Sozialistische Linke

Sozialistische Linke Die gewerkschaftlich orientierte Strömung der Partei DIE LINKE Die Sozialistische Linke (SL) ist eine Strömung innerhalb der Partei DIE LINKE.

Mehr Infos unter http://www.sozialistische-linke.de sowiehttp://www.sozialistische-linke.de/images/dateien/texte/SL-Selbstdarstellung_Mitmachen.pdf und http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistische_Linke

Alle wollen regieren, wir wollen verändern: Hoffnung durch Opposition!Erklärung folgender Zusammenschlüsse der Partei Di...
26/08/2026

Alle wollen regieren, wir wollen verändern: Hoffnung durch Opposition!

Erklärung folgender Zusammenschlüsse der Partei Die Linke: Sozialistische Linke, Antikapitalistische Linke, Bundesarbeitsgemeinschaft Frieden und internationale Politik, Bundesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität

Die gesellschaftliche Rechtsentwicklung entspringt dem krisenhaften Kapitalismus: Kapital und Regierung versuchen über Militarisierung, den Abbau erkämpfter sozialer und demokratischer Rechte, rassistische Feindbildproduktion nach außen und Repression gegen Opposition im Innern ihre imperialistische Vormachtstellung und Profite zu retten. Die AfD nimmt hierbei die Funktion eines Antreibers und Ablenkers des Unmuts auf Sündenböcke ein: Sie verschiebt den Rahmen des Sag- und Machbaren und setzt andere Parteien unter Druck.

Deswegen: „Nachhaltiger Antifaschismus kann nicht die Bewahrung der bestehenden Verhältnisse bedeuten, sondern verlangt nach einem grundlegenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel.“ So heißt es im Leitantrag, den Die Linke auf ihrem Bundesparteitag im Juni beschloss. Unsere gesellschaftliche Rolle als Partei wird bestimmt als „Opposition gegen Militarisierung, Sozialabbau, Naturzerstörung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“. Dieser Maßstab muss für uns handlungsleitend sein in der Zivilgesellschaft und auch im Parlament: Also keine Zustimmung zu Militarisierung, Sozialabbau und autoritären Verschärfungen. Keine Kooperation um der Kooperation willen. Keine parlamentarische Mitverantwortung für Politik, die wir gesellschaftlich bekämpfen. In Berlin gilt das Versprechen, dass Die Linke den Volksentscheid zur Enteignung von Wohnungskonzernen umsetzt, vor der Wahl und muss nach der Wahl gelten.

Wir haben die Aufgabe, aus passivem Unmut aktive Gegenwehr zu machen. Die Linke kann ihren Anspruch als glaubwürdige sozialistische Oppositionspartei nur in die Gesellschaft tragen, wenn sie ihre eigenen Maßstäbe ernst nimmt. Deswegen bekräftigen wir auch den im Leitantrag beschlossenen Zusatz, dass die Entscheidung für Regierungen auf lokaler Ebene nur unter Berücksichtigung der “Auswirkungen auf unsere Partei als auch unsere Verantwortung für die Menschen im konkreten Bundesland“ getroffen werden darf. Eine so grundlegende Entscheidung können wir also nur als gesamte Mitgliedschaft der Partei Die Linke treffen.

Dem Erstarken der Rechten müssen wir uns an allen Lebensschwerpunkten zur Wehr setzen: im Betrieb, in den Gewerkschaften, in Schulen und Hochschulen, in den Kommunen und in der Partei. Verweigern, wo es möglich ist. Organisieren, wo es nötig ist, indem wir Gegenmacht und Alternativen aufbauen. Die Linke darf nicht verwalten, was sie ablehnt. Sie muss organisieren, was sie verändern will. Uns geht es um „eine antifaschistische Kultur der kollektiven Lebensführung: Solidarität, demokratische Gestaltung des ‚Was, Wie und Wozu‘ der Arbeit, die allseitige Entwicklung der Persönlichkeiten, künstlerische Betätigung und politisches Engagement“, wie es im Leitantrag heißt. Deswegen müssen wir tätiges Erinnern an Faschismus und Antifaschismus (Tag der Befreiung als Feiertag, Mahnung zur Reichspogromnacht, Lesung aus verbrannten Büchern, Gedenken an den Putsch gegen Salvador Allende etc.), politische Bildung und strategische Debatte noch stärker zu einem Schwerpunkt der bundesweiten und lokalen Arbeit machen.

