28/04/2026
Die Freiwilligen Feuerwehren aus Ankum, Bersenbrück und Kettenkamp haben am vergangenen Montagabend einen Übungsdienst bei der Raiffeisenagrar in Ankum abgehalten. Zunächst wurde die Freiwillige Feuerwehr Ankum zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage alarmiert.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte der Feuerwehr Ankum, gab der Betriebsleiter an, dass es eine Verpuffung im oberen Teil der Dosierzellen gegeben habe und eine unbekannte Anzahl an Mitarbeitern vermisst sind. Der Einsatzleiter schickte umgehend mehrere Trupps, fiktiv, unter schwerem Atemschutz zur Erkundung und Rettung von vermissten Personen in das Gebäude. Die Erkundung ergab, dass ein Mitarbeiter unter zwei mit Maisgefüllten Big Bags eingeklemmt war und sich mehrere der vermissten Personen im Treppenhaus befanden. Diese gaben an, dass es im oberen Bereich des Gebäudes einen lauten Knall gegeben habe und alles verraucht sei. Des Weiteren wurde eine schwer verletzte Person auf einem etwa 26 Meter hohen Podest gesichtet. Der Einsatzleiter forderte inzwischen die Feuerwehren aus Bersenbrück und Kettenkamp an und bildete mehrere Einsatzabschnitte: Atemschutz, schwere technische Hilfe und Wasserversorgung. Fiktiv wurden weitere Feuerwehren aus den Nachbargemeinden alarmiert, um den hohen Bedarf an Atemschutzgeräteträgern sicherzustellen, sowie der Rettungsdienst und die Atemschutz Rehazone.Die Freiwillige Feuerwehr Kettenkamp baute eine Wasserversorgung von einem Unterflurhydranten auf und unterstützte mit einem Trupp unter schwerem Atemschutz bei der Suche und Rettung der vermissten Personen. Parallel zur Rettung der vermissten Personen führte die Feuerwehr Bersenbrück die technische Rettung der unter Big Bags eingeklemmten Person durch. Hier wurden unter anderem Hebekissen und Kettenzüge zur Befreiung eingesetzt.
Über die Drehleiter wurde die schwer verletzte Person vom Podest gerettet und dem fiktiv alarmierten Rettungsdienst übergeben. Ein Trupp konnte sich dann in die von der Verpuffung betroffene Etage vorarbeiten und führte dort erfolgreich Nachlöscharbeiten durch. Auf der obersten Etage, in 25 Metern Höhe konnte dann eine zuletzt vermisste Person aus dem Turm befreit und über die Drehleiter gerettet werden.
Nach rund 2 Stunden waren alle Szenarien, die von 2 Kameraden der Feuerwehr Ankum ausgearbeitet worden waren, abgearbeitet. Hierfür kamen rund 50 eingesetzte Kameradinnen und Kameraden zum Einsatz.
Im Anschluss gab es eine kurze Übungsnachbesprechung bevor es Würstchen vom Grill und kalte Getränke gab. Die Feuerwehren bedankten sich bei den Mitarbeitern der Raiffeisenagrar Ankum für das zur Verfügung stellen des Gebäudes.
Text: P. Siebrecht
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