Zentralverband des Deutschen Handwerks

Zentralverband des Deutschen Handwerks Zentralverband des Deutschen Handwerks - 1 Million Betriebe, rund 6 Millionen Beschäftigte, 340.000 Auszubildende

Grundkompetenzen entscheiden über den Start ins BerufslebenDie am 8. September veröffentlichten Ergebnisse der  -Studie ...
08/09/2026

Grundkompetenzen entscheiden über den Start ins Berufsleben

Die am 8. September veröffentlichten Ergebnisse der -Studie bestätigen, was die Ausbildungsbetriebe des Handwerks seit Jahren erleben: Zu viele junge Menschen verlassen die Schule ohne die Grundkompetenzen, die für eine gelingende Ausbildung nötig sind. Lesen, Rechnen, Naturwissenschaften sind genau die Fähigkeiten, die Auszubildende brauchen, um eine Ausbildung erfolgreich zu durchlaufen und im Handwerk Fuß zu fassen. „Wo sie fehlen, stockt der Lernprozess von Beginn an, und die Betriebe müssen aufwendig nachsteuern“, sagt ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke. Hinzu kommen Passungsprobleme: Betriebe und junge Menschen finden nicht zueinander, weil Vorstellungen und Realität auseinandergehen oder es an Mobilität und Wohnraum fehlt.

Das Handwerk bildet aus und übernimmt Verantwortung für die berufliche Zukunft junger Menschen. Doch das gelingt nur, wenn die Schulbildung ein tragfähiges Fundament legt. Bund und Länder müssen handeln: Flächendeckende Diagnosesysteme in den Schulen könnten helfen, um Lücken früh zu erkennen und noch vor dem Abschluss gegenzusteuern. Nötig ist zudem endlich eine flächendeckende Berufsorientierung an allen Schulformen, bei der Jugendliche über die Möglichkeiten des beruflichen Bildungsweges bis hin zur Selbstständigkeit und über die breite Palette an Berufen informiert werden. Einstiegsqualifizierung und „Assistierte Ausbildung“ müssen stärker beworben werden. Unverzichtbar ist es, das Mentorenprogramm VerAplus dauerhaft zu fördern und vor allem das erfolgreiche und bewährte Bundesprogramm „Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen“ nicht zu streichen, sondern über 2027 hinaus verlässlich fortzuführen.

Zur Pressemitteilung: https://www.zdh.de/presse/veroeffentlichungen/pressemitteilungen/grundkompetenzen-entscheiden-ueber-start-ins-berufsleben/


Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
CDU/CSU-Bundestagsfraktion
SPD-Fraktion im Bundestag

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt:   und   in den  !Handwerkspräsident Jörg Dittrich sieht das Ergebnis der Landta...
07/09/2026

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: und in den !
Handwerkspräsident Jörg Dittrich sieht das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt weniger als Votum über Sachsen-Anhalt denn als Abrechnung mit der Politik der schwarz-roten Regierungskoalition. Seine Schlussfolgerung: Strukturelle Reformen für mehr Wirtschaftswachstum müssen ganz oben auf die politische Agenda.

Im Handelsblatt von Frank Specht danach gefragt, was es aus seiner Sicht bedeutet, jetzt nicht zur Tagesordnung überzugehen, antwortete der ZDH-Präsident:
„Die Wirtschaftspolitik in den Mittelpunkt zu rücken, die strukturellen Standortschwachpunkte auszuräumen und für mehr Leistungsgerechtigkeit zu sorgen.“
Das sei die zentrale Aufgabe nach der Wahl. Deutschland wachse seit Jahren kaum, verliere Arbeitsplätze und es gebe zu wenig private Investitionen. Union und SPD hätten im Bund eine demokratische Mehrheit und müssten diese nutzen, statt sich mit Personalfragen zu beschäftigen.
Im Podcast-Gespräch mit Stefan Braun von Table Media formulierte Dittrich die Erwartung an die Regierungskoalition, bei politischen Entscheidungen die Perspektive der Menschen im Blick zu haben. Ihnen gehe es um sichere Arbeitsplätze und eine wirtschaftliche Entwicklung, bei der nicht ständig die Sorge vor einer weiteren Verschlechterung bestehe. „Das politische Ziel muss definiert werden. Dann kann man über Ideen sprechen und da erlebe ich in Berlin zu häufig die innere Blockade“, sagte Dittrich bei Table.Media.
Vereinbarungen des Koalitionsvertrags müssten umgesetzt und nicht vertagt oder aufgegeben werden. Die Leistungsträger erwarteten Entlastungen bei Steuern und Abgaben. Zugleich brauche es mehr private Investitionen und mehr Effizienz in öffentlichen Haushalten und Verwaltungen. „Entweder wird diese Koalition mal abgewählt, weil sie nichts getan hat oder sie tut jetzt endlich das Richtige für das Land“, warnt der ZDH-Präsident.
https://table.media/podcast/2026-09-07-leben-wir-jetzt-in-einem-anderen-land
https://www.zdh.de/presse/veroeffentlichungen/interviews-und-statements/wirtschaftspolitik-in-den-mittelpunkt-ruecken/
Deutschland
CDU/CSU-Bundestagsfraktion
SPD-Fraktion im Bundestag
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Bundesfinanzministerium
Friedrich Merz Lars Klingbeil