Vor diesem Hintergrund setzen wir uns als Mitglieder der Partei Die Linke dafür ein:

Die Ergebnisse der anstehenden Landtagswahlen werden in der gesamten Partei ausgewertet und über Konsequenzen gemeinsam entschieden. Dafür wird ein Sonderparteitag oder Parteirat einberufen, der bundesweit per Video-Konferenz zugänglich ist, und zu dem Vertreterinnen und Vertreter aus den betreffenden Bundesländern als Diskussionspartner eingeladen werden. Vor Ort sollen geeignete Formate geschaffen werden.

Alle wollen regieren – wir wollen verändern!Nach dem Bundesparteitag in Potsdam: Wie gelingt ein wirksamer Antifaschismu...
11/08/2026

Alle wollen regieren – wir wollen verändern!
Nach dem Bundesparteitag in Potsdam: Wie gelingt ein wirksamer Antifaschismus? Wie halten wir es dabei mit Regierungsbeteiligung (mit der CDU)?

Online-Diskussion in der Partei Die Linke am Mittwoch, 19. August 2026, 18 bis 20 Uhr
Link zur Teilnahme auf der Internetseite

mit Impulsbeiträgen von Yusuf Karaaslan (Sozialistische Linke), Wolfgang Schulz (BAG Frieden und Internationale Politik), Thies Gleiss (Antikapitalistische Linke), Nicolette Naumann (BAG Palästina-Solidarität), N.N. (Kommunistische Plattform), N.N. (Cuba Sí, angefragt)

WIr wollen diskutieren: Wie werten wir den Bundesparteitag in Potsdam aus? Was bedeutet der gesellschaftliche Rechtsruck und welche Funktion hat er? Sind Regierungsbeteiligungen und Kooperationen, insbesondere mit der CDU, hilfreich dafür? Was müssen wir aus den vergangenen Regierungsbeteiligungen lernen? Kann eine Festlegung auf neue Rote Haltelinien dafür hilfreich sein? Wie kann die AfD und die Politik von Entdemokratisierung, Sozialabbau und Krieg am besten bekämpft werden? Wie können wir einen wirksamen Antifaschismus von unten entwickeln? Wie ist dabei das Verhältnis von Kultur- und Klassenkampf? Und wie entwickeln wir gegen CDU, AfD und Co. „eine antifaschistische Kultur der kollektiven Lebensführung: Solidarität, demokratische Gestaltung des ‚Was, Wie und Wozu‘ der Arbeit, die allseitige Entwicklung der Persönlichkeiten, künstlerische Betätigung und politisches Engagement“, wie es im Leitantrag heißt?

Kompletter Ankündiger: https://sozialistische-linke.de/2026/08/07/online-diskussion-am-19-8-26-18-uhr-wie-gelingt-ein-wirksamer-antifaschismus-wie-halten-wir-es-dabei-mit-regierungsbeteiligung/

13/07/2026

Antifaschistischer Kulturkampf als Klassenkampf gegen die AfD

Einbringung des SL-Änderungsantrages beim Bundesparteitag Die Linke vom 19.-21. Juni 2026 in Potsdam

Sowohl Heidi Reichinnek also auch Clara Bünger sprachen davon, dass wir als Die Linke keinen Kulturkampf, sondern Klassenkampf machen. Auch wenn dies so gemeint sein dürfte, dass wir uns nicht in der Frage von Gendern oder Nicht-Gendern verheddern sollten, so wird doch damit das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Oder wie es die kenianische Genossin Sefu Sani, Vorstandsmitglied der Kenya Left Alliance, in ihrem Schlussbeitrag formulierte: „Für eine sozialistische und emanzipatorische Kulturpolitik! Denn Kulturpolitik ist Gesellschaftspolitik!“

