Falkenburg Lippe

Falkenburg Lippe Die Falkenburg in Lippe die Geburtsstätte des Fürstentums Lippe
Diese Seite ist Inoffiziell! Die Eltern haften für ihre Kinder. gebaut. Zu Beginn des 19. bis 15.

ACHTUNG: Die Falkenburg ist eine archäologische Grabungs- und Baustelle und es besteht Lebensgefahr. Die Besichtigung der Ruine ist nur unter Aufsicht mit einer von dem Verein „Die Falkenburg e.V.“ autorisierten Person gestattet und erfolgt auf eigene Gefahr. Das Besteigen von Mauern und Mauerresten sowie der Aufenthalt im Schwenkbereich des Kranes ist lebensgefährlich und strengstens verboten. Am

Rande der Stadt Detmold, oberhalb von Berlebeck liegt im Teutoburger Wald die Falkenburg. Sie, die einst eine der mächtigsten Burganlagen Westfalens war, fristet heute als Ruine ihr Dasein. Aber schon diese Ruine ist eindrucksvoll. Ab 1194 wurde die Burg von Bernhard II. zur Lippe und seinem Sohn Hermann II. Die Edelherren errichteten sie im Forstbanngebiet des Paderborner Bischofs, was zu diversen Rangeleien zwischen dem Bischof und den Edelherren führte. Nach und nach schafften es die Lipper aber, das Gebiet um die Burg erst zum Lehen zu bekommen und später in ihren Besitz zu bringen. Damit war der Grundstein für die Entwicklung einer lippischen Landesherrschaft gelegt. Die Burg gilt als Wiege des ehemaligen Fürstentums Lippe und des heutigen Kreises Lippe, da von ihr aus die Gebiete diesseits des Teutoburger Waldes vom lippischen Adelsgeschlecht besiedelt wurden. 1390 reichte das Amt Falkenburg von Heidenoldendorf und Hiddesen im Norden, bis Meinberg im Osten und Oesterholz im Süden. Weil die Falkenburg als uneinnehmbar galt, wurde sie Anfang des 15. Jahrhunderts unfreiwilliger Aufenthaltsort einer recht prominenten Geisel: Herzog Heinrich von Braunschweig-Lüneburg wurde im Verlauf der Eversteiner Fehde 1404 mit etwa 100 Mann Gefolge auf Befehl Simons III. zur Lippe dort festgesetzt und blieb bis Ende Juni 1405 in Gewahrsam der Lipper. Nachdem der Herzog gegen ein Lösegeld frei gekommen war (der Volksmund spricht von 100.000 Goldtalern), organisierte er einen Rachefeldzug. Auch dabei konnte die Falkenburg nicht eingenommen werden. Erst vier Jahre später,1409, schlossen die Lipper und die Braunschweiger wieder Frieden. Auch während der Soester Fehde 1447 fiel die Falkenburg nicht, obwohl nicht weniger als ca. 27.000 böhmische Söldner (unter ihnen etwa 8000 Hussiten) im Auftrage des Kölner Bischofs zwischen Teutoburger Wald und Weser ihr Unwesen trieben und einige Städte (auch Detmold) in Schutt und Asche legten, brandschatzten, vergewaltigten und töteten. Alle anderen lippischen Burgen fielen, einzig die Falkenburg hielt der Belagerung gut drei Wochen stand und wurde nicht eingenommen. Die Böhmen zogen unverrichteter Dinge wieder ab. Auch heute ist noch ein Tunnel zu sehen, den die Söldner damals in den Berg trieben. Ob sie sich in die Burg hinein graben oder den Tunnel mit Schwarzpulver füllen und in die Luft sprengen wollten, um in die Falkenburg hinein zu gelangen, ist bisher unklar. Der Versuch auf diesem Weg in die Festung zu gelangen scheiterte. Es ist kein Wunder, dass die Falkenburg nicht eingenommen werden konnte. Die Grabungserkenntnisse seit Anfang 2006 lassen folgendes vermuten: Angreifer hatten es mit einer dicken und langen Ringmauer zu tun (Nähere Daten, siehe weiter unten auf der Seite.), die durch 7 vorgelagerte Bastionen und einen Wall mit Palisadenzaun und Graben geschützt war. Der “normale” Weg in die Burg führte durch 4 Tore: Ein Tor im vorgelagerten Ringwall, dann eine Zugbrücke, danach ein zweites Tor. Danach folgte der Zwinger und auch die Unterburg und die Oberburg waren noch einmal durch je ein Tor gesichert. 