29/09/2022
Wie der Nationale Bildungsbericht aus dem Jahr 2022 zeigt (1), bleibt der Lehrermangel sowohl auf Bundesebene, als auch auf Landesebene ein großes Problem. Im Jahr 2022 fehlen allein im Land Brandenburg 1000 Lehrkräfte (2). Besonders betroffen sind Förder-, Berufs- und Grundschulen. Felicitas Thiel, eine Professorin der Freien Universität Berlin, erklärte, dass es nun Ziel sei die Kernfächer abzudecken (2).
Wenn der Unterricht nur in den Kernfächern stattfindet, fehlt den Schülerinnen und Schülern eine Orientierungsmöglichkeit, die z.B. eine Auswirkung auf die spätere Berufswahl haben könnte.
Hinzu kommt, dass mit verlorener Unterrichtszeit nicht nur weniger Wissen vermittelt werden kann. Auch zwischenmenschliche Erfahrungen, die einen großen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung haben, werden stark eingeschränkt.
Wir, die JuLis Barnim, fordern angesichts der problematischen Ausgangssituation, dass es Quer- und Seiteneinsteigern erleichtert wird den Beruf, u.a. durch digitalisierte Prozesse, auszuführen, dass Fachkräfte gezielt angeworben werden und dass es Lehrkräften ermöglicht wird freiwillig mehr zu arbeiten. Dies muss entsprechend vergütet werden.
Wenn der Unterricht nur in den Kernfächern stattfindet, fehlt den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit
(1): https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2022/03/brandenburg-lehrermangel-lehramt-studierende-rueckgang.html
(2): https://deutsches-schulportal.de/bildungswesen/lehrermangel-bleibt-bundesweit-ein-problem/