In diesem Sinne haben wir als SL einen Änderungsantrag gestellt, welcher den „aggressiven Kulturkampf gegen die Errungenschaften der 68er-Bewegung“ durch die AfD als ein hegemoniepolitisches Trommeln „für den Rückzug ins Private zu „Heim und Herd“, ein steinzeitliches Geschlechterbild und das Drängen der Sorge-, Pflege- und Erziehungstätigkeiten in die Familie ‒ samt Abtreibungsverbot, Homophobie, Hetze gegen Linke und Rassismus“ analytisch fassbar macht. Und weiter: „Dem entgegen entwickeln wir eine antifaschistische Kultur der kollektiven Lebensführung: Solidarität, demokratische Gestaltung des ‚Was, Wie und Wozu‘ der Arbeit, die allseitige Entwicklung der Persönlichkeiten, künstlerische Betätigung und politisches Engagement.“

Die eigentliche Aufgabe, dies als Partei in unserer alltäglichen Praxis lebendig zu machen, beginnt nun aber erst! Anregungen finden sich z.B. in der Broschüre der Programmkonferenz des linken Parteiflügels vom 7.2.26 in Hannover unter: https://sozialistische-linke.de/2026/05/23/broschuere-mit-beitraegen-der-programmkonferenz-des-linken-parteifluegels-in-hannover-vom-7-2-26/

Die ausführliche SL-Auswertung des Bundesparteitages ist zu finden unter www.sozialistische-linke.de

Quelle des Videos: Livestream des Bundesparteitags von Die Linke am 19.-21. Juni 2026 in Potsdam, https://www.youtube.com//streams

13/07/2026
12/07/2026

Auswertung der Sozialistischen Linken zum Bundesparteitag von Die Linke in Potsdam

Der Bundesparteitag vom 19. bis 21. Juni 2026 in Potsdam rückte die Partei Die Linke deutlich nach links. Insbesondere in der Verbindung von Sozialkampf und Antimilitarismus, internationaler Solidarität mit Kuba und der Demokratisierung der Parteikultur.
Es gibt einen starken linken Flügel, der den Parteitag über gut kooperiert hat, es stehen aber erhebliche inhaltliche Entwicklungsfragen bevor: Haben wir bspw. nicht eigentlich gute Bedingungen für sozialistische Politik vor dem Hintergrund der internationalen Krise der US-Hegemonie? Denn mit dem Aufstieg aus dem globalen Süden erhalten wir internationalen Rückenwind für unsere internationalistische und soziale Politik. Wir möchten diese Debatte weiterführen, um die Lust am Kampf gegen den Hauptfeind im eigenen Land (und gegen dessen Lieblingsfeindbild Russland), Opposition als Alltags- und Parlamentsprinzip und Antifaschismus als geschichtsbewusste Praxis für unsere Partei zu entwickeln.

In unserer Auswertung legen wir anhand der Debatte um den Leitantrag und der SL-Änderungsanträge ausführlich zu den Bereichen Soziales, Frieden, Regierungsbeteiligung und Antifaschismus dar, was gelungen ist und welche Herausforderungen bleiben: https://sozialistische-linke.de/2026/07/12/auswertung-des-potsdamer-parteitags-die-linke-2026-durch-die-sozialistische-linke/
Video-Eindrücke wichtiger Szenen des Parteitages findet ihr auf unserem Youtube-Kanal https://www.youtube.com/playlist?list=PLNB1UTpS9r7o und bei Instagram: https://www.instagram.com/sozialistischelinke?igsh=dzFzbHhqNzhsYmZq

Wir freuen uns über Rückmeldung unter [email protected]

12/07/2026

Frieden statt Sanktionen

Yusuf Karaaslan (SL) und Theo Glauch (PV) in der Debatte zum Leitantrag des Bundesparteitags von Die Linke am 19.-21. Juni 2026 in Potsdam.

Aus der SL-Auswertung des Bundesparteitages:

