Bibliothek Brehm Stiftung

Bibliothek Brehm Stiftung "Nachlesen - Nachdenken" - Universalbibliothek und Museum zur Geschichte und Kultur des Deutschen Sprachraums im Arolser Residenzschloss.

Heute vor 350 Jahren starb der wichtigste und bedeutendste deutsche Erzähler des 17. Jahrhunderts:  Hans Jakob Christoff...
17/08/2026

Heute vor 350 Jahren starb der wichtigste und bedeutendste deutsche Erzähler des 17. Jahrhunderts: Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen. Er schuf mit seinem Werk Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch den ersten deutschen Prosaroman von Weltrang. In seinen Werken vermischte er oft autobiografische persönliche Erlebnisse mit fiktiven oder sogar phantastischen Personen und Ereignissen. So können die ersten Jahre seines Lebens aus seinen Erzählungen zum Teil rekonstruiert werden. Grimmelshausen wurde um 1621/1622 in Gelnhausen geboren. Sein Vater starb früh, seine Mutter heiratete erneut und zog nach Frankfurt. Grimmelshausen blieb bei seinem Großvater in Gelnhausen. 1634 floh er vor marodierenden kaiserlich-spanischen Truppen. Er wurde von Soldaten entführt und geriet in Gefangenschaft. Zum Soldatendienst gezwungen, nahm er bis zum Ende des Krieges an mehreren kriegerischen Auseinandersetzungen teil.
1649 heiratete er Katharina Henninger. Nach dem Dreißigjährigen Krieg verdiente er seinen Lebensunterhalt mit den unterschiedlichsten Tätigkeiten: Gutsverwalter in Gaisbach (Renchtal), Burgvogt Schloß Ullenburg bei Gaisbach und Gastwirt in Gaisbach. 1667 zog es ihn nach Renchen am Schwarzwald, wo er bischöflich-straßburgischer Amtsschulteiß wurde. Hier lebte er hoch angesehen und fand ausreichend Zeit zum Schreiben, bis er am 17.08.1676 starb.
Als volkstümlicher Schriftsteller verwendete Grimmelshausen eine direkte und urwüchsige Sprache mit derbem und teilweise auch obszönem Humor. Neben dem Simplicissimus schuf Grimmelshausen mit dem Roman Trutz Simplex oder Ausführliche …Lebensbeschreibung der Ertzbetrügerin Courasche den ersten biographischen Roman mit weiblicher Hauptfigur in Deutschland. Dieser Romansaus dem Simplicissimus Spektrum diente Berthold Brecht als Vorlage für sein Drama Mutter Courage und ihre Kinder.



05/08/2026

Vom 06. Bis 09. August findet der 293. Arolser Kram- und Viehmarkt statt. Wie jedes Jahr freuen sich die Arolser auf die „Fünfte Jahreszeit“. Morgen wird DAS Viehmarkt wie jedes Jahr traditionell mit dem großen Festumzug eröffnet. Vier Tage Ausnahmezustand werden in der kleinen Barockstadt herrschen. Zahlreiche Fahrgeschäfte, Verkaufsstände und Fresstempel gilt es wieder zu entdecken.

Die Bibliothek Brehm wird am Freitag (07. August) am Stand des Hessischen Ministeriums für Digitalisierung und Innovation vertreten sein. Zwischen 10:00 Uhr und 14:00 Uhr könnt ihr auf dem Viehmarkt den digitalen Rundgang auf unseren VR-Brillen entdecken. Kommt also unbedingt vorbei!

Das Team der Bibliothek Brehm wünscht auch allen viel Spaß! Genießt die Zeit und lasst euch vom heißen Wetter nicht verbrennen. Die Bibliothek ist in der Zeit des Viehmarkts NICHT für Führungen geöffnet. Auch wir müssen uns mal eine Auszeit auf dem größten Volksfest Nordhessens gönnen.



