17/07/2026
Zurück aus New York vom Hochrangigen Politischen Forum für nachhaltige Entwicklung (HLPF) 🔴 🟠 🟡 🟢 🔵 🟣
Unsere stellvertretende Vorsitzende Carolin Maluck reiste mit der deutschen Regierungsdelegation zur wichtigsten jährlichen UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung.
Mit mehr als 50 Teilnehmenden aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Kommunen war Deutschland mit einer großen Delegation vor Ort. Mit im Gepäck: viele Erkenntnisse und Eindrücke. Hier sind einige:
🔴 𝗗𝗲𝗿 𝗡𝗲𝗴𝗮𝘁𝗶𝘃𝘁𝗿𝗲𝗻𝗱 𝗯𝗲𝗶 𝗱𝗲𝗻 𝗦𝗗𝗚𝘀 𝘀𝗲𝘁𝘇𝘁 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝗳𝗼𝗿𝘁
Waren 2024 noch 17 % der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals -- SDGs) „on track", sind es laut SDG-Report 2026 nur noch 15 %. Insgesamt machen gerade einmal 36 % gute oder moderate Fortschritte.
🟠 𝗕𝗲𝘆𝗼𝗻𝗱2030 𝗻𝗶𝗺𝗺𝘁 𝗙𝗮𝗵𝗿𝘁 𝗮𝘂𝗳
Die Agenda 2030 läuft, wie der Name schon sagt, nur noch bis 2030. Der offizielle Prozess für ein Nachfolge-Rahmenwerk startet 2027, doch schon bei diesem HLPF wurde intensiv diskutiert, wie dieser Prozess aufgesetzt werden sollte.
🟡 𝗨𝗡80 𝗶𝗺 𝗙𝗼𝗸𝘂𝘀 𝗱𝗲𝗿 𝗚𝗲𝘀𝗽𝗿ä𝗰𝗵𝗲
Die Vereinten Nationen reformieren sich selbst. Der UN80-Prozess soll die UN angesichts knapper Mittel und wachsender Krisen handlungsfähig halten. Beim HLPF war er in Gesprächen ein vieldiskutiertes Thema.
🔵 𝗦𝗮𝘂𝗯𝗲𝗿𝗲𝘀 𝗪𝗮𝘀𝘀𝗲𝗿 𝘂𝗻𝗱 𝗻𝗮𝗰𝗵𝗵𝗮𝗹𝘁𝗶𝗴𝗲 𝗞𝗼𝗺𝗺𝘂𝗻𝗲𝗻
Deutschland legte dieses Jahr ein besonderes Augenmerk auf SDG 6 (Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen) und SDG 11 (Nachhaltige Städte und Gemeinden), mit einem offiziellen Side-Event „Resilience Pays Off – SDG 6, SDG 11: Reimagining Urban Water from Risk to Resource", bei dem Anacláudia Rossbach, Exekutivdirektorin von UN-Habitat (United Nations Human Settlements Programme), sprach.
🟢 𝗧𝗿𝗼𝘁𝘇 𝗮𝗹𝗹𝗲𝗺 𝗲𝗶𝗻 𝘂𝗻𝘃𝗲𝗿𝘇𝗶𝗰𝗵𝘁𝗯𝗮𝗿𝗲𝘀 𝗥𝗮𝗵𝗺𝗲𝗻𝘄𝗲𝗿𝗸
Der Multilateralismus steckt in der Krise, die Vereinten Nationen ebenso. Doch zur Agenda 2030 gibt es momentan keine Alternative. Sie bleibt das einzige international vereinbarte Rahmenwerk, mit dem sich nachhaltige Entwicklung weltweit messen, nachvollziehen und gestalten lässt.