Wie hältst du es mit den Sanktionen?
Ein ähnliches Tabu war auch die Gretchenfrage nach den Sanktionen. Während der Leitantragsentwurf die Frage gleich ganz ausklammerte, haben wir als SL einen ÄA gestellt, der „Sanktionen als einseitige Zwangsmaßnahmen“ zur „Durchsetzung imperialistischer Interessen“ kennzeichnete, die „ähnlich viel Leid und Tod wie ein Krieg mit Waffen [schaffen] und verletzen insbesondere die Menschenrechte und den UN-Sozialpakt sowie das Recht der Bevölkerungen, ihre wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung zu bestimmen“.
Als Die Linke muss unser Internationalismus einer von unten sein: „Die einzige gezielte Sanktion, die wir als Linke einsetzen können, ist politischer Streik, Boykott und Protest von unten. Frieden gelingt nur durch Diplomatie, Völkerverständigung und internationale Solidarität, nicht durch staatliche Machtpolitik.“
Mit einer Nebelkerze als Gegenrede, dass „wir“ ja dann auch nicht mehr Netanjahu, Putin und Co. „sanktionieren“ könnten, wurde von Seiten Theo Glauch argumentiert. Dass aktuell jedoch ausgerechnet der von der internationalen Palästina-Solidaritätsbewegung gestärkte Internationale Strafgerichtshof von Seiten der USA sanktioniert wird, um Ermittlungen und Verhaftungen gegen Netanjahu, Gallant & Co. durchzusetzen, wurde ausgeblendet. Der Antrag mit 166 (35%) Ja-Stimmen zu 242 (51%) Nein-Stimmen zu 64 (14%) Enthaltungen abgelehnt. Wortwechsel des Videos hier.
Gegen den Versuch, die Sanktionsfrage zu vermischen mit der Frage von politischem Boykott von unten oder gar als gegen die UN-Konventionen zu framen, ist weitere Diskussion und Ausdifferenzierung notwendig, was als Sanktionen von oben zu bekämpfen ist und was als Verwirklichung von Völker- und Menschenrecht von unten zu erkämpfen ist.

Die ausführliche SL-Auswertung des Bundesparteitages ist zu finden unter www.sozialistische-linke.de

Quelle des Videos: Livestream des Bundesparteitags von Die Linke am 19.-21. Juni 2026 in Potsdam, https://www.youtube.com//streams

12/07/2026

Imperialismus gegen Russland als Ökonomiekrisenverschärfer

Regina Preysing (SL), Artur Brückmann (SL) und Wulf Gallert (PV) in der Debatte zum Leitantrag des Bundesparteitags von Die Linke am 19.-21. Juni 2026 in Potsdam.

Aus der SL-Auswertung des Bundesparteitages:

Wie sehr es in unserer Partei Die Linke umstritten ist, offensiv gegen den Hauptfeind im eigenen Land und dessen Feindbilder zur Legitimiation der Zeitenwende-Aufrüstung vorgehen, wurde an dem Tabu „Russland“ deutlich. So beantragten wir als SL (leider erfolglos), die Analyse der imperialistischen Aggressivität gegen Russland als ökonomischen Krisenverschärfer einzufügen und zwar „durch den weitgehenden Wegfall vergleichsweise günstiger russischer Energielieferungen, verursacht durch die Sanktionen und Lieferstopps in Folge des Ukrainekriegs.“ […]
Insbesondere die von den USA seit Jahrzehnten verfolgte Abspaltung deutscher Industrie von Energie und Rohstoffen aus Russland hat die aktuelle Krise energieintensiver Industriezweige und der Lebenshaltungskosten der Bevölkerung wesentlich mit befeuert.“

Illustriert wurde diese Problematik auch anhand der existenziellen Krise der Chemieindustrie in Leuna. Von Realo-Seite wurde auf diese Problematik und ihre Lösung durch ein Ende der Sanktionen gegen Russland und eine diplomatische Beendigung des Ukrainekrieges reagiert mit einem blumigen Verweis auf in der Zukunft nötige grüne und Wasserstoff-Technologie.
Die Realität zeigt: Das US-amerikanische Fracking-Gas als Ersatz für Nordstream-Gas ist nicht klimapolitisch motiviert, sondern geoökonomisch. Die Realität zeigt auch, dass für eine sozial-ökologische Transformation ein globales Verständnis von Energie notwendig ist – und Kooperation mit Einschluss Russlands nur die Grundlage für einen solchen sozial-ökologischen Umbau sein kann – keinesfalls jedoch Sanktionen.