Etwa noch ein neues Design für die Abstimmung über die künftigen Euro-Scheine? Leider nicht! Aber so könnte ein Design a...
31/07/2026

Etwa noch ein neues Design für die Abstimmung über die künftigen Euro-Scheine? Leider nicht! Aber so könnte ein Design aussehen, das mit Objekten aus der Bibliothek Brehm erstellt worden wäre.
Das gesamte Internet spricht gerade über kaum etwas anderes: Die Europäische Zentralbank lässt aktuell über einen neuen Look für die Euro-Banknoten abstimmen. Insgesamt stehen zehn mögliche Designs zur Auswahl, über die noch bis September abgestimmt werden kann.
Ins Rennen gegangen sind zwei Motivwelten. Zukünftig könnten entweder Vögel und Flüsse oder bedeutende europäische Persönlichkeiten die Banknoten zieren. Für die Vogelwelt treten unter anderem der Eisvogel, der Weißstorch und der Mauerläufer an. Auf Seiten der historischen Persönlichkeiten, die die reichhaltige europäische Kultur repräsentieren sollen, könnten uns künftig Maria Callas, Ludwig van Beethoven, Marie Curie oder Leonardo da Vinci beim Bezahlen anlächeln.
Wer ist euer Favorit? Vögel oder historische Persönlichkeiten? Wer noch unentschlossen ist, kann sich bei einer Führung durch die Bibliothek Brehm alle Kandidaten beider Themenwelten in Form verschiedener Bücher und Porträts noch einmal ganz genau anschauen.

Die abgebildeten Geldscheine auf den Bildern 2 bis 7 entsprechen übrigens dem Entwurf E der griechischen Grafikerin Myrsini Vardopoulou. Der Entwurf unserer Geldscheine wurde mithilfe von KI anhand der gezeigten Objekte aus der Bibliothek erstellt 😉💶



Noch sind sie in einem miserablen Zustand unser beiden Hexenprozessakten. Sie sind die wohl schauerlichsten Objekte in u...
28/07/2026

Noch sind sie in einem miserablen Zustand unser beiden Hexenprozessakten. Sie sind die wohl schauerlichsten Objekte in unserem Bestand. Die Akten dokumentieren den Verlauf von zwei Prozessen gegen Frauen und Männer, die im ausgehenden 16. und Mitte des 17. Jahrhunderts der Hexerei angeklagt und nach unzähligen Verhören und Folterungen hingerichtet wurden. Bisher konnte sie in Führungen nur sporadisch angeschaut werden. Auch eine Digitalisierung durch die Universität Kassel war auf Grund des Zustands bisher nicht möglich.
Dank des Programms zur Bestandserhaltung des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur können unsere Hexenprozessakten nun restauriert werden. Sie kommen pünktlich zum Vortrag von Anna-Lena Knebel „Hexenverfolgung im Spiegel ihrer Quellen“ am 13. November 2026 wieder in die Bibliothek zurück. An dieser Stelle möchten wir uns auch bei den Besuchern unserer vergangenen Vorträge bedanken, die durch ihre Spenden die Restaurierung mit ermöglicht haben.



Was macht ein Glasmaler in Zürich vor 450 Jahren, wenn die Geschäfte schlecht laufen? Er schnappt sich ‚Mesz-Schybe’ und...
23/07/2026

