11/05/2026
Hudhaifa Al-Mashhadani: Warum ich trotz aller Kampagnen weitermache
Seit Beginn meiner gesellschaftlichen und pädagogischen Arbeit in Deutschland war ich überzeugt, dass ein Mensch nicht nach Herkunft, Religion oder Ethnie beurteilt werden darf, sondern nach seinem Beitrag für die Gesellschaft, nach Respekt, Bildung und Zusammenhalt.
Ich kam nach Deutschland mit einer klaren Botschaft:
Arabische, kurdische, drusische, jesidische und ahwasische Gemeinschaften aus dem Nahen Osten sind keine Feinde dieser Gesellschaft. Sie sind Teil der Zukunft Deutschlands und Teil eines vielfältigen und offenen Berlins.
Unsere Arbeit an der Arabisch-Deutschen Schule Ibn Khaldun, in den Strukturen des Deutsch-Arabischen Rates in Berlin sowie in zahlreichen gesellschaftlichen und kulturellen Initiativen basierte immer auf Bildung, Dialog, Integration und dem entschlossenen Einsatz gegen Hass und Extremismus in jeder Form.
Gerade deshalb wurden wir in den vergangenen Jahren Zielscheibe von Verleumdungskampagnen, medialem Druck und ideologisch motivierten Angriffen durch extremistische Kreise und politische Gruppen, die kein echtes Zusammenleben akzeptieren wollen.
Einige Menschen möchten Migranten dauerhaft als „Problem“ oder „Gefahr“ darstellen, weil sie von Angst, Spaltung und gesellschaftlicher Polarisierung leben. Doch die Realität, die wir gemeinsam mit Jugendlichen, Familien und engagierten Bürgerinnen und Bürgern aufgebaut haben, beweist das Gegenteil.
Heute sind die Strukturen des Deutsch-Arabischen Rates in Berlin stärker, organisierter und sichtbarer denn je. Auch die Standorte der Arabisch-Deutschen Schule Ibn Khaldun in Berlin, Chemnitz und Köln entwickeln sich erfolgreich weiter und leisten einen wichtigen Beitrag zur Integration und Bildung.
Dieser Erfolg entstand nicht durch Worte, sondern durch kontinuierliche Arbeit, gesellschaftliches Engagement und echte Brücken zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft.
Heute bin ich stärker denn je und überzeugt davon, dass der richtige gesellschaftliche Weg nicht durch Kampagnen, Druck oder Verleumdung aufgehalten werden kann.
Wir werden unseren Weg fortsetzen – für eine Generation, die an Respekt, Rechtsstaatlichkeit, Bildung und echte Integration glaubt.
Berlin gehört allen Menschen, die friedlich zusammenleben wollen. Keine extremistische oder von außen gesteuerte Ideologie wird es schaffen, diese offene und vielfältige Stadt zu spalten.
Meine Botschaft bleibt:
Bildung ist stärker als Hass.
Zusammenhalt ist stärker als Spaltung.
Und eine starke Gesellschaft entsteht durch Zusammenarbeit – nicht durch Angst.