Im Gründungsjahr 1952 waren es überwiegend Männer, Frauen - Neubürger (Flüchtlinge) und Alteingesessene - denen das Wohl unserer Stadt am Herzen lag und die sich nach leidvoller NS-Herrschaft und den Schrecken des 2. Weltkrieges geschworen hatten, nie mehr wieder in eine politische Partei eintreten zu wollen. Auch heute noch besteht die FWG aus parteiunabhängigen Bürgerinnen und Bürgern unserer St
adt und ihrer Ortsteile, die sich zusammengeschlossen haben, um die Geschicke unserer schönen Heimatstadt mitbestimmen zu können. unsere Lebenserfahrung und unseren gesunden Menschenverstand für eine ausschließlich sachbezogene Politik in unserer Heimatstadt zur Verfügung stellen. Frei heißt dabei, dass wir als Freie Wähler nicht an Parteiideologien und Parteiprogramme gebunden sind. Selbstverständlich achten wir dabei unser Mehrparteiensystem. Wir sind aber der Meinung, dass Parteipolitik in einem Rathaus einer Stadt unserer Größe nichts verloren hat. Die Freien Wähler sind in ihrer Politik meist kommunal ausgerichtet. Sie können sich besser für die einzelne Kommune einsetzen, da sie nicht durch landes- oder bundespolitische Zwänge beeinflusst sind. Die Freien Wähler in Bayern sind eine der erfolgreichsten Wählergruppen Deutschlands. Sie verbuchen über Jahre hinweg Erfolge bei Kommunalwahlen. So wurden die Freien Wähler bei der Kommunalwahl 2002 mit 15,6% (+0,3%) drittstärkste Kraft hinter CSU und SPD. Sie stellen mit 14 Landräten die zweitmeisten in Bayern. Fast 40 Prozent aller Gemeinde- und Stadträte in Bayern sind parteifrei. Jeder dritte Bürgermeister ist ein "Freier".
1978 wurde der "Landesverband Bayern der freien und unabhängigen Wählergemeinschaften e.V. (FW Landesverband Bayern)" als Dachverband der parteiunabhängigen Wählervereinigungen gegründet. Der Landesverband hat als Mitglieder nur Orts- und Kreisverbände, keine natürlichen Personen. Mitglieder des Landesverbandes sind (2007) rund 870 Orts- und Kreisverbände. Nach der Entscheidung der Freien Wähler, sich 1998 erstmals an der bayerischen Landtagswahl zu beteiligen, wurde die organisierte Wählergruppe "FW FREIE WÄHLER Bayern e.V." Um dem Landeswahlgesetz zu entsprechen, gehören diesem Verein nur natürliche Personen als Mitglieder an. Die Teilnahme an den Bezirkstags- und Landtagswahlen 1998 führte dazu, dass die Freien Wähler in allen Bezirkstagen vertreten sind, für die keine Fünf-Prozent-Hürde gilt. Der Einzug in den Landtag wurde 2003 mit 4,0% nur knapp verpasst. Im Jahr 2008 gelang den Freien Wählern dann auch dies. Mit 6,2% verbuchten sie den stärksten Zugewinn aller Parteien und zogen mit einem Ergebnis von 10,2% mit 21 Abgeordneten in den Bayerischen Landtag ein.