von den Ideen, den Problemlösungen, dem Marktverständnis, der Kompetenz und dem unternehmerischen Mut der Teams.
Der 6. IGP-Call des Bundeswirtschaftsministeriums zeigt, wie viel Innovationskraft in neuen Geschäftsmodellen, nichttechnischen Innovationen und Pionierlösungen steckt. Gerade kleine und mittlere Unternehmen entwickeln hier Ansätze, die Zukunftsfelder prägen können: durch einen neuen Blick auf Bedarf, Nutzen und Umsetzung - gerne Technologie gestützt, aber eben nicht um ihrer selbst willen!
Bei manchen Projekten stelle ich mir als Jurorin allerdings auch die Frage: Wenn Ideen so gut durchdacht sind und so deutliches Marktpotenzial zeigen — warum braucht es dann staatliche Förderung? Warum sind Kapitalmärkte in Deutschland bei solchen Vorhaben oft so zurückhaltend, dass der Staat einspringen muss?
Förderung reduziert nicht den Anspruch an Markt, Kundennutzen oder Geschäftsmodell. Sie ermöglicht KMU vielmehr, mutige Schritte früher, schneller und mit kalkulierbarerem Risiko zu gehen.
Gleichzeitig sollte öffentliche Förderung nicht dauerhaft kompensieren müssen, was private Kapitalmärkte zu wenig leisten. Wenn Deutschland mehr Innovation, mehr Mittelstandsdynamik und mehr Zukunftsvertrauen will, brauchen wir beides: kluge Förderprogramme wie den IGP-Call — und mehr privates Kapital, das bereit ist, unternehmerisches Risiko in der Breite mitzutragen, weil es sich lohnt - für alle!
Ich freue mich, als Teil der Jury auf die Pionier*innen und ihre marktreifen Projekte treffen zu dürfen!