20/09/2024
Taschenkontrollen im Supermarkt - Berg Fideler unter Generalverdacht
Im nah&frisch Supermarkt in Berg Fidel wurden an der Kasse regelmäßig die Taschen der Kund:innen kontrolliert. Die Kontrollen wurden unter anderem damit begründet, dass “hier ja Berg Fidel sei”. “Wer aus Berg Fidel kommt ist ein potentieller Dieb“, so die Logik hinter den Kontrollen.
Das müssen wir nicht hinnehmen – niemand hat das Recht in unsere Taschen zu schauen!
Als ein Mitglied von Berg Fidel Solidarisch sich weigerte, einer unbegründeten Taschenkontrolle zuzustimmen, rief der Chef des Supermarkts die Polizei. Obwohl die Polizei bestätigte, dass kein Diebstahl stattgefunden hatte, erhielt unser Mitglied ein lebenslanges Hausverbot vom Supermarkt-Chef und durfte seinen Einkauf nicht beenden. Das ist besonders schwerwiegend, da es im Zentrum Berg Fidels nur einen Supermarkt gibt.
Ein wichtiges Prinzip von Berg Fidel Solidarisch ist: touch one - touch all!
Wenn ein Mitglied der Stadtteilgewerkschaft ungerecht oder schlecht behandelt wird und sich wehren will, steht die Stadtteilgewerkschaft und alle seine Mitglieder für das betroffene Mitglied ein und organisiert z.B. Kundgebungen und Aktionen um öffentlichen Druck aufzubauen.
Wir suchten mehrfach das Gespräch mit dem Supermarkt-Chef und forderten ihn auf das Hausverbot zurück zu nehmen. Nachdem er nicht reagierte, organisierten wir vergangene Woche eine Aktion vor dem Supermarkt und informierten Kund:innen und Passant:innen über die ungerechte Behandlung unseres Mitglieds und den diskriminierenden Generalverdacht gegen Berg Fideler.
Zudem informierten wir über die Rechte, die wir in Bezug auf Taschenkontrollen haben: Niemand muss sich einfach so in die Tasche schauen lassen - auch nicht in Berg Fidel!