1453 war Bernhard der siebte (genannt „der Kriegerische“) Herr in Lippe. Er zog mit seinen Mannen ins Münsterland nach Harsewinkel, um zu plündern: Vieh und auch einige Gefangene konnte er in seine Gewalt bringen. Die Gefangenen wurden schnell wieder ausgelöst, das Vieh aber brachte er bis zu Falkenburg zurück. Nach der gelungenen Plünderung wollte Bernhard auf der Falkenburg feiern, ließ vermutlich ein Festmahl vorbereiten und dabei geriet die Küche des Palas und später die ganze Burg in Brand. Große Teile der Anlage wurden von den Flammen in Schutt und Asche gelegt. Die Brandspuren im Gestein sind auch heute noch deutlich zu erkennen, sogar der Brandherd konnte lokalisiert werden. Im Laufe der Zeit verlor die Falkenburg an Wichtigkeit, da die Lage der Burg den Edelherren zu unbequem und die feste Wasserburg Detmold (heute Schloss Detmold) immer wichtiger und zentraler wurde. Bis in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts war die Burg bewohnt, dann wurde das Amt, welches auf der Falkenburg angesiedelt war, ins Tal verlegt. Die Burg überließ man sich selbst und Teile des Mauerwerks wurden zum Aufbau verschiedener Häuser der Umgebung und zum Straßenbau genutzt. Jahrhunderts ließ Fürstin Pauline weitere Steine der Burg zum Bau der Passstraße von Detmold nach Paderborn abtragen. Auch im ersten und zweiten Weltkrieg sind noch große Massen an Steinen von der Ruine der Falkenburg in Häusern der Umgebung verbaut worden. Innerhalb der letzten 100 Jahre besann man sich ein wenig auf die Wichtigkeit der Burg für die lippische Geschichte und Teile des Bergfrieds wurden rekonstruiert und wieder aufgebaut. In der heutigen Zeit ist die Burg noch immer im Besitz des Adelsgeschlechtes derer zur Lippe. Und heute? (Aus “Neujahrsgruß 2006”, Jahresbericht für 2005 des Westfälischen Museums für Archäologie, Münster) Die Ausgrabungen zeigten überraschenderweise, dass sich das Mauerwerk auf dem oberen Burgplateau bis zu einer Höhe von drei Metern erhalten hat. Freigelegt wurde die bis zu 2,10 starke und 169 Meter lange Ringmauer der Hauptburg. Im Süden fanden sich an die Ringmauer angelehnt zwei Gebäude, darunter das ca. 35 Meter lange und etwa 11 Meter breite, teilunterkellerte Hauptgebäude der Anlage. Im Norden war ein Gebäudekomplex an die Ringmauer angebaut worden; im Westen konnte die Toranlage mit ihrer sieben Meter breiten Durchfahrt erfasst werden. In dem mehrteiligen und mindestens dreiphasigen Gebäudestand im Norden war unter anderem die Küche, erkennbar an der noch vorhandenen Herdstelle, untergebracht. Nach einem Brand wurde der nördliche Gebäudestand teilerneuert. Die Räumlichkeiten der ehemaligen Küche wurden nun zur Burgkapelle umgebaut. In den Bruchsteinboden eingelassen, fanden sich der Sockelstein des Altarkreuzes, sowie zwei achteckige Unterbauten, die dem Altar und dem Taufstein zugewiesen werden dürfen. Bei einer auf dem Kapellenboden gefundenen Platte handelt es sich vermutlich um die Mensa (Platte) des Altares. Obertägig erhalten hat sich neben Abschnitten der Ringmauer auch der Stumpf des freistehenden Bergfriedes mit einem Durchmesser von 11,50 Metern im Osten der Hauptburg. Die mächtigen Mauern der Falkenburg liefern damit ein eindrucksvolles Beispiel für eine kaum überbaute, hochmittelalterliche Befestigungsanlage und sind ein bedeutendes Zeugnis lippischer Herrschaft. Die Ausgrabungen erbrachten ein umfangreiches Fundgut des späten 12. Jahrhunderts. Dinge des alltäglichen Gebrauchs - Geschirr, Schlösser, Schlüssel, Sensen, Sägen, Messer - Zeugen vom Alltag innerhalb der Burgmauern. Trachtbestandteile und Schmuck, Waffenteile wie Armbrustbolzen und Reitzubehör wie Steigbügel, Sporen und Zaumzeuganhänger sind typische Hinterlassenschaften adliger Lebensweise. Die Fehden:



