01/02/2026
N**i Symbole an Schulen sind Folge gesellschaftlicher Verrohung
Besonders erschreckend ist, wie früh junge Menschen mit rechtsextremer Symbolik in Berührung kommen und sie zunehmend unreflektiert übernehmen. Häufig fehlt ein ausreichendes Verständnis für die historische Bedeutung und die Verbrechen des Nationalsozialismus. Das ist kein individuelles Versagen einzelner Schülerinnen und Schüler, sondern ein strukturelles Defizit politischer Bildung.
„Wenn Jugendliche Hakenkreuze schmieren oder den Hitlergruß zeigen, dann ist das die direkte Folge einer Gesellschaft, in der Enthemmung, Relativierung und rechte Hetze immer mehr Raum einnehmen. Politische Bildung wird dabei zu oft vernachlässigt oder als Randthema behandelt. Das rächt sich jetzt. Hinzu kommt, dass ein falsch verstandenes Neutralitäts- und Mäßigungsgebot Lehrkräfte oft verunsichert und sie daran hindert, demokratiefeindlichen Positionen klar zu widersprechen und einzuordnen” erklärt Max Bretzmann.
„Die Faschistische Bewegung denkt und handelt in Generationen. Ein besonderer Fokus lag schon immer auf der Indoktrinierung von Kindern und Jugendlichen. Eine wehrhafte Demokratie muss das erkennen und aufhören wegzuschauen. Es zeigt sich, bewegt sich eine Region wie Ostthüringen stark nach rechts, sind es wieder die Bildungsinstitutionen die als eine der ersten angegriffen werden“.
„Wir stehen solidarisch an der Seite der Lehrkräfte, die Haltung zeigen und nicht wegsehen. Umso fassungsloser macht mich, dass sie dabei häufig allein gelassen werden. Wer von Lehrkräften erwartet, gesellschaftliche Verrohung aufzufangen, muss sie dabei konsequent stärken“, so Bretzmann weiter.
Unsere Forderungen gibt's in den Kommentaren ⬇️