Was bewegt das   diese Woche? Für lohnintensive Handwerksbetriebe ist eine Entlastung gerade bei den Lohnzusatzkosten lä...
04/09/2026

Was bewegt das diese Woche?

Für lohnintensive Handwerksbetriebe ist eine Entlastung gerade bei den Lohnzusatzkosten längst kein Luxus oder Selbstzweck mehr, sondern dringend notwendig. Um den Betrieben wieder wirtschaftlich tragfähiges Arbeiten zu ermöglichen und zu verhindern, dass Handwerksleistungen unbezahlbar werden, muss die Senkung der Lohnzusatzkosten deshalb ganz oben auf die Reformagenda der Regierungskoalition.

Auch der vom Bundeskabinett verabschiedete Entwurf zur Einkommensteuerreform bleibt aus Sicht des Handwerks hinter dem notwendigen Entlastungsvolumen zurück, teils führt er sogar zu weiteren zusätzlichen Belastungen. Hier braucht es im parlamentarischen Verfahren Nachbesserungen.

Das Handwerk ist bereit, die Last der wirtschaftlichen Erneuerung mitzutragen und zentrale Zukunftsaufgaben zu bewältigen. Anpacken, Verantwortung übernehmen und praktikable Lösungen schaffen: Das sind die Qualitäten im Handwerk, auf die es tagtäglich ankommt. Damit die Standortbedingungen nicht zur Bremse werden, muss die Regierungskoalition im Herbst bei Tempo und Umfang der Reformen deutlich nachlegen.

Außerdem im Newsletter:
Finanzpolitik: „Das Wort ‚Reform‘ muss im Gesetzestitel noch mit Leben gefüllt werden“, kommentiert ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke den Gesetzentwurf zur Einkommenssteuerreform.

Berufsausbildung: Die Ausbildungszahlen im Handwerk sind weiter im Aufwind. Doch: Es bleiben Passungsprobleme und die Herausforderung fehlender Grundkompetenzen.

Azubiwohnen: In Dortmund entsteht mit dem „AzubiQuartier Handwerk“ ein bundesweit beispielhaftes Projekt, das bezahlbares Wohnen und Ausbildung miteinander verbindet.

Aktueller Newsletter: https://nl.zdh.de/mailing/260/9409265/0/1b304c6e33/index.html
Newsletter abonnieren: https://nl.zdh.de/mailing/260/9409265/0/1b304c6e33/index.html

Für qualifizierte Fachkräfte morgen braucht es heute gute Lernorte!Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und der tiefg...
02/09/2026

Für qualifizierte Fachkräfte morgen braucht es heute gute Lernorte!

Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und der tiefgreifende Strukturwandel verändern die Arbeitswelt. Zugleich steigt für die Energie- und Mobilitätswende, den Wohnungsbau und die wachsenden Zulieferstrukturen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften im Handwerk. Dafür sind moderne und leistungsfähige Lernorte unverzichtbar.