Eversteiner Fehde
Durch Erbverbrüderung mit den Herrn zur Lippe hatte Graf Hermann VIII., der letzte Eversteiner, versucht, sein jenseits der Weser gelegenes Herrschaftsgebiet dem endgültigen Zugriff der Welfen zu entziehen. Herzog Heinrich von Braunschweig-Lüneburg gelang es, nachdem er im Jahr 1405 zunächst von den Lippern in der Schlacht am Ohrberg bei Hameln geschlagen und auf der Falkenburg gefangen worden war, eine starke Streitmacht gegen Lippe und Everstein aufzubieten und weite Gebiete Lippes, vor allem im Südosten, dem Erdboden gleichzumachen. Dabei holte er sich vor der Festung Blomberg im Jahre 1407 allerdings eine blutige Niederlage und musste seine Truppen ohne den erhofften Triumph wieder zurückziehen. Erst 1409 trat das ein, was Lipper und Braunschweiger sich längst erhofft hatten: Ewiger Friede zwischen Braunschweig und Lippe. Soester Fehde
Nach einigermaßen ruhigen Jahren unter den Edelherrn Bernhard VI. (1410-1415) und Simon IV. (1415-1429), trat im Jahre 1446 der erst sechszehnjährige Bernhard VII. die Herrschaft im Lande an. Die Nachwelt gab ihm den Beinamen „Bellicosus“, d.h. „der Kriegerische“, und in der Tat hat niemand vor ihm oder nach ihm so viele Händel und Fehden geführt wie er. Die Geschicke der Stadt Blomberg, in deren Burg er bis zu seinem Tode im Jahr 1511 residierte, waren in ganz besonderer Weise mit der Person dieses siebenten Bernhard verbunden. Als sein Vater Simon IV. im Jahr 1429 unter eigentümlichen umständen starb, war Bernhard kaum ein Jahr alt, sein Bruder Simon, von 1463 bis 1498 Bischof von Paderborn, noch nicht geboren. Vormund der Brüder wurde im Jahr 1433 ihr Großonkel Dietrich von Moers, Erzbischof von Köln. Vermutlich mochte Bernhard dessen hochfahrendes und grausames Auftreten nicht leiden; wie wäre es sonst zu erklären, dass er sich ohne Aussicht auf irgendwelchen Gewinn auf die Seite Herzog Johannes von Cleve schlug, als dieser wegen des umstrittenen Besitzes der Stadt Soest gegen Erzbischof Dietrich zu Felde zog? Edelherr Bernhard, den Hans Kiewning den letzten lippischen Ritter mit allen seinen Tugenden und Untugenden nannte, war gerade mit der hitzigen Belagerung der kölnischen Stadt Werl beschäftigt, als ihn Anfang Juni 1447 die Schreckensbotschaft erreichte, dass die bunt zusammen gewürfelten Kriegsvölker des Erzbischofs von Köln, seines Großonkel Dietrich von Moers, sengend und brennend in sein Land eingebrochen waren und auch seine Heimatstadt Blomberg zu erobern drohten. Tatsächlich wurde ihm und seinen Getreuen kein angenehmer Empfang bereitet. Die Chronisten berichten, er habe mit Mühe und Not seine Burg noch erreichen können, während am anderen Ende der Stadt die Feinde bereits die Mauern erstiegen. Viele Bürger hatten schon vorher mit der notwendigsten Habe die Stadt verlassen und in den umliegenden Wäldern Zuflucht gesucht. Die wenigen Verteidiger sahen sich einer gewaltigen Übermacht an beutehungrigen Feinden gegenüber, die mit der bis dahin blühenden Stadt kurzen Prozess machten. Blomberg wurde vollständig ausgeplündert und bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Lediglich der Chor der Martinikirche und eines armen Hirten Hüttlein sollen den Flamen nicht zum Opfer gefallen sein. In einer zeitgenössischen Chronik heißt es zu dem über Lippe hereinbrechenden Unheil:
„Um Sankt Veit, den 15. Tag des Monats Juni, da kam der Bischof von Köln in die Herrschaft von der Lippe und brache mit sich den Markgrafen von Thüringen, den Grafen von Sternberg (in Böhmen), den Bischof von Hildesheim, ferner viel andere Herren, Fürsten, Grafen, Ritter und Knechte und besonders eine große Schar Volks der Böhmen, an Zahl 26000, unter denen noch 8000 Hussiten waren, gegen die dieser selbe Bischof mit großen Anstrengungen und kosten gestritten hatte, weil er sie für Ketzer hielt. Nun aber kommt er und nimmt sie für die besten Christen, sucht Hilfe und Trost von ihnen. Was das nun für ein christlicher Bischof ist, mag ein jeder gut Christ bedenken. Mit all diesem Volke zog er vor den Blomberg und vor Detmold, gewann sie und plünderte und verbrannte sie, und weiter alle Schlösser, Dörfer, Kirchen, Klöster und Klausen vertilgte er bis in den Grund und Boden.“

