05/06/2022
Der Bericht der Geistsendung im heutigen Evangelium klingt ja doch ein bisschen anders als der Pfingstbericht aus der Apostelgeschichte: Das Evangelium berichtet nichts von Sturm und Brausen, nichts von Stimmengewirr, nichts von offenen Türen - sondern da ist von ganz viel Angst die Rede, von Stille – aber auch ganz viel Liebe - und alles hinter verschlossenen Türen.
Erinnern wir uns: Da kommt Jesus und tritt in die Mitte der Apostel, die sich vor lauter Angst fest eingeschlossen haben.
Und das allererste Wort, das er an sie richtet, das allererste Wort, das er für sie hat – das ist ein Wort des Friedens: Friede sei mit euch!
Typisch Jesus: Kein Vorwurf wegen ihrer Feigheit, keine Kritik an ihrem Unglauben, kein Ärger über ihre Ängstlichkeit, sondern das Angebot eines neuen Friedens, einer neuen Freundschaft.
Friede sei mit Euch. Zweimal sagt er das – zweimal, damit sie es auch nicht überhören.
Und ein Geschenk hat er für sie: den hl. Geist.
"Empfanget den heiligen Geist."
Diesen Geist der Lebendigkeit, der alles neu machen und gut machen kann – der Krummes gerade, Zerbrochenes heil und Totes lebendig machen kann – Gottes Kraft, die eine ganze Welt verändern. (Vgl. Richard Baus)