Die rund 570 handwerklichen Berufsbildungszentren sind seit Jahrzehnten die Basis für das anerkannt hohe Aus-, Fort- und Weiterbildungsniveau des Handwerks. Sie sind die „Hochschulen des Handwerks“, an denen von der Gesellin und dem Gesellen bis zur Meisterin und zum Meister die Weichen für vielfältige Karrierewege gestellt werden. Doch immer mehr Bildungsstätten sind nicht mehr auf dem technologisch neuesten Ausstattungsniveau und sanierungsbedürftig. Inzwischen liegen Förderanzeigen für ein Gesamtinvestitionsvolumen von über 3,6 Milliarden Euro vor.

Die Bundesregierung hat 2026 die Mittel für die überbetrieblichen Bildungsstätten auf 97 Millionen Euro im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und 55 Millionen Euro im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) erhöht. Für 2027 soll der Ansatz des BMWE jedoch wieder auf 47,8 Millionen Euro sinken. Auch bei der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung liegt der Ansatz mit knapp 80 Millionen Euro unter den vom Bundestag für 2026 festgelegten 90 Millionen Euro. Das reicht nicht aus, um den Investitionsstau aufzulösen und die Betriebe bei den Ausbildungskosten angemessen zu entlasten. Für 2027 braucht es mindestens eine Fortschreibung der Mittel auf dem Niveau von 2026. Darüber hinaus muss die Förderung Schritt für Schritt wachsen. Moderne Werkstätten, digitale Ausstattung und zeitgemäße Bildungsangebote sind keine Zusatzleistung, sondern die Voraussetzung dafür, dass das Handwerk die Fachkräfte ausbilden kann, die ganz Deutschland in den kommenden Jahren braucht.

Zu einer gelingenden Ausbildung gehört auch eine solide schulische Grundlage. Doch: „Schon jetzt fehlen vielen Bewerberinnen und Bewerbern für eine Ausbildung elementare Grundkompetenzen beim Rechnen, Lesen und Schreiben. Wer vor diesem Hintergrund die Abschaffung der Schulpflicht fordert, gefährdet nicht nur die Vermittlung elementarer Kompetenzen, […] sondern legt die Axt an Ausbildung, Fachkräfteversorgung und Wettbewerbsfähigkeit von Handwerk und Wirtschaft“, betont ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke gegenüber Jan-Wolf Schäfer von der BILD.

Alle Informationen des ZDH kompakt zu ÜLU und handwerklichen Bildungszentren: https://www.zdh.de/themen-und-positionen/zdh-positionen/zdh-kompakt/uelu-und-uebs/

Das vollständige Statement von ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke hier: https://www.zdh.de/presse/veroeffentlichungen/interviews-und-statements/die-schulpflicht-ist-grundlage-fuer-eine-gelingende-ausbildung/

01/09/2026

Noch auf Ausbildungssuche? Im Handwerk gibt es weiter Chancen.

Die Ausbildungszahlen im Handwerk könnten in diesem Jahr zum vierten Mal in Folge steigen, wenn sich die positive Entwicklung der vergangenen Monate fortsetzt und sich noch mehr junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk entscheiden. Das bisherige Plus bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen stimme zuversichtlich, betonte Handwerkspräsident Jörg Dittrich im Gespräch mit Andreas Schmid von Ippen.Media.
Und auch wenn am 1. September vielerorts das neue Ausbildungsjahr beginne, sollten diejenigen, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, ihre Suche nicht aufgeben. „Das Ausbildungsangebot ist vorhanden. Wer einen Beruf erlernen möchte, kann damit auch noch nach dem offiziellen Ausbildungsstart loslegen“, sagte ZDH-Präsident Jörg Dittrich. Noch seien Tausende Ausbildungsplätze in Handwerksbetrieben unbesetzt.

Dass Betriebe und Bewerber nicht zusammenfänden, liege häufig an Passungsproblemen. So könne beispielsweise der gewünschte Ausbildungsberuf am Wohnort fehlen. Insgesamt verdient nach Auffassung von Dittrich die berufliche Bildung mehr Aufmerksamkeit. Berufliche und akademische Bildung müssten als gleichwertige Bildungswege verstanden und behandelt werden. Das lange vorherrschende Leitbild, möglichst viele junge Menschen zum Abitur und dann immer auch anschließend an die Hochschule zu führen, habe sich als Trugschluss erwiesen. Jugendliche, Eltern und Schulen müssten besser über die vielfältigen Karrierechancen einer Ausbildung informiert werden.