Was macht ein Glasmaler in Zürich vor 450 Jahren, wenn die Geschäfte schlecht laufen? Er schnappt sich ‚Mesz-Schybe’ und Schrittmass und macht sich daran, seine Heimatstadt zu erkunden, zu zeichnen und zu vermessen.
Jos Murer, geboren 1530 in Zürich, war dieser Glasmaler. Sie Geschäfte liefen schlecht und so machte er sich als ‚Geograph‘ an die Arbeit. Wir verdanken ihm den ersten detaillierten Stadtplan in einer Genauigkeit, die uns heute einen Überblick über das Stadtbild Zürichs im Jahre 1574 gibt.
Christoffel Froschauer der Jüngere sah das Potential der Arbeit Murers. Ludwig Fry, ein bekannter Holzschneider, bekam die knifflige Arbeit übertragen, Murers vorgezeichneten Plan auf hölzerne Druckplatten seitenverkehrt zu übertragen und ‚herauszureissen‘.
Die Stadtansicht setzt sich aus sechs gleich großen Teilen zusammen, die Zürich innerhalb der Stadtmauern und das nähere Umland zeigen. Auf unserem Faksimile ist in der Mitte ein weißer Fleck. Hier steht das Großmünster der Stadt. Die Kirche bekam einen eigenen Holzstock, da sie an den Schnittpunkten der Holzstöcke lag und so nicht korrekt dargestellt werden konnte.
Von der ersten Auflage, die schließlich 1576 gedruckt wurde, ist kein einziges Exemplar erhalten. Um 1670 wurde eine zweite Auflage von den alten Tafeln gedruckt. Die Original- Druckstöcke sind noch im Staatsarchiv des Kantons Zürich vorhanden.
Auf der Karte gibt es viel zu entdecken: im ‚Hirschengraben‘ wurden tatsächlich Hirsche gehalten. Am ‚Mühlesteg‘ gab früher einen hölzernen oberen und unteren Mühlesteg mit vielen Mühlrädern und einer Papiermühle.
Auf Bild 4 sieht man ein ‚Pfeilbahn‘. Die Gesellschaft der Bogenschützen schoss ihre Pfeile quer über die Limmat auf Strohscheiben am Hang des Lindenhofs auf der anderen Flussseite. Zurück kamen sie in einem Bolzenkasten, der an einem Doppelseil über das Wasser zurück zur Schützenstube gezogen wurden.



15/07/2026

Sprichwörter, Redewendungen und ihre Herkunft (Teil 14) 🖼️🎨

„Das ist ein echter Rembrandt!“ – Kaum eine andere Redewendung hebt die einwandfreie Echtheit, den außergewöhnlichen Wert oder die Meisterhaftigkeit einer Sache so hervor, wie diese.
Die Redewendung hebt damit nicht nur die Bedeutung des niederländischen Künstlers hervor. Bis heute gehören seine Bilder zu den preislich teuersten der Welt. Es macht auch auf die Kernproblematik des „System Rembrandt“ aufmerksam.
Rembrandt leitete eine hochproduktive Werkstatt, die zeitweise bis zu 50 Schüler hatte. Viele Bilder, die denen Rembrandts zum Verwechseln ähnlich sind, wurden von seinen Schülern gemalt. Oftmals legt Rembrandt am Ende selbst mit wenigen Pinselstrichen Hand an und setzte dann seine Signatur unter das Werk. Häufig nutzten die Schüler die gleichen Leinwände und Pigmente wie Rembrandt. Naturwissenschaftliche Tests stießen bei der Überprüfung der Echtheit dadurch an ihre Grenzen.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurden weit über 700 Gemälde Rembrandt zugeschrieben. 1968 macht sich eine Expertenkommission daran in einer jahrzehntelangen Detektivarbeit daran, die eigenhändigen Originale Rembrandts herauszufiltern. Heute gelten nur noch ca. 315 bis 350 Gemälde als „echte Rembrandts“. Der Rest wurde als „Rembrandt-Schule“ degradiert. Damit hat sich der vermeidliche Kanon um gut 50 % reduziert.
Sicher dürfte das Expertenteam bei seinen Forschungen mehr als einmal „Das ist ein echter Rembrandt!“ gerufen haben, was so zum Synonym für die ultimative Bestätigung von Authentizität wurde.

