28/04/2020
Solidarität und Zusammenhalt statt Einschränkungen und Entfremdung!
Der Staat zeigt sich bisher aktiv im Bekämpfen der durch den Corona-Virus ausgelößten Krise vorwiegend durch autoritäre Maßnahmen welche Persönlichkeits- und Menschenrechte weit eingrenzen und der Entschlossenheit, Großkonzerne ein weiteres Mal zu retten. Es liegt nun im ermeßen der Polizei, ob wir einen legitimen Grund haben, uns auf den Straßen der Kieze in denen wir uns zuhause fühlen wollen aufzuhalten, und das sicher nicht immer ohne dass Bullen Rassismus, Sexismus, Queerfeindlichkeit und andere Unterdrückungsmuster in diese Entscheidungen einfließen lassen. Der Eindruck eines Polizeistaates lässt sich insbesondere nachts auf den Straßen nicht schönreden. Die Regierung übernimmt keine Verantwortung für die Konsequenzen die ihre Maßnahmen haben, auf Menschen, welchen die aktuelle (oder bisherige?) Gesellschaft bereits so viele Steine in den Weg legt. Menschen welche von Sozialleistungen oder geringem Einkommen leben können mit den Hamsterkäufen der Gesamtgesellschaft nicht mithalten, Supporteinrichtungen für Wohnungslose, welchen das Leben auch durch die fehlenden Menschen in den Straßen bereits weit schwerer gemacht wird, wurden geschlossen, und die Schliessung von Grenzen erschwert es Menschen die vor Krieg, Diktatur und Hunger fliehen weiter, Asyl zu suchen. Und während all dem sitzen Menschen in Knästen oder wohnen in Geflüchtetenunterkünften ohne ausreichende medizinische Versorgung, und es leben zigtausende Geflüchtete z.B. auf griechischen Inseln wie Le**os in Maßlos überfüllten Lagern, in welchen sich das Virus um so leichter verbreiten kann.
Anstatt uns von autoritären Maßnahmen und Strukturen unser Leben und unseren Umgang bestimmen zu lassen, lasst uns Solidarität zeigen und vernetzt bleiben und werden! Die Nowtwendingkeit uns gerade in Zeiten wie diesen gegenseitig zu unterstützen wird von vielen Menschen erkannt, und Projekte werden aufgebaut wie tägliche Suppenküchen oder Spendenzäune, welche in den Parks vieler Städte zu finden sind und an denen Dinge wie Nahrung, Kleidung und weitere Lebensnotwendigkeiten von solidarischen Menschen für Wohnunglose und andere Menschen, die die Unterstützung brauchen, in Tüten aufgehangen werden. Auch wurde in Städten wie Berlin und Köln leerstehender Wohnraum besetzt um Wohnungslosen das zu Hause bleiben zu ermöglichen.
Organisier dich (digital) in deinem Kiez, und wenn ihr die Kapazitäten und Ideen habt, stellt zusammen Projekte auf die Beine, für einen dezentralen, antiautoritären, solidarischen Umgang mit der Pandemie, und hoffentlich auch darüber hinaus!