Dringend brauche es mehr Anstrengungen bei den Grundkompetenzen. Wenn Betriebe Nachhilfe leisten müssten, weil Jugendlichen Lese-, Schreib- und Rechenkenntnisse fehlten, sei eine Grenze erreicht. Dittrich fordert deshalb, dass Schulen wieder verlässlich die Grundlagen vermitteln, die junge Menschen für Ausbildung und Berufsleben brauchen. Auch bei der Fachkräftesicherung müsse Deutschland breiter denken. Das Handwerk habe bei der Integration von Menschen, die 2015 und 2016 nach Deutschland gekommen seien, einen großen Beitrag geleistet. Diese Erfahrung zeige, welches Potenzial Zuwanderung für den Arbeitsmarkt habe. „Wir brauchen diese gut ausgebildeten Fachkräfte dringend“, sagte Dittrich.

Und schließlich müssten die Chancen des Einsatzes von KI und Automation erkannt und genutzt werden. Angesichts der demografischen Entwicklung könnten die neuen Technologien helfen, die wachsende Lücke auf dem Arbeitsmarkt zu schließen. Für Dittrich geht es dabei im Handwerk nicht um die Frage, ob Technik Arbeitsplätze ersetzt, sondern wie sie Beschäftigte entlasten kann: „Es geht nicht um Gefahr, sondern um Entwicklung.“

Zum Interview: https://www.zdh.de/presse/veroeffentlichungen/interviews-und-statements/ausbildungszahlen-im-handwerk-viertes-jahr-mit-plus-in-sicht/

CDU/CSU-Bundestagsfraktion SPD-Fraktion im Bundestag Friedrich Merz Lars Klingbeil Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Lohnzusatzkosten: Für das Handwerk ist die Belastungsgrenze überschrittenDie Konjunkturflaute im Handwerk hält an, Inves...
31/08/2026

Lohnzusatzkosten: Für das Handwerk ist die Belastungsgrenze überschritten

Die Konjunkturflaute im Handwerk hält an, Investitionen kommen nicht in Gang, und immer mehr Betriebe geben auf. Für Handwerkspräsident Jörg Dittrich liegt eine der größten Ursachen dort, wodurch Arbeit in Deutschland besonders teuer wird: bei den Lohnzusatzkosten. Daher fordert er von der Regierungskoalition weitere Reformen, um die Sozialabgaben wieder unter die Marke von 40 Prozent zu bringen.

„Auf den Plätzen eins, zwei und drei steht für das Handwerk die Senkung der Lohnzusatzkosten“, benennt Jörg Dittrich gegenüber Stefan Paravicini von der FAZ.NET - Frankfurter Allgemeine Zeitung den Bereich, in dem dringend weitere Reformen folgen müssen.

Der Handlungsdruck ist aus seiner Sicht an dieser Stelle besonders groß, weil der Lohnanteil im Handwerk mit durchschnittlich 60 Prozent deutlich höher liege als in anderen Wirtschaftsbereichen. Steigende Sozialversicherungsbeiträge würden damit unmittelbar auf die Betriebe durchschlagen. Jeder zusätzliche Prozentpunkt entspreche rund 20 Milliarden Euro, die Beschäftigten beim verfügbaren Einkommen und den Betrieben für Investitionen fehlten. Inzwischen liege die Belastung rund drei Prozentpunkte über der Marke von 40 Prozent, die lange als rote Linie gegolten habe. Dorthin müsse Deutschland zurück.

Der Handwerkspräsident betont, dass seine größte Sorge nicht sei, dass ein günstigerer Wettbewerber einen Auftrag übernehme, sondern vielmehr, dass sich Verbraucher handwerkliche Leistungen irgendwann nicht mehr leisten könnten. Wenn Dienstleistungen und Reparaturen für Verbraucher zu teuer würden, sinke die Nachfrage. Für das Handwerk werde damit die Kostenbelastung zu einem Problem, das unmittelbar auf den Absatz durchschlage.

Die angespannte Lage zeige sich auch bei den Investitionen. Diese kämen trotz Sondervermögen, Bauturbo und Investitions-Sonderabschreibungen nicht ausreichend in Gang. Öffentliche Mittel kommen aus seiner Sicht zu langsam bei den Betrieben an. Vor allem fehle es aber an privaten Investitionen.