Übrigens wäre der Meister von Licht und Schatten heute 420 Jahre alt geworden. Wir gratulieren dem einzig echten Rembrandt van Rijn zu seinem Geburtstag! 🎂🥳



🎶Goethe war gutMann, der konnte reimenWenn ich es versuch‘Schwitz‘ ich Wasser und BlutUnd ich merke jedesmal:Goethe war ...
07/07/2026

🎶Goethe war gut
Mann, der konnte reimen
Wenn ich es versuch‘
Schwitz‘ ich Wasser und Blut
Und ich merke jedesmal:
Goethe war gut!🎶

So mancher Popsong hat sich dem Lesen und Schreiben von Büchern gewidmet. „Goethe war gut“ ist nur ein Beispiel dafür. Dieser eher wenig literarische, dafür aber humorvolle Schlager wurde 1978 von Rudi Carrell gesungen, der heute vor 20 Jahren im Bremen an Lungenkrebs verstorben ist.
Carell war zwar kein klassischer Literaturliebhaber, aber als pragmatischer Viel- und Fachleser von Unterhaltungsmedien und Biografien ließ er sich für seine eigene Arbeit inspirieren, bspw. veranlasste das Lesen von Zeitungen Carrell die Satire-Show „7 Tage – 7 Köpfe“ ins Leben zu rufen.
Rudi Carell begann seine Karriere in den 1950er Jahren als Entertainer, Zauberkünstler und Bauchredner. Erst ein Misserfolg verhalf ihm zum Durchbruch. 1960 trat Rudi Carrell für die Niederlande beim Grand Prix Eurovision in London an. Nachdem das Land im Vorjahr gesiegt hatte, landete Carrell mit seinem Lied „wate en geluk“ nur auf dem vorletzten Platz. Sein humorvoller Umgang mit der Niederlage machte mehrere niederländische Sender auf ihn aufmerksam. 1961 durfte er eine Sendereihe nach eigenen Wünschen gestalten. Es war die Geburtsstunde der „Rudi Carrell Show“, die ab 1965 auch einen Deutschen Ableger in der BRD bekam.
Insgesamt 400 eigene Fernsehshows im In- und Ausland produzierte Rudi Carrell in seinem Leben, die mit unzähligen Auszeichnungen prämiert wurden.
Carrells Gesundheit musste unter dem großen Erfolg jedoch leiden. In stressigen Phasen ernährter sich der Showmaster nur sehr einseitig und rauchte als Ausgleich bis zu 60 Zi******en am Tag. Die letzten Jahre waren durch seine Lungenkrebserkrankung geprägt. Dennoch verließ Carrell nicht nur die Showbühne, sondern am 07. Juli 2006 auch die Bühne des Lebens mit einem Lächeln.



Der Sonntag ist heilig! – Und das schon ganze 1705 Jahre lang.Im März 321 verfügte Konstantin der Große in einem Dekret,...
03/07/2026

Der Sonntag ist heilig! – Und das schon ganze 1705 Jahre lang.

Im März 321 verfügte Konstantin der Große in einem Dekret, dass „alle Richter und Einwohner der Städte, auch die Arbeiter aller Künste, am ehrwürdigen ‚Tag der Sonne‘ ruhen sollen“. Ausgenommen waren wichtige landwirtschaftliche Arbeiten. Der erste Sonntag, an dem dieses Dekret griff, war der 03. Juli 321.

Im Mittelalter entwickelte sich der Sonntag als Tag des Gottesdienstes. Wer an einem Sonntag arbeitete, drohte sein Seelenheil zu gefährden.

Heute ist der Sonntag ein Tag der seelischen Erhebung. Die Freizeit wird mit den unterschiedlichsten Dingen gestaltet. Ein farbenfrohes Denkmal wurden dem Sonntag durch Georges Seurat gesetzt. Dieser stellte 1886 sein Ölgemälde „Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte“ fertig. Das Meisterwerk zeigt Personen der unterschiedlichsten gesellschaftlichen Schichten, die unter einem strahlenden Sommerhimmel den Sonntagnachmittag in Paris verbringen.

Ein Spaziergang in Paris an einem Sonntag wäre sicher schön, aber 700 Kilometer sind von Bad Arolsen aus doch ein wenig weit. Alternativ könnt ihr auch sonntags nach einer Voranmeldung die Bibliothek Brehm zu einer Führung besuchen. Ein anderer Wochentag ist natürlich auch möglich.