Quelle "Blomberg Geschichte-Bürger-Bauwerke von Heinz-Walter Rolf"

07/09/2024

Achtung

Obwohl erst morgen der Tag des offenen Denkmals ist.

Heute schon an der Falkenburg Lippe im Teutoburger Wald bei Detmold

22/05/2024

Eine sehr coole Sache, mitt dem Fahrrad von Straßbourg nach Kiel, über 800 Kilometer und an einem Tag auch in Horn-Bad Meinberg.
Heute Nacht bei uns Zu Hause

Am 22. Juni im Schloss Detmold, wir sehen uns.....
21/05/2024

Am 22. Juni im Schloss Detmold, wir sehen uns.....

16/11/2023

die Burg ist von November 2023 bis Ostern 2024 offiziell geschlossen, da die Verkehrssicherungspflicht nicht gewährleistet werden kann.
Das Begehen geschieht immer auf eigene Gefahr!
Führungen werden ab Ostern 2024 wieder angeboten.

Bitte beachtet dies und gönnt der Burg und ihrer Umgebung die Winterruhe.

Herzlichen Dank

28/07/2022

Morgen findet an der Falkenburg wieder eine sternkundliche Mondführung durch die Falkenburg e.V., statt. Jeder ist herzlich eingeladen an der Führung teilzunehmen. 🌕

Falkenburg Lippe

Weitere Infos unter: https://www.falkenburg-lippe.de/termine

Achtet bei euren wegen im Wald und auch auf der Burg auf das Rauchverbotund Trinkt viel, nehmt euch genug Wasser mit und...
18/07/2022

Achtet bei euren wegen im Wald und auch auf der Burg auf das Rauchverbot
und Trinkt viel, nehmt euch genug Wasser mit und helft denen die es vergessen haben.

Gerade bei den derzeitigen Temperaturen.

Die Waldbrandgefahr ist aktuell extrem hoch! In vielen Teilen Deutschlands ist es heiß und trocken, Wald- und Flächenbrände können sich schnell ausbreiten. W...

Bitte beachtet dies wenn ihr euer Auto abstelllt
23/06/2022

Bitte beachtet dies wenn ihr euer Auto abstelllt

Bitte denkt dran! Darf gerne Geteilt werden.

Lippische Landes-Zeitung Mittelalter-OWL e.V.

Das Team Braun aus Paderborn soll ganz tolle Bilder machen können, dazu noch Laufen und "Bergsteigen"
06/04/2022

Das Team Braun aus Paderborn soll ganz tolle Bilder machen können, dazu noch Laufen und "Bergsteigen"

06/04/2022

Adresse

Paderborner Straße 212
Berlebeck
32760

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