Die ausführliche SL-Auswertung des Bundesparteitages ist zu finden unter www.sozialistische-linke.de

Quelle des Videos: Livestream des Bundesparteitags von Die Linke am 19.-21. Juni 2026 in Potsdam, https://www.youtube.com//streams

12/07/2026

Das Rechte kommt aus der bürgerlichen Gesellschaft und nicht aus den Menschen

Yusuf Karaaslan (SL) und Sabine Berninger (PV) in der Debatte zum Leitantrag des Bundesparteitags von Die Linke am 19.-21. Juni 2026 in Potsdam.

Aus der SL-Auswertung des Bundesparteitages:

Die Debatte zur Regierungsbeteiligung krankte an einer enormen Oberflächlichkeit der Analyse zur Ursache des Aufstiegs der (extremen) Rechten. Der Ursprungsantrag erklärte, dass es dafür „keine einfache Erklärung“ gebe, dies zwar nicht allein auf ökonomische Gründe zurückzuführen sei, sie aber auch nicht ignoriert werden dürften. So weit so verschwurbelt. Dagegen haben wir als SL erfolgreich beantragt einzufügen, dass es sehr wohl eine Erklärung gibt und die ökonomischen Gründe nicht ignoriert werden dürfen: „Denn wer vom Aufstieg der extremen Rechten sprechen will, darf vom Neoliberalismus – Deindustrialisierung, Austeritätspolitik, Verdichtung und Entgrenzung der Arbeit, Konkurrenzverschärfung, Abstiegsängste – nicht schweigen.“ Gegen die Verlagerung der Ursache von Rassismus und Co. in den Menschen bzw. die Gesellschaft als quasi natürliche überhistorische Konstante im Ursprungsantrag, haben wir als SL per ÄA eingefügt, dass dies „der Ausbeutung, Entfremdung und Verunsicherung der Persönlichkeiten im Kapitalismus und der Projektion all dessen auf Sündenböcke“ entspringt und „auf die Entmächtigung und Spaltung der arbeitenden Bevölkerung“ zielt. Oder mit Marx gesprochen: Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewusstsein!

Entsprechend können wir die Verhältnisse verändern durch ein bewussteres gesellschaftliches Sein: So kommen wir durch Selbstermächtigung und Solidarität als arbeitende Bevölkerung zu wirksamem statt hilflosem Antifaschismus! Antifaschismus braucht eben antifaschistische Persönlichkeiten: Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!

Die ausführliche SL-Auswertung des Bundesparteitages ist zu finden unter www.sozialistische-linke.de

Quelle des Videos: Livestream des Bundesparteitags von Die Linke am 19.-21. Juni 2026 in Potsdam, https://www.youtube.com//streams

12/07/2026

Internationale Krise als Aufbruch statt allgemeiner Niedergang

Artur Brückmann (SL), Ari Alba Marquez (Cuba Sí) und Wulf Gallert (PV) in der Debatte zum Leitantrag des Bundesparteitags von Die Linke am 19.-21. Juni 2026 in Potsdam.

Aus der SL-Auswertung des Bundesparteitages:

Der Leitantrag sah in der Ursprungsversion eine „Zeit neuer Kämpfe der imperialistischen Mächte, die in verschiedenen Allianzen um politische und ökonomische Vorherrschaft konkurrieren“, meinte damit aber vor allem die USA, Russland und China, während die EU als „aufgrund ihrer inneren Widersprüche deutlich weniger handlungsfähig“ verharmlost und so als Ersatz-Subjekt einer demokratischen, sozialen und friedenspolitischen Hoffnung imaginiert wurde.
Als Sozialistische Linke beantragten wir die Ersetzung dieser äquidistanten, imperialismusverharmlosenden Positionierung durch die Beschreibung eines „Aufbruchs aus dem globalen Süden für Multilateralismus, diplomatische Konfliktlösung und die ökonomische, politische und kulturelle Selbstbestimmung der Völker auf Basis der UN-Charta gegenüber dem im Niedergang befindlichen imperialistischen NATO-Block, der mit verzweifelter militärischer Aggressivität seine politische und ökonomische Vorherrschaft zu retten versucht.“
Weswegen es die Aufgabe der Linken hier in der „Höhle des Löwen“ sein muss, sich zum Teil dieses Aufbruchs zu machen statt sich gar mit diesem Niedergang zu identifizieren. Dieser Änderungsantrag wurde mit 38% Ja-Stimmen zu 54% Nein-Stimmen bei 8% Enthaltungen mit keinem schlechten Ergebnis abgelehnt.

