24/05/2026
Als Nachfolger für das Löschgruppenfahrzeug 8/6-TH stellt die Freiwillige Feuerwehr Auerbach im April das neue Hilfeleistungstanklöschfahrzeug 20 in Dienst.
Das neue Löschfahrzeug vom Typ Varus wurde von der Firma Schlingmann auf einem Mercedes-Benz-Atego Fahrgestell aufgebaut. Dieses Fahrzeug wurde annähernd analog zu dem bereits vorhandenen Staffellöschfahrzeug 20 gebaut. Dies bietet eine einheitliche Bedienung, identische Anordnung einiger Gerätschaften und einen geringeren Schulungsaufwand.
Das Löschfahrzeug verfügt über eine zulässige Gesamtmasse von 16 Tonnen und wird von einem 300 PS starken Motor angetrieben. Ein vollautomatisiertes Wandlergetriebe entlastet den Maschinisten insbesondere bei Alarmfahrten, sodass er sich noch stärker auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren kann. Zur weiteren Erhöhung der Sicherheit ist auch dieses Fahrzeug mit einem 360°-BirdView-Kamerasystem sowie einem Totwinkelassistenten ausgestattet.
Das Hilfeleistungstanklöschfahrzeug 20 rückt wie auch sein Vorgänger bei sowohl kleinen als auch bei schweren technischen Hilfeleistungseinsätzen als erstes Fahrzeug aus. Zukünftig wird das HTLF 20 als zweites Löschfahrzeug im Löschzug ausrücken. Aus diesem Grund verfügt das Fahrzeug über einen 2200 Liter großen Löschwassertank sowie einen 120 Liter Schaummitteltank. Die fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe im Fahrzeugheck kann bis zu 2000 Liter Löschwasser pro Minute fördern, gleichzeitig ist eine Druckzumischanlage integriert. Hiermit kann neben normalem Schaum auch Netzmittel erzeugt werden – auch bei einer Förderleistung von nur 100 Liter/Minute.
Wie auch beim Staffellöschfahrzeug 20 können sich vier Atemschutzgeräteträger während der Alarmfahrt gleichzeitig ausrüsten. Weiterhin führt das HTLF 20 eine 4-teilige Steckleiter sowie schon vorgekuppelte Saugschläuche auf einer Entnahmehilfe mit sich.
Für die technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen verfügt dieses Fahrzeug über einen hydraulischen Rettungssatz sowie mehrere Rettungszylinder. Auch für die Stabilisierung verunfallter Fahrzeuge, das Anheben oder Ziehen von Lasten sind einige Gerätschaften verlastet. Ein 13-kVA-Stromerzeuger sorgt an der Einsatzstelle für eine autarke Stromversorgung und kann bei Bedarf Gebäude mit Notstrom versorgen.
Erstmals in einem Auerbacher Feuerwehrfahrzeug verfügt dieses Fahrzeug über eine fest eingebaute maschinelle Zugeinrichtung, die das Einsatzspektrum ergänzt – so können verunfallte Fahrzeuge zügig gesichert und stabilisiert werden.
Auch im Bereich der kleinen technischen Hilfeleistung ist das neue HTLF 20 umfangreich ausgestattet. Zahlreiche Ausrüstungsgegenstände – darunter ein leistungsstarker Wassersauger, verschiedenstes Handwerkzeug sowie mehrere DIN-Boxen mit einsatzspezifischem Material – ermöglichen ein schnelles und flexibles Eingreifen bei unterschiedlichsten Schadenslagen.