05/12/2024
Ist die Entwicklung unserer Dörfer noch gewollt?
Diese Frage kann man sich als Kommunalpolitiker in unserer Samtgemeinde schon länger stellen.
Bisher warfen Regelungen von oben, sprich vom Landkreis im Rahmen des regionalen Raumordnungsprogrammes, genau diese Frage auf.
Es zählt die Entwicklung von Ober- und Unterzentren.
Außerhalb dieser ist eine Entwicklung nur noch eingeschränkt möglich.
Eigentlich waren wir uns in der Samtgemeinde immer einig:
eine Entwicklung muss überall, natürlich im angepassten Maß, möglich sein.
Nun hat diese Diskussionen aber auch uns intern im Rat der Samtgemeinde erreicht.
Es wird mit Leerständen argumentiert, daher sei die Ausweisung neuer Bauflächen in bestimmten Dörfern nicht notwendig.
Ja, auf unseren Dörfern gibt es Leerstände. Aber man muss bitte auch kritisch hinterfragen warum es diese gibt.
Oftmals ist nicht die mangelnde Nachfrage nach Wohnraum der Grund. Die Gründe sind vielmehr persönliche Entscheidungen der Eigentümer (gewollter Leerstand), hoher Renovierungsbedarf der mit dem Wert des Gebäudes im keinem Verhältnis mehr steht oder absurde Mondpreise von denen Verkäufer träumen.
Und vielleicht sieht sich der ein oder andere Kaufwillige auch einfach nicht in einem alten, für seine Verhältnisse vielleicht auch viel zu großem Fachwerkhaus mit maroden Nebengebäuden.
Aber deshalb die gewollte Entwicklung unserer Dörfer verhindern?
Wieso ist die „Versiegelung von Flächen“ in Ober- und Unterzentren scheinbar weniger schlimm als auf den kleinen Dörfern?
Jedes Dorf in unserer Samtgemeinde muss das Recht haben sich zu entwickeln, egal wie klein oder wie groß es ist.
Denn nur so können wir das bleiben was wir sein wollen: Ein Ort an dem man gerne lebt und der auch lebenswert ist!
Und dafür sollten wir alle gemeinsam einstehen und uns nicht noch gegenseitig behindern!
(MS)
Bild: Bördel (Symbolfoto), Quelle Wikipedia