13/06/2026
🐈 Tierisches Familiendrama mit gutem Ausgang 😻
➡ Rettungsaktion für Wildkatzen endet erfolgreich
Alles begann mit einer Verwechslung: Tief im Wald bei Priegendorf entdecken zwei Frauen drei Kätzchen und halten sie für ausgesetzte Hauskatzen. Was sie nicht wissen: Mehrere Waldgebiete in der Region sind inzwischen wieder von Wildkatzen besiedelt. Die Hunde der Frauen hatten den Nachwuchs einer Wildkatzenmutter aufgespürt. Die Jungtiere waren keineswegs hilfsbedürftig.
Da sich junge Wildkatzen und graugetigerte Hauskatzen optisch kaum unterscheiden, werden die Tiere trotz heftiger Gegenwehr mitgenommen. Über Umwege gelangen sie schließlich ins Tierheim Bamberg. Für Wildkatzen ist das problematisch: Die ungewohnte Umgebung, Menschen, Hundegebell und zahlreiche fremde Gerüche bedeuten Stress. Zudem besteht die Gefahr, dass sie mit Krankheitserregern in Kontakt kommen, denen sie in freier Wildbahn nicht begegnen würden. Zum Glück bleiben die Tiere in der Quarantänestation.
Als die untere Naturschutzbehörde über die Kätzchen informiert wird, beginnt die Recherche. Die Finder werden kontaktiert, die Fundumstände ausgewertet und Experten des BUND Naturschutz in Bayern e. V. hinzugezogen. Schnell steht fest: Es handelt sich um Wildkatzen. Damit stellt sich die Frage, wie mit den Tieren weiter verfahren werden soll. „Bevor sie in eine Wildtierauffangstation gebracht werden, wagen wir einen Versuch, die Tiere zurückzusetzen“, erklärt Bernhard Struck, Fachreferent für Naturschutz an der unteren Naturschutzbehörde.
➡💻 Mehr über den Ablauf und den Ausgang der Rettungsaktion, lesen Sie auf der Website des Landkreises Bamberg unter "Pressemitteilungen".
ℹ Zum Schutz dieser seltenen Tiere sollten Hunde im Wald nicht stöbern gelassen werden. Wer graugetigerte Kätzchen entdeckt, sollte diese nicht mitnehmen, sondern zunächst Kontakt mit den Naturschutzbehörden oder dem BUND Naturschutz aufnehmen ([email protected]).
📸 Landratsamt Bamberg / Struck