HAPPY BIRTHDAY Gottfried Wilhelm LeibnizHeute vor 380 Jahren wurde der Mathematiker, Philosoph, Jurist, Bibliothekar und...
01/07/2026

HAPPY BIRTHDAY Gottfried Wilhelm Leibniz

Heute vor 380 Jahren wurde der Mathematiker, Philosoph, Jurist, Bibliothekar und Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz in Leipzig geboren.
Er war DER universale Geist seiner Zeit, einer der wichtigsten Vordenker der Aufklärung. Der bekannte französiche Aufklärer, Denis Diderot hat über Leibniz geschrieben: “Wenn man auf sich zurückkehrt, und die Talente, die man empfing, mit denen eines Leibniz vergleicht, wird man versucht, die Bücher von sich zu werfen und in irgendeinem versteckten Weltwinkel friedlich zu sterben“.
Leibniz interessierte sich schon als Kind für fast alles, brachte sich selbst Latein und Griechisch bei und fing bereits mit 15 Jahren ein Philosophie-Studium an.
Er entwickelte die erste mechanische Rechenmaschine für die vier Grundrechenarten und schuf mit dem binären Zahlensystem die Voraussetzung für die Entwicklung von Computern – ohne seinen hellen Geist würden wir vielleicht heute Computer gar nicht kennen und nutzen.
Der Briefwechsel Leibniz‘ umfasst 15.000 Briefe mit 1.100 Korrespondenten und gehört seit 2007 zum UNESCO Weltdokumentenerbe. Er ist Bestandteil des in Hannover aufbewahrten Leibniz-Nachlasses mit ca. 50.000 Nummern mit rund 200.000 Blättern.
Seit 2006 widmen die Stadt Hannover, die Leibniz Schule sowie die Hannoversche Allgemeine Zeitung dem Polyhistor den heutigen Tag als Leibniz Tag zu Ehren des großen Universalgelehrten, der lange Zeit seines Lebens in Hannover verbrachte.
Den berühmten-Butterkeks hat unser heutiges Geburtstagskind nicht erfunden. Dieser wurde „erst“ 1891 von Hermann Bahlsen kreiert und als Hommage an den großen Universalgelehrten nach ihm benannt. Viele Lebensmittel werden nach Persönlichkeiten benannt: der Bismarck-Hering, die Morzartkugeln, das Fürst-Pückler-Eis, die Bloody Mary oder die Schillerlocke.



Happy Birthday Ingeborg BachmannHeute vor 100 Jahren wurde eine der wichtigsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen de...
25/06/2026

Happy Birthday Ingeborg Bachmann
Heute vor 100 Jahren wurde eine der wichtigsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts in Klagenfurt geboren: Ingeborg Bachmann. Ihr Werk erstreckt sich über die verschiedensten Literaturgattungen, ob Prosa, Lyrik, Essay oder Hörspiel.
Sie studierte Philosophie, Germanistik und Psychologie in Innsbruck, Graz und Wien und promovierte 1950 mit einer Arbeit über die Rezeption der Philosophie Martin Heideggers.
Ingeborgs Vater war von dem schriftstellerischen Talent seiner Tochter überzeugt und sorgte 1946 für die Veröffentlichung der Erzählung Die Fährte in der Kärntner Illustrierten.
1952 las sie zum ersten Mal auf der Tagung der Gruppe 47. Bereits ein Jahr später erhielt sie den Literaturpreis der Gruppe 47 für den Gedichtband „Die gestundete Zeit“. Weitere Auszeichnungen folgten, wie 1964 der Georg Büchner Preis.
Sie lebte in Klagenfurt, Wien, Zürich, München und zuletzt in Rom. Ende September 1973 zieht sich Ingeborg Bachmann in ihrer Wohnung schwere Brandverletzungen zu – eine beim Einschlafen heruntergefallene brennende Zigarette soll der Auslöser für den Brand gewesen sein. Wenige Tage später stirbt sie mit nur 47 Jahren im Krankenhaus.



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