Die ausführliche SL-Auswertung des Bundesparteitages ist zu finden unter www.sozialistische-linke.de

Quelle des Videos: Livestream des Bundesparteitags von Die Linke am 19.-21. Juni 2026 in Potsdam, https://www.youtube.com//streams

12/07/2026

Gesellschaftliche Opposition statt Regierungsbeteiligung

Debatte zum Leitantrag des Bundesparteitags von Die Linke am 19.-21. Juni 2026 in Potsdam.

Lukas Hof (FfM), Yusuf Karaaslan (SL), Ines Schwerdtner (PV), Heidi Reichinek (MdB), Ellen Brombacher (KPF), Sascha Stanicic (AKL), Johanna Brauer (Solid), Theo Glauch (PV) u.a.

Aus der SL-Auswertung des Bundesparteitages:

Besonders umstritten war eine Formulierung im Leitantragsentwurf, mit der „eventuelle Minderheitsregierungen und ihre einzelnen Regierungsmaßnahmen sowie Regierungsbeteiligungen“ unter der Maßgabe der „Verteidigung von demokratischen und sozialen Rechten“ sowie „konkreten Verbesserungen im Alltag“ unterstützt werden sollten. Aufgrund zahlreicher Änderungsanträge aus dem linken Flügel wurde diese Textstelle im Vorfeld gestrichen und durch widersprüchliche Formulierungen ersetzt. Während auf der einen Seite der SL-Änderungsantrag zur Bestimmung der Rolle der Linken als „Opposition gegen Militarisierung, Sozialabbau, Naturzerstörung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ übernommen wurde, beantragte der Parteivorstand folgende Formulierung: „Wir treffen diese [Regierungs-]Entscheidungen auf der Ebene, die sie betreffen – und berücksichtigen dabei sowohl die Auswirkungen auf unsere Partei als auch unsere Verantwortung für die Menschen im konkreten Bundesland.“ Und außerdem: „Eine Regierungskoalition oder eine vertraglich vereinbarte Tolerierung braucht ein Programm, das wir in der Summe als eine positive und fortschrittliche Veränderung bewerten.“
Aufgrund der Demokratisierung der Geschäftsordnung kam es anhand dieser Änderungsanträge zur Regierungsbeteiligung zu einem intensiven argumentativen Schlagabtausch in dessen Zuge ein Änderungsantrag der Kommunistischen Plattform mit nur 26 Stimmen Unterschied denkbar knapp abgelehnt wurde, der die Ablehnung von „Minderheitsregierungen sowie Regierungsbeteiligungen“ einforderte, „die unser Profil als wirkliche Alternative zum neoliberalen Kartell beschädigen und unser Vertrauen unter der Bevölkerung nachhaltig untergraben“.
Diese durchaus knappen Entscheidungen für die Offenheit für Regierungsbeteiligungen wurden durch Partei- und Fraktionsprominenz mit einer durchgehend moralischen Erpressung erwirkt, dass mit der AfD der Faschismus drohe, wenn Die Linke nicht Regierungsverantwortung übernehme. Die Gegenreden aus dem linken Flügel betonten die Notwendigkeit einer klaren Oppositionshaltung, um überhaupt die Inszenierung der AfD als vermeintliche Anti-Establishment-Partei (besonders mit ihrer Friedensdemagogie) entlarven und damit eine reale Option für den massiven Unmut der Bevölkerung gegenüber dem status quo werden zu können. Durch die inhaltlichen Maßstäbe für die Oppositionsaufgabe, die durch den SL-ÄA eingefügt wurden, ist eine Regierungsbeteiligung mit CDU gerade unter Zeitenwende-Bedingungen faktisch ausgeschlossen. Um diese Oppositions-Orientierung von unten gilt es nun zu ringen in der Partei, nicht zuletzt daraufhin, dass EntschiedungsträgerInnen in Fraktionen und Partei sich daran halten!

Die ausführliche SL-Auswertung des Bundesparteitages ist zu finden unter www.sozialistische-linke.de

Quelle des Videos: Livestream des Bundesparteitags von Die Linke am 19.-21. Juni 2026 in Potsdam, https://www.youtube.com//streams

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