17/06/2026
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Die ehrenamtlichen Einsatzkrรคfte der Bergwacht Bad Reichenhall, Bergwacht Freilassing und Bergwacht Inzell waren wรคhrend der vergangenen Tage bei drei zeitaufwendigeren Einsรคtzen gefordert: Am spรคten Sonntagvormittag brauchte eine 72-Jรคhrige Hilfe, die sich am Zwieselsteig zwischen Gamskogel und Zennokopf an einem scharfen Felsen eine tiefe Risswunde am Unterschenkel zugezogen hatte; am Samstagmittag wurden Hilferufe von der Nordostseite des Fuderheubergs gemeldet, wo ein 30-Jรคhriger den Steig verloren hatte und geschรคtzte 70 Hรถhenmeter abgestรผrzt war und am Montagvormittag musste ein 55-Jรคhriger gerettet werden, der sich auf der Westseite des Mรผllnerbergs verirrt hatte.
Am spรคten Sonntagvormittag (14. Juni) setzte kurz nach 11 Uhr eine achtkรถpfige Alpenvereinsgruppe aus Niederbayern einen Notruf bei der Integrierte Leitstelle Traunstein ab, da sich eine 72-jรคhrige Teilnehmerin in einer leichten Kletterpassage am Zwieselsteig zwischen Gamskogel und Zennokopf an einem scharfen Felsen eine tiefe Risswunde am Schienbein knapp unterhalb des Knies zugezogen hatte. Ihre Kameraden versorgten die Verunfallte mit einem Druckverband und mussten sie lรคngere Zeit betreuen, da der Gratsteig in Wolken eingehรผllt war und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschrauber Christoph 14 vier Bergretter nur unterhalb des Zennokopf-Gipfels absetzen konnte, die dann zu Fuร weiter aufstiegen, zur Einsatzstelle querten und die Frau so weit versorgten, dass sie sie langsam am kurzen Seil zum Gamsknogel hinรผber und dann weiter zur Kohleralm hinabfรผhren konnten. Der Pilot versuchte dann nochmal vom Zwischenlandeplatz im Nonner Unterland aus anzufliegen, hatte aber wegen der Wolken keine Chance, flog nach Traunstein zum Tanken und brachte anschlieรend weitere Bergretter von Inzell aus so weit wie mรถglich nach oben, die dem Rettungstrupp von der Westseite aus entgegengingen, um die Frau dann gemeinsam zur Kohleralm hinabzubringen. โChristoph 14โ schaffte es dann aber in einer Wolkenlรผcke anzufliegen, konnte die 72-Jรคhrige im Rettungssitz mit der Winde aufnehmen und direkt weiter zum Klinikum Traunstein der Kliniken Sรผdostbayern fliegen. Insgesamt 25 Einsatzkrรคfte der Bergwachten Bad Reichenhall, Freilassing und Inzell waren rund viereinhalb Stunden lang gefordert.
Am Samstagmittag gegen 11.50 Uhr gingen von Piding aus mehrere Notrufe wegen nicht nรคher lokalisierbarer Hilferufe von der Nordostseite des Fuderheubergs oberhalb von Schloss Staufeneck ein. Insgesamt 17 Einsatzkrรคfte der Bergwachten Bad Reichenhall und Freilassing und ein Polizeibergfรผhrer der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) suchten in mehreren Trupps die Wege und Steige ab, wobei drei Bergretter von der Staufenbrรผcke aus รผber den Normalweg aufstiegen, dann auf einem in rund 650 Hรถhenmetern abzweigenden verfallenen Jagersteig zunรคchst ein abgestelltes Radl und dann aufgrund seiner Rufe gegen 12.50 Uhr auch unter einem Baum den verunfallten 30-jรคhrigen Freilassinger fanden. Der Mann war bereits in der Frรผh aufgebrochen und vom Normalweg in den verfallenen Steig abgezweigt; er wollte dann wahrscheinlich am Ende an einer Felswand weiter weglos durch eine Rinne aufsteigen, wobei er am regennassen Untergrund ausrutschte und geschรคtzte 70 Hรถhenmeter durchs steile Waldgelรคnde abstรผrzte und knapp oberhalb einer senkrechten Wand liegenblieb. Da er sein Handy verloren hatte und immer wieder auch bewusstlos wurde, konnte er selbst keinen Notruf absetzen. Die Bergretter bauten einen Standplatz und versorgten den Mann notfallmedizinisch, der sich nach erster Einschรคtzung neben einer Kopfplatzwunde und mehreren Abschรผrfungen schwerer am Unterschenkel und an der Hand verletzt hatte. Sie forderten zum schonenden Abtransport den Traunsteiner Rettungshubschrauber โChristoph 14โ nach; die Heli-Besatzung setzte zunรคchst ihren Notarzt an der Einsatzstelle ab, der nach kurzer Untersuchung entschied, dass ein sitzender Abtransport mรถglich ist; der Heli nahm dann den Verunfallten mit der Winde auf und flog ihn direkt zur Kreisklinik Bad Reichenhall. Der zunรคchst zur Suche alarmierte Polizeihubschrauber โEdelweiร 3โ mit Wรคrmebild-Kamera und das Team des Technikbusses der Bergwacht Chiemgau mit der Wรคrmebild-Drohne wurden vor Ort nicht mehr benรถtigt. Der Einsatz dauerte rund vier Stunden. Ein Polizeibergfรผhrer nahm den schweren Unfall auf.
Am Montagvormittag (8. Juni) war gegen 9.30 Uhr ein Notruf von der Westseite des Mรผllnerbergs eingegangen, wo ein 55-Jรคhriger aus Baden-Wรผrttemberg vom Ulrichsholz aus zum Paul-Gruber-Haus aufsteigen wollte und den Steig verloren hatte. Acht Einsatzkrรคfte der Reichenhaller Bergwacht und die Besatzung des Polizeihubschraubers โEdelweiร 13โ konnten den Unverletzten orten, in einem Rettungssitz sichern, mit der Winde aufnehmen und ins Tal fliegen. Der Einsatz dauerte zwei Stunden.
Bereits am 29. Mai musste โChristoph 14โ gegen 15.20 Uhr einen Baden-Wรผrttemberger und seinen zwรถlfjรคhrigen Sohn vom Landeplatz oberhalb des Reichenhaller Haus am Hochstaufen abholen, da der Bub zuvor im Pidinger Klettersteig gestรผrzt war und sich eine Risswunde an der Augenbraue zugezogen hatte. Am 17. Mai wurden nachts um 1.40 Uhr unklare Lichtquellen unterhalb der Predigtstuhlbahn von Bad Reichenhall aus gesehen und รผber Notruf gemeldet, die der Einsatzleiter der Bergwacht hinsichtlich eines vermeintlichen Notfalls abklรคren musste โถ๏ธ https://www.brk-bgl.de/aktuell/presse/meldung/72-jaehrige-zieht-sich-im-nebel-am-zwieselsteig-risswunde-am-unterschenkel-zu-30-jaehriger-stuerzt-am-fuderheuberg-70-meter-ab-55-jaehriger-verirrt-sich-am-muellnerberg.html