11/03/2026
Vorsitzender der SPD Albstadt, Nils Maute, im Interview mit und .zollernalbkreis:
Nils Maute übt nach der Landtagswahl Kritik an der Landes-SPD und nennt das Ergebnis „katastrophal und erwartbar zugleich“. Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat die SPD 5,5 % der Zweitstimmen bekommen und in Albstadt waren es nur noch 4,4 % für die SPD in Baden-Württemberg.
Lobend äußert sich Maute über die SPD im Zollernalbkreis und in Albstadt: Direktkandidatin Katja Weiger-Schick habe einen guten Draht zu den Menschen gefunden. Weiger-Schick hat rund drei Prozentpunkte mehr (ihr Erststimmenergebnis in Albstadt: 7,5 Prozent) im Vergleich zu den Zweitstimmen in Albstadt erreicht, das sei „phänomenal“. Doch Maute gesteht: „Mehr war einfach nicht drin.“
Die Verantwortung für das schlechte Ergebnis sieht er bei der Landespartei: „Mit den getroffenen Personalentscheidungen und der Kommunikation der inhaltlichen Ideen sei die Landes-SPD auf dem falschen Weg.“ Besonders problematisch sei, dass man guten Kandidaten durch schlechte Listenplätze die Chancen verbaut habe. Das sei ein Problem, das nicht erst bei dieser Landtagswahl aufgetreten ist. Bestes Beispiel sei der frühere Bundestagsabgeordnete Robin Mesarosch, der durch schlechte Listenplätze nicht mehr in den Bundestag gekommen sei. Dass der Wahlkampf auf Landesebene ein Personenwahlkampf war, lässt Maute nicht als Entschuldigung gelten: Die SPD habe zwar starke Themen in den Bereichen Soziales, Wirtschaft und Gesundheit, diese aber überhaupt nicht gut kommuniziert.
Um die SPD in Albstadt, die mit vier Mitgliedern im Gemeinderat vertreten ist, macht sich Maute keine Sorgen: „Wir haben unsere Vision, unsere Ideen. “Wenn die Ehrenamtlichen vor Ort weiter so gute Arbeit wie Weiger-Schick leisten, sieht er die Partei auf einem guten Weg.“