Die bisherigen Reformen der schwarz-roten Regierungskoalition reichen nach Dittrichs Einschätzung noch nicht aus, um wieder zu mehr wirtschaftlicher Dynamik zu kommen. Zwar seien einige richtige Vorhaben angestoßen worden, diese müssten nun schnell umgesetzt werden. Und auch dann heiße es für die Regierung, weiterzumachen und weitere Reformen im Herbst auf den Weg zu bringen.

Zum Interview: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/zdh-chef-joerg-dittrich-ich-fuerchte-dass-sich-der-verbraucher-den-handwerker-nicht-mehr-leisten-kann-201165994.html

28/08/2026

Was bewegt das diese Woche?

Produktivität entscheidet sich in Handwerksbetrieben daran, wie viel Arbeitszeit im Betrieb für Wertschöpfung und die eigentliche handwerklichen Tätigkeit zur Verfügung steht. Doch immer mehr Nachweis- und Dokumentationspflichten binden in den Betrieben immer mehr Zeit und Ressourcen. Mit Blick auf die konjunkturelle Lage ist das problematisch. Auch wenn der ifo-Geschäftsklimaindex erste Erholungssignale in der Industrie anzeigt, so ist diese Entwicklung bislang im Handwerk noch nicht angekommen.

Als Gast bei der Kabinettsklausur auf Schloss Neuhardenberg richtete ZDH-Präsident Jörg Dittrich daher seinen Appell an die Regierungskoalition: Nicht nachlassen bei den Reformen. Das, was beschlossen wurde, mit Tempo umsetzen. Und zusätzlich weitere Reformen auf den Weg bringen, die zu niedrigeren Lohnzusatzkosten, weniger Bürokratie und mehr Wachstum führen.

Außerdem im Newsletter:
Konjunkturflaute im Handwerk verschärft sich: Der ZDH-Konjunkturbericht 2. Quartal mit der deutlichsten Verschlechterung beim Geschäftsklima seit Corona.

Gesamtverteidigung: Generalleutnant André Bodemann schreibt in der zur Verantwortung des Handwerks für die kritische Infrastruktur.

Nachwuchs: Mrs. Handwerk Emily Maichle zeigt mit 21, wie sie den Bestattungs-Familienbetrieb mitführt.

Aktueller Newsletter: https://nl.zdh.de/mailing/260/9393332/0/c91c024b0e/index.html
Newsletter abonnieren: https://www.zdh.de/newsletter/

Konjunkturflaute im Handwerk verschärft sich Die Konjunkturflaute im Handwerk hat sich im 2. Quartal 2026 verschärft und...
28/08/2026

Konjunkturflaute im Handwerk verschärft sich

Die Konjunkturflaute im Handwerk hat sich im 2. Quartal 2026 verschärft und betrifft inzwischen alle Gewerke. Besonders kritisch ist aus Sicht von Handwerkspräsident Jörg Dittrich, dass viele Betriebe bei Investitionen zurückhaltend bleiben und damit eine wichtige Voraussetzung für die wirtschaftliche Erholung fehlt.

„Die größten Sorgen macht mir, dass die Investitionen in den Betrieben nicht anspringen. Für die einen rechnen sie sich unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht, während die anderen wegen der großen Unsicherheit zurückhaltend sind“, sagt ZDH-Präsident Dittrich zu Stefan Paravicini von der Frankfurter Allgemeine Zeitung zu den Ergebnissen des ZDH-Konjunkturberichts zum 2. Quartal 2026. Das vollständige FAZ-Interview wird am Samstag erscheinen.

Die Stimmung im Handwerk habe sich einem Niveau genähert, das zuletzt während der Corona-Zeit erreicht worden sei. Zwischen den einzelnen Gewerken gebe es zwar Unterschiede, der allgemeine Trend sei jedoch überall derselbe. Die Umsätze und Auftragsbestände verringerten sich und die Beschäftigungsentwicklung bleibe rückläufig. Hinzu kämen steigende Energie-, Material- und Lohnzusatzkosten. Die Nachfrage nach handwerklichen Vorleistungen aus der Industrie bleibe zurückhaltend, der Aufschwung im Wohnungsbau lasse auf sich warten und auch der private Konsum entwickele sich nur verhalten. Und das alles, obwohl mit dem Sondervermögen, dem Bauturbo und Investitions-Sonderabschreibungen durch die Regierungskoalition zusätzliche Impulse für Investitionen gesetzt worden seien. Doch die öffentlichen Mittel kommen laut Dittrich zu langsam bei den Betrieben und Unternehmen an.

