16/06/2026
Wer Millioneninvestitionen mit dem Geld der Gebührenzahler plant, muss darlegen, warum bestehende Strukturen nicht ausreichen.
Die aktuelle Diskussion um den geplanten Zweckverband Bioabfall Schwaben zeigt: Bevor neue kommunale Unternehmen gegründet werden, sollten Alternativen geprüft werden. Gibt es einen Kapazitätsmangel? Oder können private Anbieter die Aufgabe bereits heute wirtschaftlich erfüllen?
Kommunale Lösungen sind sinnvoll, wo der Markt versagt – nicht dort, wo funktionierende Strukturen verdrängt werden könnten.
Wir müssen die geplanten Investitionen kritisch hinterfragen – im Interesse von Gebührenzahlern, Mittelstand und einer effizienten Kreislaufwirtschaft.
Braucht es wirklich neue kommunale Biogasanlagen – oder gibt es bereits ausreichende Kapazitäten? 🤔
Der VBS bewertet die Planungen für den „Zweckverband Bioabfall Schwaben“ kritisch. Aus Sicht des Verbandes besteht weder ein Kapazitätsmangel noch die Notwendigkeit, mit öffentlichen Mitteln neue Anlagen in Konkurrenz zu bestehenden privatwirtschaftlichen Strukturen aufzubauen. ♻️
VBS-Präsident Stefan Böhme betont: „Angesichts der geplanten Millioneninvestitionen zulasten der Gebührenzahler sollten die zuständigen Kreisräte sorgfältig prüfen, ob bestehende, steuerzahlende Unternehmen tatsächlich durch ein gebührenfinanziertes Kommunalunternehmen verdrängt werden sollen.“
Der VBS sieht durch Anlagen der mittelständisch geprägten privaten Entsorgungswirtschaft bereits heute ausreichend leistungsfähige und zukunftsfähige Verwertungskapazitäten. Neue kommunale Wettbewerber könnten bestehende Investitionen gefährden und langfristig zu höheren Belastungen für Gebührenzahler führen. ⚠️
Mehr Hintergründe und die vollständige Position des VBS finden Sie in der Pressemitteilung:
https://lnkd.in/dyXdi5jZ