Zum ZDH-Konjunkturbericht 2. Quartal: https://www.zdh.de/ueber-uns/fachbereich-wirtschaft-energie-umwelt/konjunkturberichte/zdh-kurzbericht-konjunktur-2-quartal-2026/

Reformkurs halten und entschlossen weitergehen.Bei der Kabinettsklausur in Neuhardenberg hat Handwerkspräsident Jörg Dit...
27/08/2026

Reformkurs halten und entschlossen weitergehen.

Bei der Kabinettsklausur in Neuhardenberg hat Handwerkspräsident Jörg Dittrich als Gast die Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis von einer Million Handwerksbetrieben und rund 6 Millionen Beschäftigungsverhältnissen einbringen und schildern können, womit Betriebe täglich kämpfen, und was aus Sicht des Handwerks an Reformen im Herbst dringlich ist, um wieder wirtschaftliche Dynamik zu erreichen und die Stimmung zu drehen. Seine Eindrücke aus dem Gespräch gab er in einer Reihe von Interviews wieder: „Ich glaube, das Bewusstsein in der Regierung ist da, dass die Beschlüsse, die vor dem Sommer gefasst wurden, umgesetzt werden müssen“, sagte er bei PHOENIX.

Welche Reformen in den kommenden Monaten unbedingt Regierungshandeln erfordern?

Erstens: Die Lohnzusatzkosten in den Griff bekommen. Sie liegen inzwischen rund drei Prozentpunkte über der Marke von 40 Prozent. Ein einziger Prozentpunkt mehr bei den Sozialversicherungsbeiträgen entspricht ungefähr 20 Milliarden Euro. „Das sind Gelder, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Unternehmen nicht zur Verfügung stehen“, sagte Dittrich bei WELT-TV. Zweitens: Bürokratie spürbar abbauen. Im MDR Sachsenspiegel verwies Dittrich auf Vereinbarungen im Koalitionsvertrag, die Bonpflicht abzuschaffen und das Sonntagsbackverbot aufzuheben. Beides ist immer noch nicht umgesetzt. Drittens: Ausbildung stärken. Im Handwerk zeichnet sich ab, dass es voraussichtlich 2026 zum vierten Mal in Folge gelingen kann, trotz der Wirtschaftskrise die Ausbildungszahlen zu steigern. Diese Entwicklung verdiene nicht nur Anerkennung, sondern eine Verstetigung der notwendigen finanziellen Unterstützung.

Insgesamt steht für Handwerkspräsident Jörg Dittrich fest: „Es sind ganz klar weitere Reformschritte notwendig, damit die Wirtschaft ins Wachstum kommt, und das hilft gegen Angst und Verunsicherung.“

MDR-Sachsenspiegel: https://www.mdr.de/tv/programm/sendung-4514676.html
Phoenix-Interview: https://www.zdf.de/play/magazine/phoenix-collection-phoenix-1080805-1610/phoenix-zdh-praesident-dittrich-stimmung-in-den-meisten-betrieben-ist-schlecht-100
Bildrechte: Bundesregierung Presse- und Informationsamt der Bundesregierung / Jesco Denzel

26/08/2026

Handwerkspräsident Jörg Dittrich vor Ort in Neuhardenberg als Gast bei der Kabinettsklausur, wo er als Repräsentant des Handwerks der Regierungskoalition über die Stimmung bei Beschäftigten und in den Betrieben berichtet und die Erwartungen des Handwerks an die Reformarbeit der Koaltion erläutert hat.

Adresse

Anton-Wilhelm-Amo-Straße 20-21
Berlin
10117

Telefon

+4930206190

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Zentralverband des Deutschen Handwerks erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Organisation Kontaktieren

Nachricht an Zentralverband des Deutschen Handwerks senden:

Verknüpfungen

Teilen